uniko-PEDIA

« zur Übersicht


Tipp:
Europäische+Kommission sucht nach Europäische UND  Kommission
Europäische Kommission sucht nach Europäische ODER  Kommission
"Europäische Kommission" sucht nach der exakten Phrase

Barrierefrei

Barrierefrei

Rechtlicher Rahmen

Das 1992 von der Bundesregierung beschlossene Behindertenkonzept, das gemeinsam mit der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation erarbeitet worden ist, geht vom Grundsatz des Mainstreaming aus. Behindertenpolitik ist demnach als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu sehen und in allen Bereichen zu berücksichtigen.

Die Bundesregierung hat am 5. Oktober 2010 – in Zusammenhang mit der Beschlussfassung des ersten österreichischen Staatenberichts an die Vereinten Nationen betreffend die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Österreich festgehalten, dass die Erstellung eines Nationalen Aktionsplans für Menschen mit Behinderungen in Österreich beabsichtigt ist und dass dieser Aktionsplan die Leitlinien der österreichischen Behindertenpolitik bis 2020 beinhalten soll.

UN-Behindertenrechtskonvention. Erster Staatenbericht Österreichs.

Beschlossen von der Österreichischen Bundesregierung am 5. Oktober 2010. Veröffentlicht vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz. Artikel 24: Bildung

 

Behinderte Studierende und Universitätsgesetz 2002

Barrierefrei

Das Universitätsgesetz 2002 sieht vor, dass es die Aufgabe der Universitäten ist, den Bedürfnissen Studierender mit Behinderungen Rechnung zu tragen. So haben zum Beispiel Studierende das Recht auf eine abweichende Prüfungsmethode, wenn sie eine länger andauernde Behinderung nachweisen, die ihnen die Ablegung der Prüfung in der vorgeschriebenen Methode unmöglich macht, und der Inhalt und die Anforderungen der Prüfung durch eine abweichende Methode nicht beeinträchtigt werden.

Die Inklusion behinderter Studierender soll im Rahmen der Leistungsvereinbarungen mit den Universitäten und den Begleitgesprächen zu ihren Umsetzungen verstärkt als bildungspolitisches Ziel thematisiert werden. Wesentlich ist in diesem Zusammenhang auch die Schaffung des Bewusstseins für die Inklusion behinderter Studierender. Aufgrund des steigenden Bedarfs wird ein Ausbau der Gebärdensprachdolmetsch- und Gebärdensprachlehrer-Ausbildung angestrebt.

Behindertenstrategie der EU

Barrierefrei - EU

European Accessibility Act

Barrierefreiheit ist eine essentielle Voraussetzung für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen und ihre gesellschaftliche Teilnahme. Dementsprechend finden sich Barrierefreiheit und die entsprechende Verpflichtung zu angemessenen Vorkehrungen auch in der UN-Behindertenrechtskonvention als wesentliche Voraussetzungen für Inklusion von Menschen mit Behinderungen (vor allem Artikel 9).

Wenig im öffentlichen Bewusstsein verankert ist der Umstand, dass Barrierefreiheit kein Minderheitenthema ist, sondern auch Vorteile für Menschen ohne Behinderungen beinhaltet. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund demografischer Entwicklungen von großer Bedeutung. Ausgehend vom Konzept des "Design for All" oder "Universellen Designs" sollen die physische Umwelt sowie Produkte und Dienstleistungen so gestaltet werden, dass sie von einer größtmöglichen Gruppe von Menschen mit unterschiedlichsten Voraussetzungen, Fähigkeiten, Präferenzen oder Bedürfnissen möglichst einfach, problemlos und effizient nutzbar sind.

Diskriminierungserfahrungen von Studierenden

Barrierefrei - Gender-Mainstreaming - Studien

Projektbericht des Instituts für Höhere Studien März 2015

Studie im Auftrag der Bundesvertretung der Österreichischen HochschülerInnenschaft

Die Studie "Diskriminierungserfahrungen von Studierenden" will Gruppen von Studierenden, die von Erfahrungen mit Diskriminierung an der Hochschule betroffen sind, erkennbar machen und einen ersten Einblick in die Thematik zu liefern. Der Bericht konzentriert sich auf Diskriminierungserfahrungen aufgrund von genderspezifischen und herkunftsspezifischen Merkmalen.

23% der Studenten und Studentinnen in Österreich hat sich bereits diskriminiert gefühlt. Insgesamt 72% der Betroffenen gaben an, die Vorfälle nicht gemeldet zu haben.

Studentinnen fühlen sich mit einer Rate von 27% häufiger diskriminiert als Männer mit 18%. Angehörige der Gruppe LGBT fühlen sich mit 31% häufiger diskriminiert als der Durchschnitt. Bei ausländischen Studierenden machen Drittstaatsangehörige mit 42% häufiger Erfahrungen mit Diskriminierung als zum Beispiel deutsche StaatsbürgerInnen mit 32%.

Knapp ein Prozent führte körperliche Gewalt an. 10% der Frauen und 3% der Männer fühlten sich ausschließlich wegen ihres Geschlechts diskriminiert.

Erasmus+ Jahresbericht 2015

Barrierefrei - EU - Mobilität

Der Jahresbericht 2015 Erasmus+ bietet einen Überblick über die im zweiten Jahr der Programmdurchführung erzielten Fortschritte und skizziert, wie die Prioritäten des Programms im Jahr 2015 durch gesellschaftliche Entwicklungen geprägt wurden.

Im zweiten Jahr der Programmlaufzeit erhielten insgesamt 678 000 Lernende und MitarbeiterInnen im Rahmen von 19 600 Projekten in allen Bereichen der allgemeinen und beruflichen Bildung sowie im Jugendsektor insgesamt 2,1 Milliarden Euro an Fördermitteln.

Die Daten belegen, dass Erasmus+ bei der Studierendenmobilität einen neuen Rekord aufgestellt hat. Es wurden über 290 000 Studienaufenthalte und Praktika im Ausland gefördert.

Die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden von Frankreich (39 985), Deutschland (39 719) und Spanien (36 842) entsendet. Bei den Aufnahmeländern stehen Spanien (42 537), Deutschland (31 871) und das Vereinigte Königreich (30 183) an der Spitze. Das monatliche Stipendium für Studierende betrug im Durchschnitt 281 Euro.

ET2020 New priorities for European cooperation in education and training

Barrierefrei - ET 2020 - EU - Internationale Studien - Studien

Draft 2015 Joint Report of the Council and the Commission on the implementation of the Strategic framework for European cooperation in education and training

Am 1.September 2015 veröffentlichte die Kommission einen Bericht, der eine stärkere Zusammenarbeit bei der allgemeinen und beruflichen Bildung bis zum Jahr 2020 und insbesondere die Förderung der sozialen Inklusion in Schulen fordert. Die Kommission ruft nicht nur dazu auf, die Bildungssysteme sozial inklusiver zu gestalten, sondern auch gegen Radikalisierung vorzugehen.

Zu den Prioritäten im Bericht zählen die Verbesserung der Qualifikationen und Beschäftigungsaussichten der Menschen und die Schaffung offener, innovativer und digitaler Lernumgebungen. Die Grundwerte von Gleichheit, Nichtdiskriminierung und bürgerschaftlichem Engagement sollen in der Ausbildung kultiviert werden.

EU-Strategie für die Gleichstellung

Barrierefrei - EU - EUROPA 2020 - Gender-Mainstreaming

EU gender equality strategy

Am 9. Juni 2015 erfolgte eine Entschließung des Europäischen Parlaments zu der Strategie der EU für die Gleichstellung von Frauen und Männern für den Zeitraum nach 2015.

Die Kommission wird dazu aufgerufen, die Verwendung von Gender Mainstreaming, geschlechtsbezogener Budgetierung (Gender Budgeting) und geschlechtsspezifischer Folgenabschätzungen (Gender Impact Assessments) in allen Bereichen und im Falle eines jeden Legislativvorschlags auf allen Regierungsebenen zu fördern.

Die neue EU-Strategie zur Gleichstellung fordert spezifische Maßnahmen, um auch die Rechte von Frauen mit Behinderungen, Migrantinnen und Frauen, die zu ethnischen Minderheiten zählen, Roma-Frauen, älteren Frauen, alleinerziehenden Müttern und LGBTI zu stärken.  

Frauen mit Behinderung

Barrierefrei - Gender-Mainstreaming

Handlungsempfehlungen der UNO- Staatenprüfung 2013

Die UNO hat die Einhaltung der Behindertenrechtskonvention in Österreich überprüft und die Handlungsempfehlungen im September 2013 präsentiert. Dabei wurden Bereiche der Umsetzung kritisiert. Auch die Universitäten müssen nach Empfehlungen des Monitoring- Ausschusses Studierende mit Behinderungen besser unterstützen und versuchen, Lehrende und Forschende mit Behinderungen in die Arbeitswelt der Universität zu bringen. Awareness-Kampagnen müssten Vorurteile abbauen und allgemein sollte sich Österreich weg von der noch immer vorherrschenden Vorstellung, Menschen mit Behinderungen müssten beschützt werden, hin zu einem positiven und gleichberechtigten Bild bewegen.

Hochschulombudsnetzwerk

Barrierefrei - Geistiges Eigentum - Studien

Ombudsstellen und ähnliche Einrichtungen im österreichischen Hochschul- und Forschungsraum
November 2016

Hauptziel der Publikation Ombudsstellen und ähnliche Einrichtungen im österreichischen Hochschul- und Forschungsraum von November 2016 ist es, einen möglichst umfassenden Überblick über die Präsenz und Aktivitäten der bestehenden Ombudsstellen zu geben.

Die Ombudsstelle für Studierende ist ein wichtiges Element im österreichischen Hochschul- und Forschungsraum. Aus ihren Erfahrungen mit hochschulischen Anliegen, sowohl von Studierenden als auch von Lehrenden, gibt sie jährlich Bericht an den Wissenschaftsminister und an das Parlament mit entsprechenden Empfehlungen zu systemischen Verbesserungen.

Studieren mit Behinderung

Barrierefrei

Der Behindertenanwalt des Bundes, Erwin Buchinger, bezifferte die Anzahl der in Österreich studierenden Personen mit Behinderungen anlässlich der 8. Internationalen Konferenz zu Hochschulbildung und Behinderung am 22. Juli 2013 in Innsbruck mit rund 36.500 Personen.

Die Sensibilisierung im Bereich der österreichischen Universitäten ist Teil der Arbeit der Behindertenbeauftragten. Diese gibt es an allen 21 Universitäten. Die Studierendenanwaltschaft im Wissenschaftsministerium arbeitet mit den Behindertenbeauftragten zusammen und steht als Anlaufstelle jedem/r einzelnen Studierenden unbürokratisch zur Verfügung. Spezielle Unterstützungen für behinderte Studierende sind: Tutoren, Assistenzen, Digitalisierung von Materialien, Einrichtung und Betreuung von Blinden- und Sehbehindertenarbeits- oder Leseplätzen.

Web-Accessibility-Richtlinie

Barrierefrei

Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über den barrierefreien Zugang zu den Websites und mobilen Anwendungen öffentlicher Stellen

Die Webaccessibility Richtlinie tritt mit 22. Dezember 2016 in Kraft. Mit dieser Richtlinie setzt die EU erstmals einheitliche Standards zur Barrierefreiheit in allen EU-Mitgliedstaaten um. Sie umfasst Websites und mobile Anwendungen öffentlicher Stellen. Damit werden Websites, insbesondere für Menschen mit Behinderung, besser zugänglich. Die Websites werden besser wahrnehmbar, indem sie lesbar, hörbar und taktil erfassbar werden, besser bedienbar, indem alle Eingabegeräte wie Tatstatur, Maus und Touchscreen unterstützt werden und auch verständlicher und robuster, damit Technologien wie Screenreader problemlos damit umgehen können.

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20161221_OTS0077/duzdar-europaweit-einheitliche-regeln-fuer-digitale-barrierefreiheit

Zur Rechtslage in Österreich siehe

https://www.ag.bka.gv.at/at.gv.bka.wiki-bka/index.php/Barrierefrei:Rechtliche_Rahmenbedingungen

 

Suche in:
Termine
Oktober 2017

alle Events anzeigen

Mo Di Mi Do Fr Sa So
25 26 27 28 29 30 01
02 03 04 05 06 07 08
09 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 31 01 02 03 04 05

Kontakt | Impressum

login »JPETo™ CMS © Martin Thaller, Vienna, Austria