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Aktuelles

uniko sieht Wissenschaftsbudget „noch nicht erledigt“

Präsidentin Blimlinger nennt bei Neujahrsempfang Bedingungen für Exzellenzinitiative

OTS 9.1.2019

Die erfolgreich abgeschlossenen Budgetverhandlungen 2018 und die Ankündigung einer Exzellenzinitiative für 2019 dürften das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung nicht dazu verleiten sich zurückzulehnen und zu sagen, „damit ist die Geschichte erledigt“. Diesen Appell richtete die Präsidentin der Universitätenkonferenz (uniko), Eva Blimlinger, in ihrer Neujahrsrede gestern Abend vor den Spitzen der Scientific Community in der Grand Hall der Erste Group in Wien an den anwesenden Bundesminister Heinz Faßmann. Eine Exzellenzinitiative für Österreich mit den dazugehörenden Rahmenbedingungen sei ebenso dringend erforderlich wie eine Verdreifachung der Mittel für den „chronisch unterdotierten Wissenschaftsfonds FWF“.

Wenn Politik wissenschaftliche Erkenntnisse negiert

DIE PRESSE 27.12.2018

Ein Alarmruf aus Wien von zehn europäischen Rektorenkonferenzen: Elisabeth Fiorioli, Generalsekretärin der Österreichischen Universitäten-konferenz (uniko), hält in einem Gastkommentar für DIE PRESSE fest: Was wir brauchen, ist eine Politik, die nicht Wissenschaft im Mund führt, wenn es ihr ins Konzept passt, sondern die deren Errungenschaften verteidigt.

Die Vernunft ruft zum Widerstand

WIENER ZEITUNG 14.12.2018

Zehn europäische Universitäten-Konferenzen fürchten um die Grundwerte der Aufklärung: Aus der Besorgnis zahlreicher europäischer Universitäten wächst nun Widerstand: Am Donnerstag unterzeichneten zehn Rektorenkonferenzen ein „Wiener Erklärung“ getauftes Papier, das den Austausch der Universitäten vorantreiben will und die jeweiligen Regierungen auffordert, jegliche Eingriffe in die Freiheit universitärer Lehre und Forschung zu verhindern. „Die Plattform UNIVERSITIES FOR ENLIGHTENMENT will in den kommenden zwei Jahren nicht nur als Austauschplattform für die Rektorenkonferenzen, sondern auch als Dialogangebot für die Gesellschaft fungieren“, sagtE die Gastgeberin und Vorsitzende der Österreichischen Universitätenkonferenz, Eva Blimlinger.

Sorge um Bedrohung der wissenschaftlichen Freiheit und Demokratie

„Wiener Erklärung: Universitäten im Zeichen der Aufklärung“ unterzeichnet / uniko und neun weitere Rektorenkonferenzen appellieren an Europas Regierungen

Österreichische Universitätenkonferenz / APA-Foto / Godany

OTS 13.12.2018

Die Tendenzen zur Beschränkung von Autonomie und Freiheit der Wissenschaften und die Bedrohung der demokratischen Verfasstheit der Gesellschaft – innerhalb und außerhalb des Europäischen Hochschulraumes – haben die Vertreterinnen und Vertreter von zehn Rektorenkonferenzen in Europa im Rahmen eines Workshops in Wien zu einer Bestandsaufnahme veranlasst. Auf Einladung der Österreichischen Universitätenkonferenz (uniko) wurden die Ergebnisse des Gedanken-austausches über die Rolle der Universitäten in der heutigen Gesellschaft, die zunehmend von Pseudo-Wissenschaften und der Verbreitung von Fake News im politischen Diskurs geprägt wird, am 13.12.2018 im Rahmen der „Wiener Erklärung“ der Öffentlichkeit präsentiert. Der Pressekonferenz war eine offizielle Unterzeichnung des Dokuments vorausgegangen.

Die Rektorenkonferenzen von Deutschland, Italien, Kroatien, Österreich, Polen, Schweiz, Slowenien, Slowakei, Serbien und Tschechien bringen in der Erklärung ihre „feste Überzeugung zum Ausdruck, dass die Grundwerte des Hochschulwesens die Errungenschaften der Aufklärung widerspiegeln“. Gleichzeitig werden die Regierungen bestärkt, die Hochschulen in der Erfüllung dieser ihrer fundamentalen Rolle und zentralen Werte durch die Zurverfügungstellung adäquater Ressourcen und gesetzlicher Rahmenbedingungen zu unterstützen. „Wir appellieren auch an die Regierungen, jegliche Form von Eingriffen in Wissenschaft, Forschung, Entwicklung und Erschließung der Künste, und vor allem Lehre sowie institutioneller Autonomie zu verhindern“, heißt es in dem Papier.

Gleichzeitig wird die Sorge gegenüber jenen Bewegungen zum Ausdruck gebracht, die – innerhalb und außerhalb Europas – im Aufstieg begriffen sind und die den demokratischen Charakter unserer Institutionen und Gesellschaft bedrohen. „Postfaktische Erklärungen gewinnen sowohl in der öffentlichen Meinungsbildung als auch in politischen Debatten an Gewicht und haben mit Hilfe der sozialen Medien neue Ausmaße erreicht“, warnen die Spitzen der Rektorenkonferenzen. Die Präsidentin der uniko, Eva Blimlinger, erklärte dazu bei einer Pressekonferenz: „Vor dem Hintergrund wachsender Ungleichheiten, Nationalismus, Populismus, Rassismus, Antisemitismus, Intoleranz, Polarisierung und Radikalisierung, die ebenso wie Pseudo-Wissenschaft und Pseudo-Fakten die demokratische und wissenschaftliche Kultur bedrohen, sind unsere Sorgen mehr als berechtigt.“ Geplant sind künftig ein weiterer enger Austausch und gemeinsame Aktionen, um den öffentlichen Diskurs zu stärken.

Wiener Erklärung - Universitäten im Zeichen der Aufklärung

Aktionsprogramm für die Freiheit der Wissenschaften

Österreichische Universitätenkonferenz/APA-Fotoservice/Godany

Am 13. Dezember 2018 unterzeichneten die Vertreterinnen und Vertreter der Rektorenkon-ferenzen von Deutschland, Italien, Kroatien, Österreich, Polen, der Schweiz, Slowenien, der Slowakei, Serbien und Tschechien die Wiener Erklärung - Universities for Enlightenment / Universitäten im Zeichen der Aufklärung.

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