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Der nächste Newsletter der Österreichischen Universitätenkonferenz (uniko) erscheint im Dezember 2018.

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NEWSLETTER 8/18

27.11.2018

KOMMENTAR

Wissenschaft und Politik: Abenteuer, Ignoranz, Evidenz

„Stop giving power to people who don't believe in science." Dieser leidenschaftliche Aufruf für die Wissenschaft kam beim Global Climate Action Summit im September 2018 in San Francisco über die Lippen von Harrison Ford. Der 76jährige Schauspieler, der sich seit fast 30 Jahren für Umweltthemen engagiert, verkörpert in einer seiner Paraderollen als Indiana Jones übrigens selbst einen Wissenschaftler, der auf abenteuerliche Weise unterwegs ist, um unter anderem wichtige Kulturgüter für die Menschheit zu erhalten.

INLAND

Blimlinger zu Leistungsvereinbarungen: „Sind auf gutem Weg“

„Allein wenn man sich ansieht, dass die Uni Wien schon 70 neue Professuren ausgeschrieben hat oder die Wirtschaftsuni 30 neue Professuren schaffen will, zeigt das schon, dass wir auf einem guten Weg sind. Wir müssen aber schauen, dass es auch ein sehr guter wird." Mit diesen Worten zog die Präsidentin der Universitätenkonferenz (uniko), Eva Blimlinger, am 21. November gegenüber der Austria Presse Agentur (APA) eine positive Bilanz über das Ergebnis der Leistungsvereinbarungen zwischen dem Wissenschaftsressort und den 21 in der uniko vertretenen Universitäten. Wie sich nach dem Abschluss der Verhandlungen herausstellte, erzielten die Universitäten für den Zeitraum 2019 bis 2021 ein individuelles Budgetplus zwischen acht und 18 Prozent.

Vermessung der Begutachtung: Ratschläge für ein Ritual

„Es gehört zum Wesen unseres Berufs und zum Bauplan aller wissenschaftlichen Einrichtungen, sich nicht mit Mittelmaß zufrieden zu geben.“ Mit dieser Prämisse begrüßte Wissenschaftsminister Heinz Faßmann, in seinem früheren Leben selbst Wissenschafter und danach Vizerektor der Universität Wien, das Publikum der diesjährigen Tagung des Österreichischen Wissenschaftsrats am 8. November. Das Thema der Veranstaltung „Qualitätsstandard oder leeres Ritual? Begutachtungen in der Diskussion“ aufgreifend, meinte der Minister: „Qualität ist alles andere als leicht messbar.“ Dennoch diene Qualitätsmessung zur Legitimierung von Entscheidungen – „auch dann, wenn ich sie gar nicht brauche“.

Wissenschaft und Politik kommen ins Gespräch

Die Premiere zum neuen Dialogformat „Wissenschaft und Politik im Gespräch" im Palais Epstein – unweit vom Hohen Haus – war gut besucht. Er sei „angetreten, um das Parlament zu öffnen“, verkündete Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) in seiner Begrüßung der Gäste, darunter prominente Köpfe aus Forschung und gesetzgebender Körperschaft, am 9. November. Nachsatz Sobotkas: „Die Politik muss sich auch Zeit nehmen zu reflektieren und sich mit Themen auseinandersetzen, die für einen größeren Zeitraum relevant sind.“ Anton Zeilinger, Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und zweiter Initiator der Veranstaltung, sprach von einer „Bringschuld der Wissenschaft“.

PERSONALIA I

Andrea Braidt ist Präsidentin des Kunstuni-Netzwerks

Die Vizerektorin für Kunst und Forschung der Akademie der bildenden Künste Wien, Mag. Dr. Andrea B. Braidt MLitt (47), wurde am 24. November 2018 im Rahmen der 15. ELIA-Biennale-Konferenz in Rotterdam / Niederlande von der Generalversammlung zur Präsidentin gewählt. Sie ist in der über 25-jährigen Geschichte von ELIA (European League of Institutes of the Arts) die zweite Frau in diesem Amt. ELIA ist das umfassendste europäische Netzwerk von künstlerischen Universitäten und Hochschulen aller Kunstdisziplinen mit mehr als 250 Mitgliedern in 47 Ländern und repräsentiert rund 300.000 Studierende.

Auf europäischer wie internationaler Ebene vertitt ELIA die Interessen der künstlerischen Hochschul(aus)bildung und setzt sich dafür ein, die Bedingungen für Lehrende und Studierende in einer Zeit der Ökonomisierung von Bildung und Kunst, von globalen ökologischen Herausforderungen und sich schnell verändernden politischen Landschaften zu verbessern. Neben ihrer Funktion als stellvertretende Vorsitzende des Forums Forschung / Entwicklung und Erschließung der Künste der Österreichischen Universitätenkonferenz (uniko), ist Andrea B. Braidt als Vorstandsmitglied von ELIA (seit 2014) auch Vorsitzende der Working Group for Artistic Research und seit 2016 Mitglied der Executive Group von ELIA. Sie war maßgeblich an der Erarbeitung des Policy Papers „Florence Principles on the Doctorates in the Arts" beteiligt, in denen die Rahmenbedingungen für ein künstlerisches Doktorat definiert sind. Dieses Papier wurde von allen europäischen Hochschulnetzwerken im Kunstbereich unterstützt.

PERSONALIA II

Felix Schröpfer ist neuer Referent für Forschung

Mag. Felix Schröpfer (49) ist seit 15. November 2018 Referent für Forschung bei der Österreichischen Universitätenkonferenz (uniko) und übernimmt damit die Agenden von Mag. Petra Wejwar für die Dauer ihrer Karenzierung. In Wien geboren, hat Schröpfer nach der Matura das Studium der Betriebswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien absolviert, danach ein Erasmus Programm an der Lund University, School of Economics, Schweden sowie das Studium des Master of Arts in European Integration an der University of Limerick, Irland.

ZITAT DES MONATS

„Der große Renner ist es nicht.“

Heinz Faßmann, Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung, beim Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten am Abend des 13. November 2018 auf die Frage nach dem Stellenwert der Wissenschaft innerhalb der Bundesregierung.

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