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Absolventen und Absolventinnen tertiärer Bildungsbereich 2014

Akademikerquote - EU - Gender-Mainstreaming - Statistik

Eurostat Juni 2016

Eurostat veröffentlichte im Juni 2016 Daten zu den AbsolventInnen des tertiären Bildungsbereichs.

Im Jahr 2014 erwarben in der Europäischen Union fast 5 Millionen Personen einen tertiären Bildungsabschluss, davon waren 58% Frauen und 42% Männer.

Der größte Anteil der Absolventen entfiel in allen Mitgliedstaaten auf die Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften.

Ingenieurwesen, verarbeitendes Gewerbe und Baugewerbe sind eindeutig männlich dominiert, sowohl auf EU-Ebene (73% der Abschlüsse in diesem Bereich wurden an Männer vergeben) als auch in sämtlichen Mitgliedstaaten.

Am ausgewogensten war das Verhältnis von Männern und Frauen in Deutschland (51%) und Irland (52%). Den höchsten Anteil männlicher Absolventen im Bereich Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik wiesen die Niederlande auf, die mit 73% weit über dem EU-Durchschnitt von 58% lagen.

Von Männern dominierte Fachrichtungen sind Ingenieurwesen, verarbeitendes Gewerbe und Baugewerbe (wo sie 73% der Absolventen stellen) sowie Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik (58%). Auf der anderen Seite sind vier von fünf Absolventen des Bereichs Pädagogik (d. h. 80%) Frauen. Ein weiterer Fachbereich, in dem Frauen stark überrepräsentiert sind, ist Gesundheit und soziale Dienste mit einem Anteil weiblicher Absolventen von 75%.

Bildung auf einen Blick 2013

Gender-Mainstreaming - Internationale Studien - Staatenberichte - Studien

Education at a Glance 2013. OECD Indicators

Die OECD-Studie „Bildung auf einen Blick“ bietet einen Überblick über die Leistungsfähigkeit der Bildungssysteme in den 34 OECD-Ländern sowie einer Reihe von Nicht-OECD-Mitgliedern. Sie gibt Aufschluss darüber wie das Bildungswesen finanziert ist, welche Abschlüsse in den Staaten besonders gefragt sind und wie sich die Bildungsdynamik auf verschiedenste Bereiche der Gesellschaft auswirkt.

Die aktuelle Ausgabe enthält erstmals auch Indikatoren über das Verhältnis von Bildungsabschlüssen und Beschäftigung sowie über den Zusammenhang von Bildung und Gesundheitsverhalten der Menschen.

Der Anteil der Erwachsenen mit einem Tertiärabschluss erhöhte sich im Zeitraum  von 2000 -2011 insgesamt  um über 10 Prozentpunkte. In den OECD‑Ländern verfügten im Jahr 2011 39% der 25- bis 34‑Jährigen über einen Tertiärabschluss (Indikator A1, A3 und A4).

 

BILDUNG AUF EINEN BLICK 2015

Gender-Mainstreaming

EDUCATION AT A GLANCE 2015. OECD INDICATORS

In Österreich ist die Geschlechterdifferenz laut Zahlen und Fakten zu Österreich in Bezug auf die Beschäftigungsquote, auf allen Bildungsstufen, eine der geringsten der OECD-Länder. Der Report Bildung auf einen Blick 2015 sagt, der Geschlechterunterschied wird jedoch größer, wenn niedrigere Bildungsstufen betrachtet werden. Unabhängig von der Bildungsstufe haben Frauen niedrigere Einkommen als Männer. In Österreich verdient eine 35-44-jährige Frau mit Tertiärabschluss 71% dessen, was ein Mann mit gleichem Alter und Bildungsabschluss verdient (OECD-Mittel: 74%).

Bildung auf einen Blick 2016

Gender-Mainstreaming - Internationale Studien - Staatenberichte - Statistik

EDUCATION AT A GLANCE 2016. OECD INDICATORS

Bildung auf einen Blick 2016 bietet Daten zu den Strukturen, der Finanzierung und der Leistungsfähigkeit der Bildungssysteme der 35 OECD-Länder sowie einer Reihe von Partnerländern.

Angel Gurria, OECD Generalsekretär am 15. September 2016:

„Across OECD countries, for example, a Master’s degree delivers a wage premium of 91% compared with upper secondary education alone. At an aggregate level, education contributes to stronger and better societies through the creation of wealth, through knowledge and innovation, through jobs, and through lower dependency on social welfare services. Over an individual’s lifetime, governments receive around EUR 100,000 more than they invest per graduate through greater tax revenues and social contributions!“

 „In the EU, young adults who have dropped out of upper secondary school face unemployment rates of 21.2%, compared with 8% for their tertiary‑educated peers. In a highly demanding and fast‑paced world, a lack of higher level skills comes at a big cost for families and society.“

 

Bildung in Zahlen 2015/16

Akademikerquote - Gender-Mainstreaming - Sozialerhebung - Statistik

Statistik Austria Mai 2017

2015/16 lag die Zahl der ordentlichen Studierenden an öffentlichen Universitäten bei 280.445, zeigen die Schlüsselindikatoren aus Bildung in Zahlen 2015/16.

Die Zahl der Studierenden stieg vom Studienjahr 1980/81 bis zum Studienjahr 2015/16 um mehr als 140%. Die Zahl der Professorinnen und Professoren folgte dieser Entwicklung nicht: im selben Zeitraum war lediglich ein Anstieg um etwas mehr als 40% zu beobachten. Im Studienjahr 2015/16 umfasste der Personalstand 2.467 Professorinnen und Professoren.

55,7% der Studentinnen und Studenten an österreichischen Universitäten haben Eltern, die keine Akademiker sind, zeigen die Ergebnisse der im Mai 2017 veröffentlichten Erhebung über den Bildungsabschluss der Eltern von Statistik Austria

29,1% der Studierenden haben einen akademisch gebildeten Vater und in 60,8% dieser Fälle ist auch die Mutter Akademikerin. Insgesamt stammen 17,7% der Studierenden aus reinen Akademikerfamilien.

Diskriminierungserfahrungen von Studierenden

Barrierefrei - Gender-Mainstreaming - Studien

Projektbericht des Instituts für Höhere Studien März 2015

Studie im Auftrag der Bundesvertretung der Österreichischen HochschülerInnenschaft

Die Studie "Diskriminierungserfahrungen von Studierenden" will Gruppen von Studierenden, die von Erfahrungen mit Diskriminierung an der Hochschule betroffen sind, erkennbar machen und einen ersten Einblick in die Thematik zu liefern. Der Bericht konzentriert sich auf Diskriminierungserfahrungen aufgrund von genderspezifischen und herkunftsspezifischen Merkmalen.

23% der Studenten und Studentinnen in Österreich hat sich bereits diskriminiert gefühlt. Insgesamt 72% der Betroffenen gaben an, die Vorfälle nicht gemeldet zu haben.

Studentinnen fühlen sich mit einer Rate von 27% häufiger diskriminiert als Männer mit 18%. Angehörige der Gruppe LGBT fühlen sich mit 31% häufiger diskriminiert als der Durchschnitt. Bei ausländischen Studierenden machen Drittstaatsangehörige mit 42% häufiger Erfahrungen mit Diskriminierung als zum Beispiel deutsche StaatsbürgerInnen mit 32%.

Knapp ein Prozent führte körperliche Gewalt an. 10% der Frauen und 3% der Männer fühlten sich ausschließlich wegen ihres Geschlechts diskriminiert.

Einkommensbericht 2013

Gender-Mainstreaming - Studien

Bericht des Rechnungshofes über das Ergebnis seiner Erhebung der durchschnittlichen Einkommen in den Jahren 2011 und 2012

Laut aktuellem Einkommensbericht des Rechnungshofes verdient der Durchschnittsösterreicher im Jahr 24.843 Euro brutto. Insgesamt zählt der Einkommensbericht rund 4 Millionen unselbstständig Erwerbstätige - also Arbeiter, Angestellte, Beamte und Vertragsbedienstete

Die gesetzlich verpflichtende Erstellung von Einkommensberichten wurde sowohl im Bundes-Gleichbehandlungsgesetz (B-GlBG) als auch im Gleichbehandlungsgesetz der Privatwirtschaft (GlBG) verankert. Der Rechnungshof veröffentlicht die Ergebnisse der Erhebungen gemäß Art. 121 Abs. 4 B-VG. Die in die Einkommenserhebung einbezogenen Unternehmen und Einrichtungen wurden nach den Abschnitten der ÖNACE (Statistische Systematik der Wirtschaftszweige in der Europäischen Gemeinschaft, Rev. 2 (2008), „NACE“ in der Österreichischen Version) gegliedert.

Dazu kamen für den Bericht 2013 erstmals drei Sonderkategorien, die sich in den speziellen Beschäftigungsverhältnissen der ihnen zugeordneten Einrichtungen begründen. Dabei handelt es sich um Universitäten, Sozialversicherungen und Einrichtungen künstlerischer Art. Die Daten für alle österreichischen Universitäten finden sich im Bericht von Seite 411ff.

Durch die Novellierung des § 6a B-GlBG erscheint der Einkommensbericht 2013 im Vergleich zu den vorangegangenen Berichten heuer erstmals in abgeänderter und erweiterter Form.

 

Engendering Budgets

Gender-Mainstreaming - Internationale Studien

A Practitioners’ Guide to Understanding and Implementing Gender-responsive Budgets

Commonwealth Secretariat

Das Sekretariat des Commonwealth startete die ersten Initiative zu Gender Budgeting oder Gender-responsive budgets GRBs bereits 1995. Im September 2002 trafen sich die Finanzminister der Commonwealth-Staaten und erklärten sich gemeinsam bereit, „to make substantial progress on implementing gender-responsive budgets within their respective budget setting processes”. Heute existieren unterschiedliche Maßnahmen zu Gender Budgeting in über 60 Staaten weltweit.

The World Conference on Human Rights in Vienna 1993 asserted that women’s rights are human rights.

The developmental value of GRBs is widely recognised and has been endorsed in the Beijing+5 Outcome Document, the Monterrey Consensus and, in the Communiqué of the 2002 Commonwealth Finance Ministers’ Meeting.

ERA Progress Report 2014

European Research Area ERA - Gender-Mainstreaming - Studien

Die wichtigsten Schlussfolgerungen des Fortschrittberichts 2014 sind, dass die Partnerschaft zwischen Mitgliedstaaten, Forschungsakteuren und Kommission beim Aufbau des Europäischen Forschungsraums gute Fortschritte erzielt hat. Laut Kommission sind auf europäischer Ebene die Voraussetzungen für den Aufbau des Europäischen Forschungsraums, in dem sich Forscher und Forscherinnen frei bewegen und wissenschaftliche Erkenntnisse ungehindert ausgetauscht werden können, geschaffen.

„Openness of ERA to the rest of the world is an important factor for knowledge generation both in Europe and abroad. The Commission has been able to identify specific support in 12 Member States: AT, CZ, DE, DK, FR, IT, NL, RO, SE, SI, SK and the, UK.“

EU-Strategie für die Gleichstellung

Barrierefrei - EU - EUROPA 2020 - Gender-Mainstreaming

EU gender equality strategy

Am 9. Juni 2015 erfolgte eine Entschließung des Europäischen Parlaments zu der Strategie der EU für die Gleichstellung von Frauen und Männern für den Zeitraum nach 2015.

Die Kommission wird dazu aufgerufen, die Verwendung von Gender Mainstreaming, geschlechtsbezogener Budgetierung (Gender Budgeting) und geschlechtsspezifischer Folgenabschätzungen (Gender Impact Assessments) in allen Bereichen und im Falle eines jeden Legislativvorschlags auf allen Regierungsebenen zu fördern.

Die neue EU-Strategie zur Gleichstellung fordert spezifische Maßnahmen, um auch die Rechte von Frauen mit Behinderungen, Migrantinnen und Frauen, die zu ethnischen Minderheiten zählen, Roma-Frauen, älteren Frauen, alleinerziehenden Müttern und LGBTI zu stärken.  

European Women Rectors Association EWORA

Gender-Mainstreaming

Europäische Rektorinnen Konferenz

Die European Women Rectors Association EWORA veranstaltet die 5. Europäische Frauenrektorenkonferenz. Sie findet vom 29. bis 30. Mai 2017 in Brüssel statt und konzentriert sich auf pivoting on gender equality through the lens of leadership: policies, strategies and actions”.

Europäische Rektorinnenkonferenz, 29.-30. Mai 2017, Brüssel

Frauen mit Behinderung

Barrierefrei - Gender-Mainstreaming

Handlungsempfehlungen der UNO- Staatenprüfung 2013

Die UNO hat die Einhaltung der Behindertenrechtskonvention in Österreich überprüft und die Handlungsempfehlungen im September 2013 präsentiert. Dabei wurden Bereiche der Umsetzung kritisiert. Auch die Universitäten müssen nach Empfehlungen des Monitoring- Ausschusses Studierende mit Behinderungen besser unterstützen und versuchen, Lehrende und Forschende mit Behinderungen in die Arbeitswelt der Universität zu bringen. Awareness-Kampagnen müssten Vorurteile abbauen und allgemein sollte sich Österreich weg von der noch immer vorherrschenden Vorstellung, Menschen mit Behinderungen müssten beschützt werden, hin zu einem positiven und gleichberechtigten Bild bewegen.

Frauenkonvention

Gender-Mainstreaming

Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination Against Women

CEDAW Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination Against Women, abgekürzt „Frauenkonvention“, ist ein internationales Übereinkommen der Vereinten Nationen zu Frauenrechten. Es trat am 3. September 1981 in Kraft. Derzeit haben 188 Staaten von den 193 Mitgliedstaaten der UN das Übereinkommen ratifiziert. Die Vertragsstaaten verurteilen jede Form von Diskriminierung der Frau. Alle vier Jahre müssen die Vertragsstaaten einen Bericht über die von der Regierung verfolgte Gleichstellungspolitik vorlegen, der von NGOs durch sogenannte Schattenberichte ergänzt wird.

Lilian Hofmeister wurde als erste Österreicherin im Juni 2014 von 80% aller UN-Mitgliedsstaaten gewählt, um für vier Jahre mit 22 weiteren internationalen Expertinnen die Umsetzung in den Vertragsstaaten zu überwachen.

Gender Budgeting

Finanzierung - Gender-Mainstreaming

Rechtlicher Rahmen

Bundes-Verfassungsgesetz, Artikel 13, Absatz 3

Bund, Länder und Gemeinden haben bei der Haushaltsführung die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern anzustreben.“

Bundes-Verfassungsgesetz, Artikel 51, Absatz 8

Bei der Haushaltsführung des Bundes sind die Grundsätze der Wirkungsorientierung insbesondere auch unter Berücksichtigung des Ziels der tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern, der Transparenz, der Effizienz und der möglichst getreuen Darstellung der finanziellen Lage des Bundes zu beachten.“

Das Haushaltsrecht des Bundes fordert ab 1. Jänner 2013 jedes Bundesministerium und die Obersten Organe auf, Gleichstellungsziele in allen gesellschaftlichen Handlungs- und Wirkungsfeldern zu erarbeiten. Dafür sind insbesondere geschlechtsspezifische Daten notwendig. In weiterer Folge sind Gleichstellungsmaßnahmen zur Erreichung des Gleichstellungsziels und geeignete Indikatoren zur Überprüfung der Zielerreichung festzulegen. Die näheren Details sind in § 41 BHG 2013 und in der Verordnung über die Darstellung der Angaben zur Wirkungsorientierung im Bundesvoranschlagsentwurf und in den Teilheften geregelt.

 

Gender Equality and Women's Empowerment. EU 2015

EU - Gender-Mainstreaming

Transforming the Lives of Girls and Women through EU External Relations 2016-2020

EU Directorate General for International Cooperation and Development

Im September 2015 haben die Europäische Kommission und der Europäische Auswärtige Dienst (EAD) einen neuen Rahmen für EU-Maßnahmen zur Förderung der Geschlechtergleichstellung und zur Stärkung der Frauenrechte im Bereich der Außenbeziehungen der EU angenommen.

Neuer Rahmen für die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung der Frauenrechte: Annahme einer Strategie zur Veränderung des Lebens von Mädchen und Frauen durch das auswärtige Handeln der EU (2016-2020)

„Von allen Akteuren der EU wird erwartet, dass sie die Entwicklungsprioritäten und die Lage von Frauen und Mädchen in den Drittländern, in denen sie arbeiten, analysieren und die Prioritäten, die für Frauen und Mädchen am relevantesten sind, umsetzen. Sie sollen auch die Koordinierung und Kohärenz ihrer Maßnahmen verbessern und mehr Führungsstärke zeigen.“

Gender Equality Index

EU - Gender-Mainstreaming - Studien

  • Gender Equality Index Report, herausgeben vom European Institut for Gender Equality
  • 2013 Gender Equality Index – Country Profiles, herausgeben vom European Institut for Gender Equality 2013

Das Europäische Institut für Gleichstellungsfragen EIGE  ist eine europäische Agentur, die die Mitgliedstaaten und die europäischen Institutionen, insbesondere die Kommission, darin unterstützen soll, die Gleichstellung zwischen Frauen und Männern zu fördern, Diskriminierung aufgrund des Geschlechts zu bekämpfen und die BürgerInnen für Gleichstellungsfragen zu sensibilisieren.

Die Aufgaben des Instituts sind das Sammeln objektiver, belastbarer und vergleichbarer Informationen zu Gleichstellungsfragen, die Entwicklung geeigneter methodologische Werkzeuge, insbesondere für die durchgehende Berücksichtigung des Gleichstellungsaspekts in allen Politikbereichen, die Förderung des Austauschs über bewährte Methoden und des Dialogs zwischen den AkteurInnen und die Sensibilisierung von EU-BürgerInnen in diesem Bereich.

Gender-Mainstreaming

Gender-Mainstreaming

Rechtlicher Rahmen

Durch das Bundesgesetz zum Abbau von Benachteiligungen von Frauen (BGBl. Nr. 837/1992) bekennt sich der Bund zu einem umfassenden Abbau bestehender gesellschaftlicher, familiärer und wirtschaftlicher Benachteiligungen.

Seit 1. März 2011 ist eine Novelle zum Gleichbehandlungsgesetz in Kraft. Mit dieser Novelle ist Österreich neben Schweden ein Vorreiter in der EU, was die gesetzliche Verankerung von innerbetrieblichen Einkommensberichten betrifft.  

 

Anrede 

Gesetzlich vorgeschrieben ist in Österreich eine geschlechtergerechte Anrede lediglich in Ausschreibungen für Stellenangebote.

Der Versuch einer österreichischen Norm für „Gendering in der schriftlichen Kommunikation“ (ÖNORM A 1083) wurde 2011 wegen Ressourcen-Knappheit und massiver Proteste verworfen. Der Verband für Angewandte Linguistik hat darauf in einer Stellungnahme ( ST 2011 gendern OENORM ) reagiert.

 

Improving Gender Equality in Research Organisations

Gender-Mainstreaming

Science Europe

Im Februar 2017 veröffentlichte Science Europe einen Leitfaden Improving Gender Equality in Research Organisations.

Die Österreicherin Dr. Sabine Haubenwallner vom FWF leitet die Gender and Diversity Working Group von Science Europe.

Der Leitfaden zur Verbesserung der Gleichstellung von Frauen und Männern in Forschungseinrichtungen stützt sich auf die Ergebnisse der von Science Europe unter 47 Mitgliedsorganisationen durchgeführten Umfrage zu Indikatoren und Maßnahmen zur Vermeidung unbewusster Vorurteile gegen Forscher jeglicher Disziplin, Geschlecht und Alter. Das Dokument soll ein gegenseitiges Lernen bester Beispiele an europäischen Forschungseinrichtungen ermöglichen.

Kulturwandel zur geschlechtergerechten Wissenschafts- und Forschungslandschaft 2025

Gender-Mainstreaming - Studien

IHS Studie im Auftrag des BMWFW. 2014

Die Studie zur Entwicklung von handlungsorientierten Empfehlungen zur Stärkung von Geschlechtergerechtigkeit in Wissenschaft und Forschung von von Angela Wroblewski, Birgit Buchinger und Nicole Schaffer wurde Ende April 2015 präsentiert.

„Die zentrale Frage … ist wie Gleichstellungsorientierung im Denken und Handeln aller AkteuerInnen als Normalität verankert werden kann, sodass Gleichberechtigung und Gleichstellung nicht mehr argumentiert und legitimiert werden müssen, sondern eine Selbstverständlichkeit darstellen.“

Leaky Pipeline

Gender-Mainstreaming

unidata

Unter „Leaky Pipeline“ versteht man die Verlustraten von Frauen entlang der universitären Karrierestufen von unten nach oben. Nach der Datenprüfung des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung war der Frauenanteil an österreichischen Universitäten im Jahr 2013 an

  • Studierenden: 53%
  • Erstabschlüssen: 59,3%
  • Zweitabschlüssen: 46,8%
  • AssistentInnen: 40,6%
  • DozentInnen: 22,8%
  • ProfessorInnen: 22,2%

OECD Economic Surveys: Austria 2015

Gender-Mainstreaming - Internationale Studien - Staatenberichte

OECD Berlin 14. Juli 2015

Der Bericht OECD Economic Surveys: Austria 2015 betont vor allem die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben und kritisiert damit verbunden die in Österreich vorherrschenden tradierten Rollenmodelle für Geschlechter.

Zur Frage der Studienwahl junger Österreicherinnen heißt es: "Study area choices made by young women are oriented towards professional tracks with lower earning potentials than those of men."

In Österreich liegt der durchschnittliche Stundenlohn von Frauen 23 Prozent unter dem von Männern - das ist eine der größten Verdienstlücken im gesamten OECD-Raum.

Unterstützt von Politik und öffentlichen Strukturen hat sich in Österreich ein Modell entwickelt, das Frauen nach der Geburt ihres ersten Kindes häufig zwei Jahre vom Wiedereinstieg in den Beruf fernhält und danach in der Mehrzahl der Fälle eine Teilzeittätigkeit begünstigt. Gleichzeitig absolvieren Männer in Österreich mehr Überstunden als Männer in vergleichbaren Ländern.

OECD Ländervergleich Forschungsausgaben. 2016

Finanzierung - Forschung - Gender-Mainstreaming - Internationale Studien - Statistik

OECD Science and Technology. Compare your Country. 2016

Bei einem OECD-Vergleich nimmt Österreich betreffend Forschungsausgaben Platz 7 von 34 OECD-Ländern ein. Österreich weist dabei mit den Zahlen von 2015 eine Forschungsquote von 3% des BIP auf.

An erster Stelle rangiert Südkorea mit 4,29%, Platz 2 belegt Israel mit 4,11%, Platz 3 nimmt Japan ein mit 3,58%.

Als erstes EU-Land platziert sich Finnland an vierter Stelle mit 3,2%. Vor Österreich liegen Schweden mit 3,6% und ganz knapp Dänemark mit 3,05%.

In Österreich sind 9,4 Personen pro 1.000 Einwohner in Forschung und Entwicklung beschäftigt, damit belegt Österreich im OECD-Vergleich Rang 11. Führend in der Auswertung ist Israel mit 17,6 Forschern pro 1.000 Einwohnern.

Österreichisches Patentamt Jahresbericht 2016

Geistiges Eigentum - Gender-Mainstreaming

Der Jahresbericht des österreichischen Patentamtes 2016 zeigt eine Rate von nur 6% der Anmeldungen von Frauen. Insgesamt erfolgten 2.994 Anmeldungen im Jahr 2016, davon entfielen 2.060 auf Unternehmen und 934 auf Personen. 54 Anmelderinnen standen dabei 880 Anmeldern gegenüber.

Als wichtigste Technologiefelder 2016 werden Maschinenbau, Elektrotechnik, Mess-, Steuer- und Regeltechnik sowie Chemie angeführt. Die Anmeldungen im Jahr 2016 repräsentieren 73 Milliarden Euro an Wertschöpfung. Im Bundesländerranking liegt Oberösterreich mit Abstand an erster Stelle und verzeichnete 616 Anmeldungen, gefolgt von Wien mit 504 und Steiermark mit 457 Anmeldungen.

 

Patentanmeldungen WIPO

Geistiges Eigentum - Gender-Mainstreaming

Economic research working paper no. 33, identifying the gender of PCT inv

Ein Bericht der Weltorganisation für geistiges Eigentum (World Intellectual Property Organization) WIPO von 2016 prognostiziert eine Ausgewogenheit der Geschlechter betreffend Patentanmeldung erst für das Jahr 2080.

According to a report by the World Intellectual Property Organization, a gender balance in Patent Cooperation Treaty (PCT) applications may not be achieved until 2080. Economic research working paper no. 33, identifying the gender of PCT inventors, 2016.

Pay Gap

EU - Gender-Mainstreaming - Statistik

Laut Eurostat 2012 stellen die Frauen in Europa einen Anteil von 60% der Universitätsabsolventen. 34,9% der Frauen in Europa arbeiten Teilzeit, aber nur 8,6% der Männer. Die Beschäftigungsrate für Frauen in der EU beträgt 58,8%, die für Männer hingegen 69,4%.

Women in the EU receive on average 38.5% less in pensions than men, because in addition to the GPG, a higher proportion of women work part-time, earn lower hourly wages, and spend fewer years in employment. (Eurostat 2012)

 

Statistik Austria Studierende

Gender-Mainstreaming - Internationalisierung - Statistik

Wintersemester 2014/15

Im Wintersemester 2014/15 studierten an den von Statistik Austria erhobenen tertiären Bildungseinrichtungen 287.188 Österreicher und Österreicherinnen ein ordentliches Studium oder ein Lehrgang-Studium (bereinigte Zahl: eine Person wird nur einmal gezählt, auch wenn sie an mehreren Institutionen ein Studium betreibt).

An den öffentlichen Universitäten betrieben 206.242 Österreicherinnen und Österreicher ein ordentliches Studium und 11.742 ein Lehrgang-Studium.

Die beliebtesten Studien an den öffentlichen Universitäten sind Rechtswissenschaften, das Bachelorstudium Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und Medizin.

Universitätsbericht 2014

Gender-Mainstreaming - Studien

Frauenanteil

Die Präsenz von Frauen in Wissenschaft und Forschung ist laut Universitätsbericht 2014 klar gestiegen. Beim Drittmittelpersonal und unter Assistentenstellen liegt der Frauenanteil bereits bei 44 bzw. 45% (Wintersemester 2013), auch bei Professuren ist der Anteil im Berichtszeitraum von 19,5 (2010) auf 22,1% (Wintersemester 2013) gestiegen.

Universitätsgesetz 2002 und 2014

Gender-Mainstreaming

Gender Mainstreaming

Das Universitätsgesetz 2002 integriert die „Gleichstellung von Frauen und Männern“ in die leitenden Grundsätze § 2 und „Gleichstellung von Frauen und Männern und Frauenförderung“ in die Aufgaben § 3 der Universität.

Es widmet darüber hinaus diesen Aufgaben einen eigenen Abschnitt § 41-44, in dem Regelungen zum Frauenförderungsgebot, zum Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen, zur Schiedskommission und zur Anwendung des Bundes-Gleichbehandlungsgesetzes erlassen sind.

Alle Universitäten haben nach § 19 in ihre Satzungen u.a. Bestimmungen aufzunehmen zur Erlassung des Frauenförderplans und zur Einrichtung einer Organisationseinheit zur Koordination der Aufgaben der Gleichstellung, der Frauenförderung sowie der Geschlechterforschung.

Durch die Aufnahme von Gleichstellung und Frauenförderung in die zentralen Aufgabenbereiche der Universitäten ist dem Prinzip Gender Mainstreaming im UG 2002 Rechnung getragen.

Wirtschaftsimpulse von Frauen in Forschung und Technologie

Forschung - Gender-Mainstreaming - Studien

Teams in der kooperativen Forschung: Kooperation, Konkurrenz, Erfolg, Führung

Juni 2013

Der Bericht wurde in Kooperation von JOANNEUM RESEARCH – POLICIES und der Beratergruppe Neuwaldegg erstellt, die 2011 von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG im Rahmen des Programms w-fFORTE beauftragt wurden.

Forschung ist Teamarbeit:

2011 arbeiteten 91 % der ForscherInnen in Österreich im privaten und kooperativen Sektor innerhalb eines Teams an Forschungs- und Entwicklungsprojekten. 72 % davon arbeiteten in männerdominierten Teams.

Spezifisch für den kooperativen Forschungsbereich ist, dass dort gleichzeitig individueller Erfolg in Form wissenschaftlicher Erfolgskriterien (Publikationen/Patente bzw. Reputation in der Scientific Community) von Relevanz ist, innovative Ergebnisse jedoch häufig im Team erarbeitet werden.

Women in STEM: myths and misconceptions. 2016

Gender-Mainstreaming - Studien

Women in STEM: myths and misconceptions wurde im November 2016 von Universum veröffentlicht.

Universum beschäftigt sich mit Arbeitgeber-Branding und führt in 55 Ländern Umfragen durch. Auf Basis der Studien werden Arbeitgeber unterstützt, sich zu positionieren und sicherzustellen, die richtigen Talente nicht nur zu finden, zu fördern, sondern sie auch langfristig an sich zu binden.

"40 percent of women are interested in becoming top executives versus 56 percent of men.”

"35 percent of women in STEM cite ethics at work as a key aspect of employer reputation, while just 23 percent of men in STEM do."

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