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Aktuelles

Seidler nach Budgetrede: „Sie sehen uns erleichtert“

uniko-Präsidentin würdigt Bekenntnis der Bundesregierung zu Universitätsbereich

OTS 15.10.2020

Rund zwei Wochen vor dem Stichtag haben Österreichs Universitäten seit Mittwoch Klarheit: Da laut Universitätsgesetz das Budget für die Leistungsperiode 2022 bis 2024 mit Ende Oktober 2020 fixiert sein muss, können sie mit 12,3 Milliarden Euro rechnen (in der aktuellen Periode 2019 bis 2021 stehen knapp elf Milliarden Euro zur Verfügung). „Heute sehen Sie uns erleichtert, auch wenn unsere Maximalforderung nicht aufgegangen ist. Ich persönlich sehe in den 12,3 Milliarden Euro Unibudget für die kommenden drei Jahre ein Bekenntnis dieser Bundesregierung und insbesondere der zuständigen Minister für den Universitätsbereich“, erklärte die Präsidentin der Universitätenkonferenz (uniko), TU-Wien-Rektorin Sabine Seidler, heute, Donnerstag, am Tag nach der Budgetrede des Finanzministers bei einer Pressekonferenz des uniko-Präsidiums in Wien (APA-Foto: Heinz Stephan Tesarek).

uniko steht Neugründung der TU Oberösterreich aufgeschlossen gegenüber

Präsidentin Seidler begrüßt Mitwirkung in der Vorbereitungsgruppe des Ministeriums

OTS 13.10.2020

Das Projekt einer neuen technischen Universität in Oberösterreich, das heute in Linz von den politischen Verantwortungsträgern in Bund und Land offiziell präsentiert wurde, hat nach den Worten von uniko-Präsidentin Sabine Seidler „die Nebel etwas gelichtet“. Die uniko stehe der beabsichtigten Neugründung einer Universität in Österreich grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber, sofern die skizzierten Rahmenbedingungen auch tatsächlich verwirklicht werden, betont Seidler. Es sei daher auch zu begrüßen, dass die uniko mit drei Mitgliedern in der Vorbereitungsgruppe des Wissenschaftsministeriums mitwirken könne.

Seidler zu finanziellem Mehrbedarf: „Bisher keine Zweifel an Notwendigkeit“

uniko weist vor Budgetstichtag auf Chancen und Risken der Berufungspolitik hin

OTS 15.9.2020

Spätestens am 31. Oktober 2020 muss laut Universitätsgesetz das Budget für die Leistungsvereinbarungsperiode 2022 bis 2024 fixiert sein. Die Präsidentin der Universitätenkonferenz (uniko) Sabine Seidler nahm bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Rektor der Universität Wien, Heinz Engl, heute, Dienstag, den Countdown zum Budgetstichtag zum Anlass, um schon jetzt die politisch Verantwortlichen darauf hinzuweisen: Nur weil Corona die Agenda dominiere, dürfe das Kernthema für die Universitäten, die mittelfristige Finanzierung, nicht aus dem Blickfeld geraten. Die uniko habe wiederholt den Mehrbedarf für die nächste Budgetperiode, nämlich 2,1 Milliarden Euro, öffentlich deponiert. Aus dem bisher fehlenden Widerhall der zuständigen Ministerien ziehe sie den Schluss, „dass die Notwendigkeit nicht angezweifelt wird“, erklärte die Präsidentin. 

Die Corona-Krise habe eindrücklich die Relevanz von Wissenschaft und Forschung gezeigt, so die uniko-Präsidentin, und den eingeschlagenen Pfad der Universitätsfinanzierung NEU bestätigt: Ob ein Wachstumsbudget in Zeiten der Pandemie realistisch sei, müsse allerdings die Bundesregierung beantworten. Die Universitäten könnten nur auf ihren Bedarf aufmerksam machen. Seidler verwies in diesem Zusammenhang auf die Chancen und Risken, die sich bei einem nicht gesicherten Universitätsbudget für die Berufungspolitik der einzelnen Häuser ergeben. So habe eine Reihe von Rektoraten im Vertrauen auf die Fortsetzung der ersten Etappe der Universitätsfinanzierung NEU, sprich der laufenden Periode 2019 bis 2021, verbunden mit 360 zusätzlichen Professuren, diese ausgeschrieben und teilweise schon in den Lehr- und Forschungsbetrieb integriert. Es wäre ein „Schildbürgerstreich“, so Seidler, würde bis Ende 2020 Personal aufgebaut und – als Folge allfälliger Budgetreduktion – mit Jahresbeginn 2021 wieder abgebaut.

Seitens der Universität Wien stellte Rektor Heinz Engl fest, dass die qualitative und quantitative Investition geglückt sei: „Die Universitätsfinanzierung NEU brachte die größte Expansion der Universität Wien seit ihrem Aufschwung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.“ Mit mehr als 70 neuen Professuren, größtenteils internationalen Berufungen „nicht nach dem Gießkannenprinzip“, sondern in strategische Zukunftsfelder, wie Data Science, Molekular- und Mikrobiologie oder Klimaforschung, aber auch deren Verbindung in Geistes- und Sozialwissenschaften, schaffe die Universität vielfältige Impulse und wirke so in die Gesellschaft. Es gelte, die Expansion zu stabilisieren, denn: „Wenn wir jetzt wieder einen Schritt zurückgehen, ist auf Jahre hinaus unsere Reputation geschädigt“, fügte Engl hinzu.

Andreas Stohl, seit Februar 2020 Professor für Allgemeine Meteorologie an der Universität Wien, ist einer jener zahlreichen Professoren, die durch die Universitätsfinanzierung NEU an die Universität Wien gekommen ist. Ausschlaggebend für seine Wahl war – nach 23 Jahren im Ausland mit Stationen in den USA, in Deutschland, und zuletzt in Norwegen – ein international konkurrenzfähiges Angebot. Stohl machte bei der Pressekonferenz darauf aufmerksam, dass er jetzt die Chance habe, Wien zu einem Zentrum der Atmosphärenforschung auszubauen, ein höchst relevanter Aspekt angesichts der Klimakrise. „Das gelingt allerdings nur dann, wenn in Ergänzung zum Unibudget die Projektförderung für Grundlagenforschung – und damit das Budget des Wissenschaftsfonds – so dotiert ist, dass sie der veränderten Forschungslandschaft mit den zahlreichen neuen Professorinnen und Professoren gerecht wird.“

Dringender Appell von sechs europäischen Rektorenkonferenzen an Ungarns Regierung

Solidarität mit der Budapester Universität für Theater- und Filmkunst (SZFE) / Rektorenkonferenzen sehen mit großer Sorge die Bedrohung der universitären Autonomie

OTS 14.9.2020

Die sechs Rektorenkonferenzen von Deutschland (HRK), Österreich (uniko und FHK), Polen (CRASP), Slowenien (RKRS) und Tschechien (CRC) drücken ihre Besorgnis über das Vorgehen der ungarischen Regierung aus, mit dem sämtliche Leitungsbefugnisse der Budapester Universität für Theater- und Filmkunst (SZFE) auf ein neues, direkt von der Regierung besetztes Kuratorium übertragen wurden. Die Maßnahmen sind - nach dem erzwungenen Umzug der Central European University (CEU) und dem Entzug der Autonomie der Ungarischen Akademie der Wissenschaften im Vorjahr - ein weiterer Schritt, um durch den Abbau der politischen Unabhängigkeit von Kunst, Kultur und Wissenschaft kritische Positionen zum Schweigen zu bringen.

Termine

Filtermöglichkeit
15.10.20, 12:45 bis 14:45 Uhr

Sitzung Dachverband und Forum Personal / Sitzung beginnt später um 12:45 Uhr

Für die Planung der Sitzung bitten wir um Ihre Anmeldung.

Kontakt: doris.schoeberl@uniko.ac.at