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2% Ziel der Bundesregierung

Finanzierung - Governance

2% des BIP für den tertiären Sektor bis 2020

National wie international wird als Indikator für die Aufmerksamkeit, die einem Bereich gesamtstaatlich zugewendet wird, der Anteil am BIP als Vergleichsgröße und Wirkungsgröße angesehen. Die österreichische Bundesregierung hat sich nach internationalem Vorbild bis zum Jahr 2020 das Ziel der 2%-Aufwendungen des BIP für den tertiären Bereich gesetzt.

Im Arbeitsprogramm der österreichischen Bundesregierung für 2013–2018 steht unter dem Kapitel Wissenschaft auf Seite 44:

„Die Positionierung in internationalen Vergleichen wird durch eine Stärkung des tertiären Sektors und der Forschung, das heißt durch verbesserte budgetäre Rahmenbedingungen, erhöht. Konkrete budgetäre Maßnahmen, um das Ziel, 2 % des BIP für tertiäre Bildungseinrichtungen bis 2020 zu halten, werden gesetzt (Karrieremaßnahmen, Medizinische Fakultät Linz; Anreize für mehr private Investitionen werden geschaffen).“ 

Autonomie der europäischen Universitäten

EU - Finanzierung - Governance - Statistik - Studienbeiträge

Autonomy-Scorecard Projekt EUA

Auf einer Website hat die EUA die Ergebnisse des Autonomy-Scorecard Projekts online zur Verfügung gestellt.

Dieses Online-Tool ermöglicht einen Vergleich des Grades an universitärer Autonomie in 29 europäischen Staaten im Hinblick auf vier Dimensionen und 38 Indikatoren. Die Dimensionen sind dabei nach Organisation, Finanzen, Personalangelegenheiten und Lehre aufgeschlüsselt. Der direkte Ländervergleich ist in allen Untergruppen der einzelnen Dimensionen auf einen Blick zu finden.

Bundesfinanzrahmengesetz 2015–2018

Finanzierung - Forschung - Governance

Strategiebericht zum Bundesfinanzrahmengesetz 2015–2018

Erklärtes Ziel der Bundesregierung ist es, die erfolgreiche wachstums‐ und beschäftigungsfreundliche Budgetkonsolidierung konsequent fortzusetzen, ab 2016 strukturell einen nahezu ausgeglichenen Haushalt zu erzielen und die Schuldenquote in Richtung 60 % des BIP zu reduzieren. Das Forcieren von Investitionen in den Bereichen Bildung, Universitäten, Forschung und Entwicklung und Infrastruktur für Wachstum und Beschäftigung ist dabei ein Schwerpunkt.

Als eine wichtige laufende und geplante Maßnahme nennt der Strategiebericht auf Seite 71 die weiteren gesetzlichen Schritte zur Universitätsfinanzierung neu mit der vollständigen Umsetzung frühestens 2019.

Der Strategiebericht zum Bundesfinanzrahmengesetz 2015–2018 von April 2014 sagt:

„Im Bereich Wissenschaft und Forschung (UG 31) steht der Großteil des Budgets für die Universitäten zur Verfügung, die in der Leistungsvereinbarungsperiode 2013 ‐ 2015 zusätzliche Mittel in Höhe von durchschnittlich 250 Mio. € jährlich erhalten. Davon werden 150 Mio. € p. a. im Wege der Hochschulraum‐Strukturmittel leistungsorientiert vergeben. Außerdem werden die im Oktober 2010 beschlossenen Offensivmittel in Höhe von 80 Mio. € jährlich für den Wissenschaftsbereich fortgeführt. Dadurch kann auch der Fachhochschulsektor weiter ausgebaut werden, sodass es dem Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft möglich ist, zusätzliche Studienplätze an Fachhochschulen zu fördern. In den Jahren 2016 ‐ 2018 werden für den Bereich Forschung zudem jährlich weitere 100 Mio. € für Offensivmaßnahmen in der Grundlagenforschung zur Verfügung gestellt. Neben der gesicherten Finanzierung des weiteren Ausbaus von IST Austria können somit zusätzliche Schwerpunkte, etwa beim Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), gesetzt werden.“

Bundesverwaltungsgericht

Bundesverwaltungsgericht - Governance

Erste Erfahrungen mit dem Bundesverwaltungsgericht als neue Rechtsmittelinstanz an öffentlichen Universitäten

Tagung 20. Juni 2016

 

Im Mai 2012 wurde eine Novelle zur Verwaltungsgerichtsbarkeit beschlossen. Der Verwaltungsgerichtshof garantiert den Anspruch der Bürgerinnen und Bürger auf Rechtssicherheit im Umgang mit der Verwaltung. Als höchste Rechtsschutzinstanz stellt er das gesetzmäßige Handeln der Verwaltungsbehörden sicher.

Der Verwaltungsgerichtshof wird grundsätzlich nur auf Antrag tätig. Dabei sieht die Bundesverfassung mehrere Möglichkeiten vor, den Verwaltungsgerichtshof mit einer Rechtssache zu befassen.

 

Cloud Computing

EU - Governance - Open Access

Digitale Agenda

Der Einsatz von Cloud-Computing-Technologien stellt die nächste Welle von IT-Investitionen dar.

Daten und Analysen zur Digitalen Agenda und Österreich mit Vergleichsmöglichkeiten zu anderen Ländern finden sich auf der Website zum Digital Scoreboard – Austria.

In einem gemeinsamen Projekt mit einem Gesamtvolumen von 4 Millionen Euro haben sich die Universitäten Innsbruck, Linz und Salzburg mit dem Management Center Innsbruck MCI entschieden, eine zukunftweisende IT-Infrastruktur aufzubauen. Die Freien Universität Bozen (Südtirol) ist ebenfalls beteiligt.

Die angestrebte Lösung wird als akademische Community Cloud bezeichnet und es den Partneruniversitäten erlauben, quer über die gesamte Breite zentrale IT-Services (Server, Storage, Backup, Software-Plattformen) standortübergreifend zu nutzen.

Funding for Excellence

EU - Finanzierung - Governance - Lebenslanges Lernen - Studien

Define Thematic Report

EUA Publikation

Der am 12. Dezember 2014 von der EUA European University Association veröffentlichte Define Thematic Report Funding for Excellence analysiert Finanzierungsmodelle für Exzellenzprogrammean Hochschulen.

Für Österreich ist als einzige Maßnahme die Finanzierung des IST Institute of Science and Technology Austria angeführt.

Der Report betont die Notwendigkeit zusätzlicher Finanzierung und warnt vor Umverteilung der Geldmittel innerhalb der Universitäten als Maßnahme zur Exzellenzförderung. Empfohlen werden klare Zielvorgaben, Transparenz und geringer Verwaltungsaufwand.

Globalbudget und Leistungsvereinbarungen

Finanzierung - Governance

Das Konzept der Leistungsvereinbarungen wurde in den 1950er Jahren in den USA unter dem Begriff „Management by Objectives“, kurz MBO, von dem österreichisch-amerikanischen Managementtheoretiker Peter F. Drucker entwickelt. Ziel des Verfahrens von Leistungsvereinbarungen ist es, die strategischen Ziele des Gesamtunternehmens und der Mitarbeiter umzusetzen, indem Ziele für jede Organisationseinheit und auch für die Mitarbeiter gemeinsam festgelegt werden.

Das Universitätsgesetz 2002 regelt das Verhältnis zwischen Staat und Universität neu: Leistungsvereinbarungen ersetzen detaillierte Regelungen wie Gesetze, Verordnungen und Erlässe. Die Verpflichtung zur Finanzierung der Universitäten hat aber weiterhin der Bund.

 

GUEP – Gesamtösterreichischer Universitätsentwicklungsplan

Governance - Qualitätssicherung

Strategischer Planungsrahmen für die öffentlichen Universitäten 2019-2024

Der GUEP stellt den strategischen Planungsrahmen für die Optimierung des hochschulischen Systems in Österreich dar. In Fortsetzung der Steuerungsabsichten des UG 2002 und in Reaktion auf die Forderung nach einer gesamthaften Entwicklung des öffentlichen Universitätssystems wurde der GUEP 2015 entwickelt und anlässlich der anstehenden Leistungsvereinbarungsverhandlungen 2017 aktualisiert.

Die Universitäten werden als Leitinstitutionen mit standortbezogener Wirkung verstanden, die im Hinblick auf die Konzeption einer Wissensgesellschaft eine Schlüsselrolle einnehmen. Seitens BMWFW wird eine differenzierte Hochschullandschaft mit klaren Aufgabenprofilen aber auch Freiräumen für die Universitäten angestrebt. Lehre und Forschung/ EEK sollen durch Kooperation und Vernetzung überregionale Wirkung und globale Sichtbarkeit erlangen. Bildung und Ausbildung sollen durchlässig und allen Bevölkerungsschichten zugänglich sein und Berufsausbildung und Hochschulbildung gleichberechtigt angesehen werden. Um Planungssicherheit zu gewährleisten soll hinreichende Finanzierung der Universitäten gesichert werden.

Heads of University Management & Administration Network in Europe

EU - Finanzierung - Governance

HUMANE

HUMANE wurde 1997 gegründet um den administrativen Universitäts-Leiterinnen und Leitern der EU (inklusive Schweiz und Norwegen) ein Netzwerk zu bieten. Heute verfügt HUMANE über 200 Mitglieder aus 26 Staaten.

Von HUMANE veranstaltete Seminare decken u.a. folgende Themenbereiche ab:

  • Benchmarking
  • Funding & Fundraising
  • Beziehung zwischen Staat und Institution
  • Strategieentwicklung
  • Nachhaltigkeit

Kodex für gute Verwaltungspraxis

EU - Governance

Der Europäische Kodex für gute Verwaltungspraxis

Die Charta der Grundrechte der Europäischen Union regelt in Artikel 41 Absatz 1 das Recht auf eine gute Verwaltung.

Der Europäische Kodex für gute Verwaltungspraxis ist kein rechtsverbindliches Instrument. Teile des Kodex überschneiden sich jedoch mit dem Grundrecht auf eine gute Verwaltung, das in Artikel 41 der EU-Charta der Grundrechte verankert ist.

Seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon im Dezember 2009 besitzt die Charta der Grundrechte dieselbe Rechtsverbindlichkeit wie die Verträge. Daher hat jeder Mensch in Europa einen rechtmäßigen Anspruch auf eine gute Verwaltung seiner Angelegenheiten durch die EU-Organe.

Leistungsvereinbarungen

European Research Area ERA - Finanzierung - Governance

Stellungnahme des ERA Council Forum Austria

Alpbach August 2014

Das ERA Council Forum Austria hat im August 2014 auf einer Tagung in Alpbach eine Stellungnahme und Empfehlung betreffend Leistungsvereinbarungen 2016-2018 abgeben.

Der ERA Council konzentriert sich bei seinen Empfehlungen auf die europarelevanten Forschungsaspekte der Leistungsvereinbarungen. Er empfiehlt eine solche Vorgangsweise auch in anderen Bereichen, insbesondere in der Lehre.

Österreich 2025 – Die "Frontier" in Wissenschaft, Technologie, Innovationen und Wirtschaft

Akademikerquote - Finanzierung - Governance - Studien

WIFO 2017

Jürgen Janger, Agnes Kügler, Andreas Reinstaller, Fabian Unterlass

In Österreich „…scheinen aber die Anstrengungen, technologisches Wissen zu produzieren, näher an die Fähigkeit führender Länder heranzureichen als im wissenschaftlichen Bereich.“

Als Frontier wird die höchste Leistungsgrenze bezeichnet. Der internationalen Rankings wie European Innovation Scoreboard (EIS) oder den Global Innovation Index (GII )zugrundeliegende "Frontier"-Begriff ist in der wissenschaftlichen Literatur ohne Definition und wird empirisch unterschiedlich gehandhabt. Die AutorInnen von Österreich 2025 – Die "Frontier" in Wissenschaft, Technologie, Innovationen und Wirtschaft sehen es problematisch, dass inkonsistente Frontier-Konzepte und -Indikatoren Benchmarking- Analysen und darauf beruhende Politikempfehlungen verzerren und schlagen eine konsistente Messung in vier unterschiedlichen Bereichen vor:

  • Wissenschafts-Frontier
  • Technologie-Frontier
  • Innovations-Frontier
  • Wirtschafts-Frontier

Ein Beitrag, der die Ergebnisse von Teilprojekten des WIFO-Forschungsprogrammes "Österreich 2025" zusammenfasst ist als Download zu erwerben.

http://www.wifo.ac.at/publikationen?detail-view=yes&publikation_id=59296

 

Performance-Based Funding of Universities in Europe

EU - Finanzierung - Governance - Internationale Studien

Define Thematic Report. Juli 2015

Only in eight out of 29 systems covered by the EUA autonomy scorecard universities are allowed to sell their buildings without restrictions. Universities can freely decide on salaries of senior academics in only five systems and only in 10 systems for senior administrative staff.“

Der European University Association EUA Bericht Performance-Based Funding of Universities in Europe untersucht Formelbudgets und Verträge oder Vereinbarungen zwischen Universitäten und Ministerien und versucht, Elemente von auf Leistung basierenden Finanzierungen zu identifizieren. Leistung ist dabei definiert als „the output (at different stages) of a process of learning/teaching, research or interaction with external stakeholders (e.g. business, industry, society).“

Als Grundvoraussetzung für eine funktionierende leistungsabhängige Finanzierung sieht der Bericht eine klare Definition von Verfahren und warnt vor zu komplexen Zielen. Ein echter Dialog könne nur stattfinden, wenn Universitäten und Ministerium als gleichberechtigter Partner verhandeln. Leistungsabhängige Finanzierung trägt dem Bericht nach das Risiko eines Rückgangs der Qualität in Lehre und Forschung.

Responsible Research and Innovation RRI

EU - Forschung - Governance - HORIZON 2020

Plattform Responsible Research and Innovation (RRI) Österreich

Verantwortungsvolle Forschung und Innovation oder Responsible Research and Innovation RRI ist ein Kernkonzept von Horizont 2020.

„Die unterschiedlichen Aspekte der Beziehungen zwischen Wissenschaft, Innovation und Gesellschaft werden unter einem großen Dach vereint: Ethik, Gleichheit der Geschlechter, freier Zugang (Open Access) zu von mit öffentlichen Mitteln finanzierter Forschung, Einbeziehung der Gesellschaft in Fragen, Strategien und Tätigkeiten der Wissenschaft und wissenschaftliche Ausbildung.“

Soziale Dimension

EU - Governance - Soziale Dimension

In der Konferenz von Jerewan im Mai 2015 wurde von Bildungsministern und Ministerinnen aus 47 Staaten ein Kommuniqué unterzeichnet, das die soziale Dimension des lebenslangen Lernens als strategisches Ziel bis 2020 vorgibt.

Der Report der Working Group on the Social Dimension and Lifelong Learning wurde dazu im April 2015 präsentiert.

Die Mitglieder des Europäischen Hochschulraums folgen der Strategie Widening Participation for Equity and Growth, die ebenfalls seit April 2015 vorliegt.

Die im März 2015 vorgelegten Empfehlungen der Österreichischen Hochschulkonferenz (HSK) zur Stärkung der Qualität der hochschulischen Lehre stehen mit den Jerewan-Forderungen in Einklang.

 

Stärkefelder im Innovationssystem: Wissenschaftliche Profilbildung und wirtschaftliche Synergien

Finanzierung - Forschung - Governance - Studien

AIT-IS-Report, Vol. 103. Jänner 2015

Endbericht zum Projekt im Auftrag des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft

Eine konkrete Zielsetzung der Studie Stärkefelder im Innovationssystem war die Analyse der Stärken und Schwächen sowie der Wettbewerbsfähigkeit des österreichischen Forschungsraums bestehend aus Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Fachhochschulen und Unternehmen.

"Wesentliche Eckpunkte für eine weitere Steigerung des potenziellen Impacts von Hochschulen auf Wirtschaft und Gesellschaft können in der Stärkung der Kernaufgaben Forschung und Lehre von Hochschulen gesehen werden", lautet eines der Ergebnisse.

FWF-Statistiken von 2014 dokumentieren folgende Anteile von Wissenschaftsdisziplinen an den Bewilligungen (Durchschnitt 2008-2012):  
  • Naturwissenschaft und Technik 42%
  • Life Sciences 38,7%
  • Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften 19,3%

Personalausgaben

Die Personalausgaben für F&E im Jahr 2011 verteilten sich im Hochschul- und staatlichen Forschungsbereich wie folgt:

  • Geistes-, Sozial und Kulturwissenschaften 27,4%
  • Naturwissenschaften 26,8%
  • Humanmedizin und Gesundheitswissenschaften 25,3%
  • Technische Wissenschaften 15,4%
  • Agrarwissenschaften und Veterinärmedizin 5,1%

Publikationen

Österreich ist über Publikationsnetzwerke international gut vernetzt, vor allem was die Nachbarstaaten angeht. Die Beziehungen zum deutschen Wissenschaftsraum sind besonders eng, sie weisen hinter Deutschland-Schweiz die dichteste Verbindung europaweit aus. Aber auch über den deutschsprachigen Raum hinaus steigt der Anteil der Ko-Publikationen mit Drittstaaten gemessen an Österreichs Gesamtoutput.

Österreich liegt betreffend der Publikationen und Zitationen pro Einwohner im Mittelfeld. Der Anteil Österreichs an den wissenschaftlichen Publikationen weltweit stieg von rund 0,7% im Jahr 2000 auf 0,8% im Jahr 2013 (Scimago 2014).

Im europäischen Vergleich ist festzuhalten, dass das Themenportfolio des österreichischen Publikationsoutputs jenem der Innovation Leader Deutschland und Schweden gleicht. Im globalen Vergleich wies Österreich in den 2000er Jahren eine klare Spezialisierung im Bereich der Medizin auf.

Der in Zitationszahlen gemessene Impact österreichischer Publikationen liegt in allen Wissenschaftsfeldern über dem Weltdurchschnitt an Zitationen pro Paper. Bei der Anzahl der 10 % weltweit meistzitierten Publikationen liegt Österreich im internationalen Vergleich im vorderen Spitzenfeld, aber deutlich hinter der Schweiz, Schweden, den Niederlanden, Finnland oder Dänemark.

Grundlagenforschung

Die Ausgaben für Grundlagenforschung beliefen sich im Jahr 2011 laut F&E-Erhebung der Statistik Austria auf knapp 1,58 Mrd. Euro, was einem Anteil von 19,4% an den gesamten F&E-Ausgaben Österreichs entspricht. Der Anteil der Grundlagenforschung am BIP liegt derzeit bei 0,53% (2011) und ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen (2002: 0,37%). Damit liegt er mittlerweile über jenem der USA (0,48%), aber unter dem Niveau von einigen anderen forschungsintensiven Ländern (z.B. Schweiz: 0,77% oder Korea: 0,73%).

Dem Hochschulsektor kommt mit 1,14 Mrd. Euro das größte Gewicht für die Grundlagenforschung zu. Er weist einen Anteil von 72,4% an den Ausgaben für Grundlagenforschung auf. Der Unternehmenssektor spielt mit 325,8 Mio. Euro im Gegensatz dazu eine vergleichsweise geringe Rolle, ebenso jene öffentlichen Institutionen (100,6 Mio. Euro), die nicht dem Hochschulsektor zugeordnet werden.

Die internationale Vernetzung Österreichs hat sich in den letzten Jahren positiv entwickelt. Österreich ist mit dem europäischen Forschungsraum eng und intensiv verflochten.

Als eine Schwäche nennt die Studie:

Österreichs Hochschullandschaft fehlt derzeit eine international sichtbare, als solche wahrgenommene Spitzenuniversität, was sich nicht zuletzt auch in den sich verschlechternden Positionen der österreichischen Universitäten in den üblichen Hochschul-Rankings niederschlägt. Mittel- und langfristig birgt dies die Gefahr, dass österreichische Universitäten bei Berufungsverhandlungen von renommierten ProfessorInnen sowie bei der Rekrutierung von international mobilen, hochqualifizierten NachwuchswissenschaftlerInnen einen Wettbewerbsnachteil haben.

Forschungsfinanzierung

Der Beitrag des Unternehmenssektors an der Finanzierung von F&E an österreichischen Hochschulen hat sich zwischen 1998 und 2011 von 17,5 Mio. Euro auf 109,1 Mio. Euro mehr als versechsfacht. Mit rund 51 Mio. Euro im Jahr 2011 entfällt fast die Hälfte der durch den Unternehmenssektor finanzierten F&E im Hochschulsektor auf die technischen Wissenschaften. Im Gegensatz dazu entfallen nur weniger als 10% der aus dem Unternehmenssektor finanzierten F&E-Ausgaben auf die Sozialwissenschaften (7 Mio. Euro 2011) und Geisteswissenschaften (1 Mio. Euro 2011).

Die Universitätsfinanzierung liegt deutlich unter dem 2%-Ziel, wobei die öffentliche Finanzierung nahe dem OECD-Schnitt liegt, der private Finanzierungsanteil allerdings noch erheblich zu steigern ist.

Die Studie dazu:
"Des Weiteren werden eine substanzielle Steigerung des Budgets des FWF und eine Ausweitung der Vergütung der Overheadkosten empfohlen. Beide Maßnahmen wären sofort wirksam."
 

Soziale Innovation

Der Begriff Soziale Innovation ist seit 2011 in der FTI-Strategie der Bundesregierung und in diversen Erklärungen des BMVIT und BMWFW enthalten, also in Strategie- und Programmdiskussionen verwendet. Es existiert eine Dotation für Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften im Rahmen des 2013 initiierten Programms "Wissenstransferzentren und IPR Verwertung" des BMWFW, das auch zum Ziel hat, soziale Innovationen zu fördern.

Die Studie gibt an:

"Erforderlich ist eine Professionalisierung von SI: Es braucht einerseits eine Ausbildung im Bereich „SI-Management“, andererseits Training und Weiterbildung in den diversen Teilsystemen der entstehenden SI-Community: Endbegünstigte/Nutznießer, private und öffentliche Bedarfs- und Projektträger, Verwaltung, Fördereinrichtungen, Politik, Wissenschaft und Forschung."

Es mangle insbesondere an Messtheorien und Messmethoden, Indikatorik und statistisch validen Datengrundlagen. Die Verbesserung der Anschlussfähigkeit von SI-Forschung an die etablierte Innovationsforschung sei daher unmittelbar und dringend erforderlich. Insgesamt bedürfe es einer neuen Innovationskultur, in der gesellschaftlich relevante Themen gleichberechtigt neben den Erfordernissen wirtschaftlicher Entwicklung adressiert und ebenso systematisch Gegenstand der FTI-Politik und Innovationsförderung werden.

Drittmittel an Universitäten

"Mit der zunehmenden Forcierung von Drittmitteln als zusätzliches Instrument der Hochschulfinanzierung darf der Aspekt der Overheadkosten, die durch diese Einnahmen-Kategorie verursacht werden, nicht vernachlässigt werden."

Das Ausmaß dieser Kosten für die Universitäten in Österreich sowie mögliche Instrumente für deren Abgeltung bedürfen in Österreich einer vertieften Analyse und Diskussion. Auch gelte es geeignete Abgeltungs- bzw. Finanzierungsinstrumente auf Bundesebene zu entwickeln, beispielsweise am Vorbild der deutschen Projektpauschale.

Karriereperspektiven für ForscherInnen

Laut Studie weist Österreich einen zu hohen Anteil an befristeten Arbeitsverträgen relativ zum gesamten angestellten wissenschaftlichen Personal aus. In den vergangenen Jahren ist es an Österreichs Universitäten zu einem massiven Ausbau der Drittmittelbeschäftigung gekommen. So sind in 2013 bereits 30% des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals (in VZÄ) über Drittmittel finanziert (BMWFW 2014).

"Angesichts der unausgewogenen Personalstruktur an Österreichs Universitäten sind auch Spannungen zwischen den einzelnen Statusgruppen des universitären Personals evident, die sich nicht nur auf die unsichere Karriereplanung (aufgrund des Fehlens eines echten Tenure Tracks) zurückführen lassen, sondern auch auf ein ungeklärtes Verhältnis zwischen Stammpersonal (Planstellen) und anderen Beschäftigungsverhältnissen (z.B. LektorInnen, Drittmittelbeschäftigte, Postdocs) sowie auf eine fehlende institutionelle Verankerung des Drittmittelpersonals hinweisen."

Laut Studie gilt in Österreich als besonders verbesserungswürdig die Durchlässigkeit von wissenschaftlichen Karrierewegen zwischen den einzelnen Sektoren. Dies betreffe nicht nur die Achse Wissenschaft-Wirtschaft sondern auch die Verschränkung außeruniversitärer Sektor, Fachhochschule und Universität.

Internationalisierung

Die Internationalisierung Österreichs in Form von Beteiligungen an den EU-Rahmenprogrammen ist positiv zu bewerten. So ist die Beteiligung seit dem 4. RP steigend. Im 7. RP liegt Österreich hinsichtlich der Beteiligungsintensität (Beteiligungen pro 1.000 ForscherInnen) im oberen Drittel der EU Länder. Die Rückflussquote gemessen am österreichischen Beitrag zum EU Haushalt ist im 7. RP auf 125% gestiegen (6. RP: 117%), d.h., es konnten signifikant mehr Fördermittel von österreichischen Organisationen lukriert werden als vom österreichischen Bundeshaushalt für das EU-Gesamtbudget aufgebracht wird.

Eine der Empfehlungen der Studie lautet:

"Des Weiteren sollte die Attraktivität Österreichs für ausländische Studierende (aus Drittländern) und ausländische Arbeitskräfte durch entsprechende finanzielle Anreize (Bsp. Kosten für Rot-Weiß-Rot-Karte, Steueranreize für ausländische Dienstnehmer) verbessert werden. Auch die Arbeitsbedingungen für ausländische AbsolventInnen (z.B. MedizinerInnen) in Österreich sollten verbessert werden, um einen höheren Anteil an ausgebildeten Fachkräften im Land zu behalten."  

  

Letzte Bearbeitung: 04.03.2015, 11:01 / a.scholz

Third Mission. E3M

EU - Governance - Lebenslanges Lernen

European Indicators and Ranking Methodology for University Third Mission

E3M war ein von der Europäischen Kommission von 2009 bis 2012 im Rahmen des LLL Programms finanziertes Projekt und wurde von Partnern aus 8 EU Ländern entwickelt. Für Österreich war dabei die Donau Universität Krems beteiligt.

Für die erste und zweite Mission der Universitäten, nämlich Lehre und Forschung existieren zahlreiche Ranking Systeme, die bisher noch nicht ausreichend für die dritte Mission entwickelt worden sind. Für E3M ging es um die Ausarbeitung von Standardindikatoren der dritten Mission.

Universitätsbericht

Governance - Studien

Bericht an den Nationalrat über bisherige und künftige Entwicklungen der Universitäten

Der Universitätsbericht (vor 2005: Hochschulbericht) auf Basis von §11 UG wurde 2005 erstmals an den Nationalrat übermittelt. Der Bericht erscheint im Rhythmus von drei Jahren auf Basis der Wissensbilanzen. Er gibt einerseits einen Überblick über bisherige Entwicklungen und andererseits einen Ausblick auf die künftige Ausrichtung der Universitäten.

Auf der Webseite des Ministeriums liegen die Universitätsberichte 2005 bis 2017 sowie auch die Hochschulberichte 1999 und 2002 auf. Auf unikopedia sind sie ebenfalls abrufbar. 

University Autonomy in Europe III – The Scorecard 2017

EU - Governance - Rankings - Studien

European University Association (EUA)

Die 2017 veröffentlichte Analyse University Autonomy in Europe III – The Scorecard 2017 zeigt keinen einheitlichen Trend in Richtung Autonomie der europäischen Universitäten. Sie beinhaltet 29 Länderprofile.

Österreich belegt unter den 29 Vergleichsländern Platz 8 im Autonomie-Ranking. Der Grad der organisatorischen Autonomie wird für Österreich mit 78% ausgewiesen. 100% erreicht das Vereinte Königreich, gefolgt von Dänemark mit 94% und Finnland mit 93%. Die Schweiz belegt in diesem Vergleich mit einem Grad von 55% nur Platz 24. Für Deutschland wurde der Grad der Autonomie für einzelne Bundesländer erhoben und es sind enorme Unterschiede sichtbar: Hessen weist 77% auf, Nordrhein-Westphalen 68% und Brandenburg 58%.

Wissenschaftsmonitor

Governance - Studien

Der Wissenschaftsmonitor ist eine Studie des Instituts für Strategieanalysen im Auftrag des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und wurde im Jänner 2015 präsentiert.

Für die Studie wurden rund 2.000 Personen 2014 in zwei Wellen online befragt. 43% der Österreicher sehen die "Ausbildung" als Haupt-Aufgabe der Universitäten, mit je 21% folgen "Lehre, Wissen, Theorie vermitteln" und "Forschung", eine geringe Rolle spielen "Bildung" mit 10% und "Vorbereitung auf den Beruf" mit 5%.

Generell sehen die Befragten Österreich als ordentlichen Forschungs- bzw. Studienstandort. Vieles wird als „gut“ empfunden, aber vor allem als „eher gut“ gewertet. Die Ausgaben für Wissenschaft und Forschung werden als viel zu gering eingeschätzt.

Zukunft Hochschule

Governance

Mit dem Projekt „Zukunft Hochschule“ startete das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft im Zeitraum 2016 bis 2018 einen strategischen Weiterentwicklungsprozess für Universitäten und Fachhochschulen, mit dem Ziel, die beiden größten Hochschulsektoren in ihren Profilen zu schärfen, um im Ergebnis ein ineinandergreifendes Hochschulsystem aus einem Guss zu erreichen. In Zusammenarbeit mit Universitäten und Fachhochschulen wurde in mehreren Schritten evaluiert, diskutiert und konzeptioniert. Gemeinsam mit einer kapazitätsorientierten Universitätsfinanzierung, sowie dem Ausbau des FH-Sektors sollen die geplanten Maßnahmen zu einer Optimierung des tertiären Sektors beitragen und

  • das Ausbildungsprofil von Universitäten und Fachhochschulen ausprägen,
  • das Studienangebot arbeitsteilig bzw. komplementär strukturieren sowie
  • die Durchlässigkeit innerhalb des tertiären Systems stärken

https://wissenschaft.bmwfw.gv.at/bmwfw/wissenschaft-hochschulen/zukunft-hochschule 

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