Suche
Suche in:
Suche in:

Newsletter

Für den aktuellsten Newsletter klicken Sie auf „Newsletter" in der Navigationsleiste.

Der nächste Newsletter der Österreichischen Universitätenkonferenz (uniko) erscheint im Feber 2020.

Ihre Angaben sind freiwillig. Wir verwenden Ihre Daten ausschließlich zum Versenden unseres eigenen Newsletters.

Newsletter abonnieren

NEWSLETTER 8/19

20.12.2019

KOMMENTAR

Anno 2020 feiert die Universität Klagenfurt ihr 50-Jahr-Jubiläum. Am 21. Jänner 2020 findet der Eröffnungs-Festakt statt: Es ist der Gründungstag, angelegt im „Bundesgesetz vom 21. Jänner 1970 über die Gründung der Hochschule für Bildungswissenschaften in Klagenfurt“, und er wird künftig unser dies academicus sein.

Wir feiern mit dem Eröffnungsvortrag der Reihe Utopia! – in Kooperation mit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften – zur Frage des Utopie-Vermögens der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften. Es folgt die Eröffnung des Christian-Doppler-Labors ATHENA zur Optimierung Adaptiver Streaming-Technologien und die Verleihung eines Ehrendoktorats an die Cambridge-Philosophin Rae Langton, die zum Briefwechsel zwischen Immanuel Kant und der jungen Klagenfurterin Maria von Herbert gearbeitet hat. Der Festakt steht also ganz im Zeichen der Aufklärung, des Enlightenment und des „sapere aude“: In Zeiten, in denen die Wissenschaftsfreiheit von Ungarn bis in die USA und von den Identitären bis zur Idee der Safe Spaces wieder in Frage steht, das passende Signal.

INLAND

Die Rektorin der Technischen Universität Wien, Sabine Seidler (58), wurde am 9. Dezember im Rahmen der 77. ordentlichen Plenarversammlung der Österreichischen Universitätenkonferenz (uniko) an der Wirtschaftsuniversität Wien zur Präsidentin der uniko gewählt. Anlässlich der turnusmäßigen Neuwahl des Präsidiums bewarb sich Rektorin Seidler als einzige Kandidatin für die Nachfolge von Präsident Oliver Vitouch, Rektor der Universität Klagenfurt, der seit Juli 2019 die Geschäfte führt und für eine weitere Amtszeit als Präsident nicht zur Verfügung stand. Die zweijährige Funktionsperiode der Präsidentin bzw. des teils neu besetzten Präsidiums beginnt am 1. Jänner 2020.

Sicherung des Budgetpfades für die Universitätsfinanzierung, Stärkung der Grundlagenforschung, Nachdenken über die mittel- und längerfristige Zukunft der Universitäten samt Anforderungen an ihre Angehörigen sowie mehr Augenmerk auf Nachhaltigkeit an Universitäten: Diese Kernthemen präsentierte Sabine Seidler, Rektorin der Technischen Universität (TU) Wien, am 10. Dezember, dem Tag nach ihrer Wahl als künftige Präsidentin der Universitätenkonferenz (uniko) im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien (APA-Foto: Helmut Fohringer). Bei dieser Gelegenheit nahm Seidler den „Tag der Menschenrechte“ zum Anlass für eine Klarstellung angesichts jüngster Störaktionen auf akademischem Boden und erklärte: „Universitäten sind Orte der freien Meinungsäußerung – ich halte das für ein wertvolles Gut.“

uniko: FTI-Strategie braucht ausreichendes Budget

„Ausreichend finanzierte Universitäten schaffen Rahmenbedingungen für herausragende Leistungen, aus freier wissenschaftlicher oder künstlerischer Tätigkeit heraus.“ So lautet die erste einer Reihe von Empfehlungen zur Strategie für Forschung, Technologie und Innovation (FTI) in Österreich, mit denen die uniko in ihrem jüngsten Positionspapier zu jenen Themenbereichen Stellung nimmt, die vom Bundeskanzleramt in fünf FTI-Arbeitsgruppen eingerichtet wurden. Diese wurden ergänzt durch den Bereich „kompetitive Grundlagenforschung und Exzellenzförderung“, der aus Sicht der uniko zusätzlicher Gewichtung bedarf. Sie sollen der nächsten Bundesregierung konkrete Handlungsmöglichkeiten darlegen und eine Entscheidungsgrundlage für künftige Reformen bieten.

Ferner hält die uniko im Kontext mit Grundlagenforschung und Exzellenzinitiative fest, dass „der Ausbau bestehender Programme und die Steigerung der Bewilligungsquoten Priorität hat vor der Einführung neuer Programme und Strukturen“. Zudem wird die Schaffung einer einheitlichen Regelung zur Abgeltung von Overheadkosten (Gemeinkosten) von 25 Prozent gefordert. Eine Exzellenzinitiative nach Vorstellung der uniko – diese wurde unter dem Kürzel eXiN bereits 2018 präsentiert – sollte „Grundlagenforschung ohne thematische Vorgaben fördern. Leistungen der Forschung und der Künste dürfen nicht durch ex-ante-Definitionen eingeschränkt werden“. Dabei soll eXiN explizit „die Kooperation thematischer Verbünde mehrerer Institutionen oder großer Organisationseinheiten fördern und auch die Option internationaler Beteiligung vorsehen“.

Mehr Konsequenz. Wie die uniko in ihrem jetzigen Papier vorausschickt, wird „eine klare und gemeinsame Positionierung Österreichs im Bereich der Wissenschafts-, Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik als essenziell angesehen, um entsprechende Impulse für die Entwicklung des Wissenschafts- und Innovationsstandorts Österreich im internationalen Umfeld zu erreichen“. Die kommende Regierungsbildung in Österreich und die neue Zusammensetzung der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments stellten zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine Konstellation dar, die besondere Umsetzungsmöglichkeiten eröffnet. Um diese zu verwirklichen, bedürfe es allerdings im nächsten Jahrzehnt „deutlich energischerer Anstrengung“ und einer stärkeren Konsequenz bei der Verfolgung der Ziele. „Die Strategie selbst benötigt eine Evolution und Anpassung an sich ändernde Rahmenbedingungen und globale Entwicklungen, keine Revolution“, lautet einer der Kernsätze des uniko-Positionspapiers.

EUROPÄISCHER HOCHSCHULRAUM

Eine „spannende neue Phase“ in der Geschichte der European University Association (EUA) kündigt diese mit Jahresbeginn an. Nach dem Amtsantritt von Michael Murphy als neuem EUA-Präsidenten im Juli 2019 wird ab Jänner 2020 die EUA mit Amanda Crowfoot als Nachfolgerin der langjährigen EUA-Generalsekretärin Lesley Wilson mit ihren Mitgliedern einen kritischen Rückblick erarbeiten, dessen Ergebnisse in die Entwicklung einer strategischen Vision für die Jahre 2020 bis 2025 münden werden. Seitens der uniko begrüßt Generalsekretärin Elisabeth Fiorioli das Vorhaben: „Das ist jetzt die Chance, die EUA neu auszurichten und die dort vorhandenen Kompetenzen so zu nutzen, dass ihre Mitglieder von diesem Netzwerk noch stärker profitieren können.

PERSONALIA

Mit 1. Dezember dieses Jahres hat Stephanie Zwießler (38), M.A., die Position der wissenschaftlichen Mitarbeiterin für den Bereich Internationales im Generalsekretariat der uniko übernommen. Sie folgt damit MMag. Nadine Shovakar (38), die mit Jahresbeginn an die Universität Potsdam wechselt, wo sie die Europäische Hochschulallianz „European Digital UniverCity“ als Koordinatorin betreuen wird. Die gebürtige Deutsche Stephanie Zwießler hat ihr Studium der Interkulturellen Germanistik, Anglistik und Bildungswissenschaft an der Universität Bayreuth absolviert und in dieser Zeit auch vom DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) geförderte Semesteraufenthalte an der Shanghai International Studies University und dem Deutsch-Chinesischen Hochschulkolleg in Shanghai, China verbracht.

ZITAT DES MONATS

„Sie sollen es gut machen.“

Rektorin Sabine Seidler zum Ende ihrer Pressekonferenz am 10.12.2019, am Tag nach ihrer Wahl zur neuen Präsidentin der uniko, auf die Frage, welche Botschaft sie den Verhandlungsteams für eine allfällige türkisgrüne Bundesregierung mitgeben möchte.

Druckansicht »