DEUTSCH / ENGLISH
Suche
Suchformular
SuchoptionenSuche in:
Suchoptionen
Suche in:

Newsletter

Für den aktuellsten Newsletter klicken Sie auf „Newsletter" in der Navigationsleiste.

Der nächste Newsletter der Österreichischen Universitätenkonferenz (uniko) erscheint im Ende Juni/Anfang Juli 2021.

Ihre Angaben sind freiwillig. Wir verwenden Ihre Daten ausschließlich zum Versenden unseres eigenen Newsletters.

Newsletter abonnieren

Newsletter 3/21

27.05.2021

KOMMENTAR

Zum Abschied eine Premiere: 140 Mal war an dieser Stelle der Kommentar eines Rektors oder einer Rektorin, in der Mehrzahl jener des Präsidenten oder der Präsidentin zu lesen, bisweilen auch der Text von einem Gastautor aus dem Wissenschaftsministerium. Nach 200 Monaten als Pressereferent im Dienst der Universitätenkonferenz (bis Ende 2007 Rektorenkonferenz) sei es mir gestattet, einen persönlichen Blick zurück auf mehr als 16 Jahre zu werfen. Und um es gleich vorwegzunehmen: 200 Monate im Einsatz für die mediale Präsenz der uniko haben sich gelohnt.

INLAND

„Wir hätten viel Schaden verhindern können, wenn man von Anfang an das Maskentragen oder Abstandhalten konsequenter betrieben hätte.“ Die Vorsitzende der Bioethikkommission Christiane Druml äußert im Interview für den uniko-Jahresbericht 2020 herbe Kritik an der Bewältigung der ersten zwölf Monate nach Ausbruch des Coronavirus in Österreich durch die Politik. „Sehr gut, wie wir die Pandemie am Anfang in den Griff bekommen haben“, allerdings seien „manch sinnvolle Dinge leider versäumt worden“. So hätte man laut Druml mithilfe eines Obersten Sanitätsrates eine nachhaltige Wissenschaftsberatung finden können. 

„In Österreich sind die Universtäten die wesentlichen Träger der Grundlagenforschung. Deshalb ist eine Voraussetzung für den Erfolg von exzellent=austria deren ausreichende Finanzierung.“ Die Präsidentin der Universitätenkonferenz, Sabine Seidler, erinnerte Ende April bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit den Spitzen des Wissenschaftsfonds FWF, dem neuen Präsidenten Christof Gattringer (im Bild links) und Vizepräsident Gregor Weihs, sowie Bundesminister Heinz Faßmann an die Rahmenbedingungen für die offiziell präsentierte Exzellenzinitiative (Foto: Daniel Novotny/FWF). Seidler begrüßte bei dieser Gelegenheit die Aussage des Ministers, wonach die finanzielle Eigenleistung der Universitäten in Höhe von 40 Prozent bei den Clusters of Excellence nicht „fresh money“ sein müsse, sondern eine großzügige Inkind-Regelung (Sachleistung mit Anrechnung von Personal und Forschungsinfrastruktur) vorgesehen sei.

Quereinsteiger-Studium: uniko fordert Einbindung der Universitäten

Die Universitätenkonferenz (uniko) begrüßt mehrheitlich den Gesetzesentwurf des Bildungsministeriums (BMBWF) zur Reform der hochschulischen Weiterbildung, sieht jedoch dringenden Nachbesserungsbedarf vor allem bei der darin enthaltenen Quereinsteiger-Regelung für das Lehrpersonal. „Die in der vorliegenden Novelle enthaltenen Regelungen zum Quereinsteigerstudium Sekundarstufe Allgemeinbildung sehen die Mitwirkung der Universitäten nicht mehr vor. Dies widerspricht den Intentionen der ,PädagogInnenbildung Neu‘ fundamental, stellt die Qualität der Ausbildung grundlegend in Frage und wird daher vehement abgelehnt“, erklärte uniko-Präsidentin Sabine Seidler in der offiziellen Stellungnahme.

Die geplante Novelle sei besonders im Bereich der Sekundarstufe Allgemeinbildung nicht nachvollziehbar. Erfolgreich etablierte Qualitäts- und Kooperationsstandards zwischen Universitäten und Pädagogischen Hochschulen (PH) wären damit de facto aufgekündigt, so die uniko-Präsidentin. Der Vorschlag, dass künftig Masterstudien für Quereinsteiger für den Sekundarstufenbereich allein durch PH angeboten werden sollen, stehe im Widerspruch zu allen Qualitätsanforderungen an Masterstudien. Besonders gravierend würde sich das in der Fachdidaktik auswirken, die wesentlich durch die Universitäten geleistet wird. Seidler weist darauf hin, dass sich die uniko stets für eine Kooperation auf Augenhöhe ausgesprochen habe und fordert auch in Zukunft die institutionelle Beteiligung der Universitäten. Nur so könne das entsprechende Niveau bei der Fort- und Weiterbildung künftigen Lehrpersonals gewährleistet werden.

Weiterbildung. Was die Reform der hochschulischen Weiterbildung allgemein betrifft, so wertet die uniko die Intention des Gesetzgebers, geeignete Rahmenbedingungen für die dynamischen Entwicklungen in diesem Bereich zu schaffen, als grundsätzlich positiv. Die uniko anerkennt die Bemühungen, akademische Grade zu systematisieren, hält allerdings die neuen Bezeichnungen für problematisch. Begrüßt werden einheitliche rechtliche Regelungen für alle Hochschulsektoren sowie die Schaffung der Gleichwertigkeit der Weiterbildungsstudien im Verhältnis zu ordentlichen Studien durch die Angleichung der Anforderungen entsprechend den Vorgaben der Bologna-Architektur.

In einer gemeinsamen Aussendung äußerten sich am 26. Mai die Senatsvorsitzendenkonferenz (SVK) und die uniko grundsätzlich positiv zu einer qualitätsgesicherten Weiterentwicklung des österreichischen Hochschulsystems sowie zur Reform der hochschulischen Weiterbildung. Beide artikulierten allerdings ihre Vorbehalte: Problematisch erscheinen sowohl SVK als auch uniko die neuen akademischen Grade „Bachelor/Master of Continuing Education“ für den Abschluss von Weiterbildungsstudien, die im Unterschied zum etablierten „Bachelor/Master of Education“ nichts mit Pädagogik zu tun haben, sondern eben Weiterbildungsstudien beschreiben und weltweit unbekannt sind.

MEDIEN

„Ich halte den Rückgang der Wahlbeteiligung auf 15,7 Prozent für eine gesetzliche Interessenvertretung wie die ÖH für mehr als bedenklich, um nicht zu sagen für ein katastrophales universitätspolitisches Signal.“ Mit diesen Worten kommentierte die Präsidentin der uniko, Sabine Seidler, im Interview mit den SALZBURGER NACHRICHTEN (22.5.21) den Ausgang der ÖH-Wahl, die nach drei Tagen am 20. Mai zu Ende gegangen war. „Wenn nur noch jeder oder jede Sechste unter 345.000 Wahlberechtigten erkennt, welches Privileg es ist, freiwählen zu können, und dieses auch wahrnimmt, dann ist das ein Alarmsignal. Und es ist umso bedauerlicher, als auch die Universitätenkonferenz großen Wert darauflegt, gemeinsame Anliegen mit einer von der Basis legitimierten ÖH zu kommunizieren“, sagte Seidler.

PERSONALIA

Marion Gollner folgt Manfred Kadi als Pressereferentin nach

Die bisherige Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am Wiener Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM), MMag. Marion Gollner (37), übernimmt mit 1. Juni die Agenden als Pressereferentin in der uniko von Manfred Kadi (65), der in die Pension übertritt. Die in Judenburg gebürtige Steirerin Gollner absolvierte das Studium der Kultur- und Sozialanthropologie sowie der Politikwissenschaft (2009) an der Universität Wien, war von 2009 bis 2012 Presseverantwortliche und wissenschaftliche Mitarbeiterin am FWF-Forschungsprojekt „Shifting Memories – Manifest Monuments“ am Institut für Sozialanthropologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und wechselte 2013 ans IWM.

ZITAT DES MONATS

„Die Wahlbeteiligung spricht Bände. Ich halte es demokratiepolitisch für sehr fragwürdig, hier die Legitimationsfrage nicht zu stellen."

ÖH-Vorsitzende Sabine Hanger (Aktionsgemeinschaft) am Abend des 20. Mai 2021 nach Vorliegen des Wahlergebnisses zur Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH), bei der 15,7 Prozent der 345.000  Studierenden an Universitäten, Fachhochschulen (FH) und Pädagogischen Hochschulen (PH) ihre Stimme abgegeben haben.

Druckansicht »