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Eine Initiative
der uniko


Ein Angebot der österreichischen
Universitäten für Geflüchtete.

Aktuelles

Ars Docendi 2020 an zwei JKU-Lehrende für Empirische Forschungspraktika zu Hochschulbildungsangeboten für Geflüchtete (Forschungsauftrag der uniko)

uniko-Appell zur Aufnahme von Geflüchteten aus Moria: Regierung wird aufgefordert, den Grundsätzen der Menschenrechte zu folgen

uniko unterstützt die Petition zu Abschiebestopp für studierende Asylwerber www.abschiebestopp.com

Ars Docendi 2020

Empirische Forschungspraktika der JKU Linz zu Hochschulbildungsangebote für Geflüchtete wurden mit dem Staatspreis für exzellente Lehre 2020 ausgezeichnet. Die Auszeichnung erfolgt für ein Lehrforschungsprojekt mit Studierenden aus dem Bachelorstudium Soziologie, das die Hochschulintegration von Geflüchteten thematisierte. Einerseits ein gesellschaftspolitisch relevantes und kontrovers diskutiertes Thema, andererseits ein Forschungsfeld, in dem noch substantielle erkenntnistheoretische Defizite vorhanden sind. So bearbeitete die erste Studierendenkohorte einen konkreten Forschungsauftrag der österreichischen Universitätenkonferenz (uniko), um grundlegende Einblicke in das Forschungsfeld zu generieren. Die Kolleg*innen der zweiten Kohorte nutzten diese Erkenntnisse für vertiefende Analysen. Damit konnten Teilnehmende nicht nur unmittelbar die Wirkung ihrer Arbeit erfahren, sondern auch die Auswirkungen ihrer Forschung nachvollziehen. Sie haben damit bereits während ihres Bachelorstudiums, einen Beitrag zum wissenschaftlichen Diskurs und dessen prozesshaften Charakter geleistet.

Mehr Informationen zur ausgezeichneten Arbeit hier.

OTS 18.10.2020

Die jüngsten Berichte der Medien im Zusammenhang mit dem Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos nimmt die Österreichische Universitätenkonferenz (uniko) zum Anlass für folgenden Appell: „Im aktuellen Regierungsprogramm wird an vielen Stellen ausdrücklich die Stärkung der Menschenrechte betont. Wir fordern daher die österreichische Bundesregierung mit Nachdruck auf, diesen Grundsätzen zu folgen und Menschen in Lebensgefahr nicht für politische Prozesse zu instrumentalisieren. Die Universitäten treten dafür ein, dass Österreich ein nach innen und außen sichtbares und wirksames Zeichen setzt und – wie mittlerweile die meisten europäischen Länder – Geflüchtete aus Moria aufnimmt, um ihnen menschenwürdige Lebensbedingungen und eine Zukunftsperspektive zu geben.“

Die österreichischen Universitäten erklären im jüngsten Positionspapier ausdrücklich ihre Verpflichtung gegenüber humanitären Grundprinzipien. „Im Sinne ihres gesetzlichen Auftrags gemäß § 1 UG 2002 haben sie zur Bewältigung der Herausforderungen in einer sich wandelnden humanen Gesellschaft beizutragen und in ihren universitätspolitischen Zielsetzungen spielen Internationalität und Nachhaltigkeit eine wesentliche Rolle.“  Diesen Werten folgend hat die uniko schon im Jahr 2015 die MORE-Initiative (www.more-uni.at) für Geflüchtete ins Leben gerufen und damit klar Stellung bezogen und gehandelt. Die Erfahrungen aus diesem Projekt während der vergangenen fünf Jahre haben gezeigt, dass die bei uns angekommenen Menschen erfolgreich zu Mitgliedern unserer Gesellschaft wurden und neue Lebensperspektiven gefunden haben.

Moria habe Europa und damit auch Österreich vor Augen geführt, dass sich das Thema Geflüchtete auf dramatische Weise aktualisiert hat. „Wir sehen in den griechischen Lagern unhaltbare, menschenunwürdige Zustände und die dort lebenden Menschen akuten gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt. Diese Situation widerspricht allen humanitären und ethischen Prinzipien und erfordert unserer Ansicht nach dringend unser solidarisches Handeln“, betont die uniko in ihrem Positionspapier (https://uniko.ac.at/positionen/).

 

OTS 25.2.2020

Das Präsidium der Österreichischen Universitätenkonferenz (uniko) hat in seiner gestrigen Sitzung beschlossen, die aktuelle Online-Petition betreffend Abschiebestopp für Asylwerber, die eine Schule besuchen oder studieren, zu unterstützen (www.abschiebestopp.com). „Viele der geflüchteten jungen Erwachsenen, die seit längerem in Österreich leben, nutzen während des laufenden Asylverfahrens das von der uniko ins Leben gerufene MORE-Programm und studieren an einer Universität“, betont uniko-Präsidentin Sabine Seidler. „Es wäre widersinnig, diesen Menschen die sich durch Bildung oder Weiterbildung im tertiären Sektor ergebenden neuen Chancen mittels Abschiebung wegzunehmen."

Präsidentin Seidler appelliert an die Bundesregierung, die bisherige Haltung in dieser Frage zu überdenken und hofft, dass den Geflüchteten auch im Hinblick auf die Vorteile für den Wirtschaftsstandort Österreich das Recht auf Bildung nicht verwehrt wird. Die uniko hat vor mehr als vier Jahren mit Hilfe des MORE-Programms die Kriterien für die Teilnahme von Geflüchteten an akademischer Ausbildung definiert. Seit 2015/16 haben mehr als 3.000 erstzugelassene MORE-Studierende ca. 4.000 Kursangebote an den öffentlichen Universitäten genutzt.