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Dual Career

Dual Career

„Dual Career Couples“ DCC werden diejenigen Wissenschaftler-Ehepaare oder Partner genannt, bei denen ein Partner nicht zu Lasten des anderen Partners Karriere macht, sondern beide ihre beruflichen Interessen mit ihrem Arbeitgeber zu koordinieren versuchen.

Immer häufiger leben hoch qualifizierte Forscherinnen mit ebenso gut ausgebildeten Forschern zusammen und umgekehrt. Beide verfolgen eine eigene wissenschaftliche Karriere. In Deutschland gilt dies für über ein Drittel der Professorinnen. Ähnliche Zahlen finden sich nach den Ergebnissen des Forschungsprojektes „Women in European Universities“ in England, Spanien und Polen. Untersuchungen ergeben, dass die beruflichen Möglichkeiten des Partners erhebliches Gewicht bei den persönlichen Planungen haben. Rufabsagen sind in diesem Zusammenhang für Universitäten keine Seltenheit.

Schweiz

Einen ersten Lösungsansatz für eine zukunftsweisende DCC-Strategie in Europa hat die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich mit ihrem Dual Career Advice Service ETHZ entwickelt. Er unterstützt Partnerinnen und Partner von ausländischen Professoren und Professorinnen bei der Integration in den Arbeitsmarkt der Schweiz und ist als Starthilfe konzipiert.

Europäische Union

Die Internet-Plattform partnerjob.com wurde von verschiedenen Firmen im Jahr 2000 gegründet. „Partnerjob“ wurde von der Europäischen Kommission registriert und in ihrem Bericht 2003 bezeichnete die Expertengruppe Women in Industrial Research WIR, die sich mit Rekrutierungsproblemen von Fachkräften in Forschung und Entwicklung befasst, die Internet-Plattform als Best-Practice-Beispiel für eine familienfreundliche Unternehmenspolitik.

Die European University Association EUA erklärte vor der Berlin-Konferenz im Herbst 2003 zur Bildung eines europäischen Hochschulraumes in Graz:

"Die Karriereverläufe für junge Forscher und Hochschullehrer sollten verbessert werden. Dazu zählen Maßnahmen, junge promovierte Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen zum Verbleib in beziehungsweise zur Rückkehr nach Europa zu bewegen. Gefordert werden auch spezielle Möglichkeiten für Doppelkarriere-Paare."

Österreich

An den fünf steirischen Universitäten setzt man seit Frühjahr 2010 auf Dual Career Service Steiermark. Die Einrichtung zielt dabei nicht nur auf angehende ProfessorInnen, sondern auch auf Führungskräfte im Verwaltungsbereich. In deutlich mehr als der Hälfte der Fälle waren die zu vermittelnden Partner selbst nicht Forscher. In der Steiermark wird das Dual Career Service als Instrument zur Frauenförderung verstanden. Ein wichtiger Teil des Angebots ist auch die Vermittlung von Kinderbetreuungsplätzen.

Das Dual Career Service Wien-Niederösterreich-Oberösterreich besteht seit Anfang 2014. Auf Initiative der Task Force "Gender & Diversity" der Universitätenkonferenz uniko haben sich acht Wiener Universitäten, Universität sowie Kunstuniversität Linz und Donau-Universität sowie Landsteiner- Privatuniversität in Krems zusammengeschlossen. Zielgruppe sind PartnerInnen von ForscherInnen ab Senior-Postdoc-Niveau, die einen Wechsel an eine österreichische Hochschule oder Forschungseinrichtung verhandeln. Die Beratungsstellen helfen bei der Suche nach einer adäquaten Stelle an der jeweiligen Institution oder anderen Universitäten beziehungsweise in der Privatwirtschaft. Unterstützung für Bewerbungen wird angeboten, Jobgarantie wird dabei keine abgegeben. Der Service beinhaltet Beratung bei Wohnen, Kinderbetreuung und Schule. Der Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds WWTF unterstützt das Dual Career Service.  

Letzte Bearbeitung: 26.02.2014, 19:59 / a.scholz

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