MORE - Flüchtlingsinitiative der Universitäten

MORE – eine Initiative der uniko

Menschen mit Fluchthintergrund brauchen in erster Linie sichere Unterbringung, Essen und medizinische Versorgung, aber sie brauchen noch mehr, nämlich die Möglichkeit Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Junge Menschen, die durch Krieg und Flucht den Zugang zu Bildung verlieren, drohen zu einer verlorenen Generation heranzuwachsen. Die Potentiale dieser Menschen, ihr Wissen und ihre Begabungen sind auch ein Mehrwert für die Universitäten und für die Gesellschaft, die diese Menschen aufnimmt.

MORE-Kurse sind eine Einladung, um Flüchtlingen Perspektiven für ein Studium zu eröffnen. Sie richtet sich an geflüchtete Menschen, die Orientierung für ein mögliches Studium und Verbesserung der Sprachkenntnisse brauchen. Sie können später eventuell ein ordentliches Studium aufnehmen oder fortsetzen.

MORE-Perspectives ist ein Angebot, das sich an geflüchtete Personen mit einer akademischen Ausbildung richtet. Die Plattform verbindet geflüchtete WissenschaftlerInnen und KünstlerInnen mit den Angehörigen der österreichischen Universitäten.

MORE-Activities stellen ein niederschwelliges Angebot dar, das über das Lehrveranstaltungs-angebot hinausgeht und die interkulturelle Kommunikation und Integration befördert.

 

MORE Evaluierung

Die uniko hat 2015 mit der MORE-Initiative eine Zugangsmöglichkeit zu den 21 öffentlichen Universitäten für Menschen mit Fluchthintergrund geschaffen. Nach fünf Semestern wird die Initiative auf die angestrebten Zielsetzungen (Orientierung und soziale Integration auf der Universität, Übertritt ins ordentliche Studium) evaluiert. Die Evaluierung besteht aus zwei Teilen:

  • Nadine Shovakar hat die Studierenden nach soziodemographischen Merkmalen untersucht, den Studienverlauf verfolgt sowie die MORE-KoordinatorInnen an den Universitäten befragt. Sie finden den Bericht weiter unten. 
  • Parallel dazu wird in einem Forschungspraktikum der Universität Linz eine Befragung der MORE-Studierenden durchgeführt. Der Bericht ist hier nachzulesen: 
  • Bericht zum Forschungspraktikum der JKU (Langversion)
  • MORE-Evaluierung Shovakar (Langversion)
  • Bericht über beide Evaluierungen

Angebote der Universitäten

MORE startete im Wintersemester 2015/16 als Pilotphase, mittlerweile beteiligen sich ALLE 21 Universitäten an den Standorten Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Leoben, Linz und Salzburg und Wien daran. Die Universitäten stellen eine bestimmte Zahl an Plätzen in ausgewählten Lehrveranstaltungen und Kursen zur Verfügung. 

In den vergangenen Semestern (Wintersemester 2015/16 bis inklusive Sommersemester 2017) wurden an die 4.000 Kursangebote von zirka 2.500 Studierenden genutzt, im Sommersemester 2018 waren es 500 Personen

Um zu den Projektseiten der teilnehmenden Universitäten mit detaillierten Informationen zu gelangen, klicken Sie auf:

Unterstützen

Wie Sie MORE-Studierende unterstützen können, erfahren Sie hier.

Neben der Fahrtkosten für einzelne MORE-Studierende können Sie auch ganze MORE-Kurse finanzieren. Neu ist die Möglichkeit, eine Semesterpatenschaft für MORE-Studierende zu übernehmen, um ihnen den Übertritt in ein ordentliches Studium zu ermöglichen.

Bislang wurden Studierende 378mal mit Semesterpaketen à €50 (€18.900) unterstützt, um an Lehrveranstaltungen teilnehmen zu können. Durch vier Kurspakete wurden zwei weiterführende Deutschkurse am Standort Linz eingerichtet, ein online Programmierkurs an der TU Graz und ein Kurs an der Universität Klagenfurt zum Thema Kunst als Zugang zu und Ausdrucksform von Identität. Danke allen Spenderinnen und Spendern!

Aktuelles

ACA-Webinar incl. MORE

Einen Beitrag zu MORE gab es im Rahmen des ACA-Webinars "Integration of highly-skilled refugees – the role of European higher education community" (online nachzusehen hier

MORE im Magazin des Ball der Wissenschaften

Einen Bericht zu MORE findet sich im Magazin der Ball der Wissenschaften, nachzulesen hier 

Links

oead4refugees bietet einen Überblick für Flüchtlinge, die sich in Österreich aufhalten und Interesse an einem Studium haben: https://oead.at/de/nach-oesterreich/oead4refugees/

Science in Asylum unterstützt WissenschafterInnen, die aus Kriegs- und Krisengebieten geflüchtet sind und in Europa um Asyl ansuchen. Mehr Informationen zum Projekt des ZSI unter: http://www.scienceinasylum.org

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