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2% Ziel der Bundesregierung

Finanzierung - Governance

2% des BIP für den tertiären Sektor bis 2020

National wie international wird als Indikator für die Aufmerksamkeit, die einem Bereich gesamtstaatlich zugewendet wird, der Anteil am BIP als Vergleichsgröße und Wirkungsgröße angesehen. Die österreichische Bundesregierung hat sich nach internationalem Vorbild bis zum Jahr 2020 das Ziel der 2%-Aufwendungen des BIP für den tertiären Bereich gesetzt.

Im Arbeitsprogramm der österreichischen Bundesregierung für 2013–2018 steht unter dem Kapitel Wissenschaft auf Seite 44:

„Die Positionierung in internationalen Vergleichen wird durch eine Stärkung des tertiären Sektors und der Forschung, das heißt durch verbesserte budgetäre Rahmenbedingungen, erhöht. Konkrete budgetäre Maßnahmen, um das Ziel, 2 % des BIP für tertiäre Bildungseinrichtungen bis 2020 zu halten, werden gesetzt (Karrieremaßnahmen, Medizinische Fakultät Linz; Anreize für mehr private Investitionen werden geschaffen).“ 

2016 > Wissenschaft in Österreich / Statistiken

Finanzierung - Forschung - Statistik

Science in Austria

Wissenschaft in Österreich 2016 / Science in Austria 2016 bietet einen Überblick über das Studienangebot, die Studierenden und Absolventinnen und Absolventen an Universitäten, Fachhochschulen, Privatuniversitäten und Pädagogischen Hochschulen und enthält Basisdaten zum gesamten Bildungssystem. Grundinformationen zur Forschung, wie F&E-Quote oder Hochschul- und Forschungspersonal, sowie zur Forschungsfinanzierung in der Grundlagen- und angewandten Forschung sind in der Darstellung ebenso enthalten wie Ergebnisse zum Abschneiden österreichischer Hochschulen und Forschungseinrichtungen an verschiedenen nationalen Finanzierungen sowie zur Beteiligung an den EU-Forschungsprogrammen.

 

Ausgaben für Forschung und Entwicklung

Finanzierung - Forschung - Statistik

Erhebungen der Statistik Austria

Nach der Erhebung der Statistik Austria über Forschung und experimentelle Entwicklung 2011 (erstellt am 12. August 2013) betragen die F&E Ausgaben in Österreich 8.125.680.000 Euro.

Davon entfallen

  • 19,4% auf Grundlagenforschung
  • 35,8% auf Angewandte Forschung
  • 44,8% auf Experimentelle Entwicklung

Eine Aufgliederung der F&E Ausgaben nach Forschungsartenliegt nicht vor.

Für Forschung und experimentelle Entwicklung (F&E) werden in Österreich im Jahre 2013 voraussichtlich 8,96 Mrd. Euro ausgegeben werden. Gegenüber 2012 wird die Gesamtsumme der österreichischen F&E-Ausgaben um 2,9% ansteigen und somit 2,81% des Bruttoinlandsproduktes (BIP) erreichen.

Ausgaben für Forschung und Entwicklung 2014

European Research Area ERA - Finanzierung - Forschung - Statistik

Statistik Austria

Für das Jahr 2014 werden die österreichischen Bruttoinlandsausgaben für Forschung und experimentelle Entwicklung (F&E) nach einer Schätzung von Statistik Austria 9,32 Milliarden Euro betragen.

Im EU-Vergleich liegt Österreich für 2012, dem letzten Jahr, für das internationale Vergleichszahlen für die nationalen Forschungsquoten verfügbar sind, hinter Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland. Österreich liegt jedoch vor allen anderen EU-Staaten und weit über dem Durchschnitt der EU-28 von 2,06%. 

Die Forschungsquote als zentrale Maßzahl für den Mitteleinsatz für F&E ist für Österreich in den letzten zwei Jahrzehnten stark angestiegen. Bis zum Jahr 2012 konnten die Bruttoinlandsausgaben für F&E auf 2,9% des BIP gesteigert werden. Im Jahr darauf blieb die Forschungsquote gleich, im Jahr 2014 wird sie nach derzeitigem Informationsstand voraussichtlich geringfügig auf 2,88% zurückgehen.  

Ausgaben für Forschung und Entwicklung 2015

Finanzierung - Forschung - Statistik

Statitik Austria

Laut EUROSTAT von November 2015 lag Österreich 2014 bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) mit 2,99% des BIP an vierter Stelle aller 28 EU-Staaten. Einen höheren Anteil am Bruttoinlandsprodukt verzeichneten nur Finnland mit 3,17 %, Schweden mit 3,16% und Dänemark mit 3,08 %. Der EU-Durchschnitt lag bei 2,03%.

"Im Jahr 2014 war die FuE-Intensität am höchsten in Finnland (3,17%), Schweden (3,16%) und Dänemark (3,08%), wo die FuE-Ausgaben jeweils bei über 3% des BIP lagen, dicht gefolgt von Österreich (2,99%) und Deutschland (2,84%). In Belgien (2,46%), Slowenien (2,39%) und Frankreich (2,26%) beliefen sich die FuE Ausgaben auf über 2% des BIP. Am anderen Ende der Skala lag die FuE-Intensität in neun Mitgliedstaaten unter 1% des BIP: in Rumänien (0,38%), Zypern (0,47%), Lettland (0,68%), Kroatien (0,79%), Bulgarien (0,80%), Griechenland (0,83%), Malta (0,85%), der Slowakei (0,89%) und in Polen (0,94%). Gegenüber 2004 stieg die FuE-Intensität in dreiundzwanzig Mitgliedstaaten an, verringerte sich in Kroatien (von 1,03% im Jahr 2004 auf 0,79% im Jahr 2014), Luxemburg (von 1,62% auf 1,24%), Finnland (von 3,31% auf 3,17%) sowie Schweden (von 3.39% auf 3,16%) und blieb in Rumänien unverändert."  EUROSTAT  30. November 2015

2015 werden voraussichtlich mehr als 10 Mrd. Euro für Forschung und Enwicklung aufgewendet und die Forschungsquote wird laut Statistik Austria erstmals über 3% liegen.

 

Autonomie der europäischen Universitäten

EU - Finanzierung - Governance - Statistik - Studienbeiträge

Autonomy-Scorecard Projekt EUA

Auf einer Website hat die EUA die Ergebnisse des Autonomy-Scorecard Projekts online zur Verfügung gestellt.

Dieses Online-Tool ermöglicht einen Vergleich des Grades an universitärer Autonomie in 29 europäischen Staaten im Hinblick auf vier Dimensionen und 38 Indikatoren. Die Dimensionen sind dabei nach Organisation, Finanzen, Personalangelegenheiten und Lehre aufgeschlüsselt. Der direkte Ländervergleich ist in allen Untergruppen der einzelnen Dimensionen auf einen Blick zu finden.

Bildungsbudgets in Europa 2014

EU - Finanzierung - Statistik

National Sheets on Education Budgets in Europe 2014

Eurydice – Facts and Figures

Die Investition in Bildung ist ein Schwerpunkt in der Strategie Europa 2020. Eurydice hat am 5. Dezember 2014 unter der Rubrik „Fact and Figures“ die Bildungsbudgets 2013 mit den jüngsten Daten zu den geplanten Bildungsausgaben in europäischen Ländern veröffentlicht. Nationale Bildungsbudgets werden nach Art der Ausgaben und Bildungsstand dargestellt. Deutschland, Liechtenstein, Schweiz und Spanien haben an der Datenerhebung nicht teilgenommen.

Die Erhebungen für Österreich ergeben folgendes:

"The sum of budgets decreased. The situation differed between Universities and Universities of Applied Sciences: for Universities the slight budgetary decrease can be attributed to the planned expiration of a subsidizing programme, while for Universities of Applied Sciences the budgetary increase is in line with the government work programme and will be allocated based on calls for specific study programmes."

 

Bundesfinanzrahmengesetz 2015–2018

Finanzierung - Forschung - Governance

Strategiebericht zum Bundesfinanzrahmengesetz 2015–2018

Erklärtes Ziel der Bundesregierung ist es, die erfolgreiche wachstums‐ und beschäftigungsfreundliche Budgetkonsolidierung konsequent fortzusetzen, ab 2016 strukturell einen nahezu ausgeglichenen Haushalt zu erzielen und die Schuldenquote in Richtung 60 % des BIP zu reduzieren. Das Forcieren von Investitionen in den Bereichen Bildung, Universitäten, Forschung und Entwicklung und Infrastruktur für Wachstum und Beschäftigung ist dabei ein Schwerpunkt.

Als eine wichtige laufende und geplante Maßnahme nennt der Strategiebericht auf Seite 71 die weiteren gesetzlichen Schritte zur Universitätsfinanzierung neu mit der vollständigen Umsetzung frühestens 2019.

Der Strategiebericht zum Bundesfinanzrahmengesetz 2015–2018 von April 2014 sagt:

„Im Bereich Wissenschaft und Forschung (UG 31) steht der Großteil des Budgets für die Universitäten zur Verfügung, die in der Leistungsvereinbarungsperiode 2013 ‐ 2015 zusätzliche Mittel in Höhe von durchschnittlich 250 Mio. € jährlich erhalten. Davon werden 150 Mio. € p. a. im Wege der Hochschulraum‐Strukturmittel leistungsorientiert vergeben. Außerdem werden die im Oktober 2010 beschlossenen Offensivmittel in Höhe von 80 Mio. € jährlich für den Wissenschaftsbereich fortgeführt. Dadurch kann auch der Fachhochschulsektor weiter ausgebaut werden, sodass es dem Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft möglich ist, zusätzliche Studienplätze an Fachhochschulen zu fördern. In den Jahren 2016 ‐ 2018 werden für den Bereich Forschung zudem jährlich weitere 100 Mio. € für Offensivmaßnahmen in der Grundlagenforschung zur Verfügung gestellt. Neben der gesicherten Finanzierung des weiteren Ausbaus von IST Austria können somit zusätzliche Schwerpunkte, etwa beim Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), gesetzt werden.“

Cost-Sharing

EU - Finanzierung - Internationale Studien - Studien - Studienbeiträge

Do changes in cost-sharing have an impact on the behaviour of students and higher education institutions?

Evidence from nine case studies

Die Studie „Do changes in cost-sharing have an impact on the behaviour of students and higher education institutions?“ wurde im Auftrag der Europäischen Kommission vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung DZHW in Hannover und von Higher Education Strategy Associates HESA in Toronto, Kanada, durchgeführt. Untersucht wurden die Auswirkungen von Änderungen in der Studiengebührenpolitik auf Studienbewerber, Studierende und Hochschulen.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, wie sich in den letzten 15 Jahren Änderungen der Studiengebühren in neun Ländern mit verschiedenen Finanzierungsmodellen ausgewirkt haben. Zu den Vergleichs-Ländern zählen neben Österreich auch Deutschland, Vereinigtes Königreich (nur England), Finnland, Kanada, Polen, Portugal, Ungarn und Südkorea.

Studiengebühren bewirken laut des vorliegenden Berichts nicht, dass sich öffentliche Hochschulen besser auf veränderte Anforderungen einstellen. Andere Faktoren wie Tradition, Prestige und Zulassungsvorschriften beeinflussen, welchen Spielraum die Universitäten haben und wie sie ihn nutzen.

Drittmittel

Finanzierung - Forschung - Studien

Drittmittelfinanzierung universitärer Forschung in Österreich. Juli 2012

Entwicklungen, Rahmenbedingunen und Ansatzpunkte zur Stärkung der Drittmittelforschung an Österreichischen Universitäten

Studie im Auftrag des Rates für Forschung und Technologieentwicklung
Mag. Bernhard Elias, Pöchhacker Innovation Consulting GmbH
Mag. Gerlinde Pöchhacker-Tröscher, Pöchhacker Innovation Consulting GmbH  

ERC Grants

EU - European Research Area ERA - Finanzierung - Forschung

Der ERC European Research Council ergänzt andere Förderaktivitäten in Europa wie jene der nationalen Forschungsförderung Agenturen und ist eine Komponente des "Ideen Programms" des Siebten Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Union.

Beim ERC handelt es sich um die erste paneuropäische Institution zur Förderung von themenoffener Pionierforschung, bei der die Grenzen zwischen Grundlagen- und angewandter Forschung sowie den einzelnen Wissenschaftsdisziplinen aufgehoben werden. 

ESVG 2010. Europäisches System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen

Finanzierung - Forschung - Statistik

In der ESVG 2010‐Verordnung ist festgelegt, dass die Datenübermittlungen gemäß ESVG 2010 an Eurostat ab 1. September 2014 zu erfolgen haben. Bis 31. August 2014 werden nur ESVG 95‐Daten akzeptiert.

Ausdrücklich wurde klargestellt, dass diese Bestimmungen nur für die Datenlieferungen an die Europäische Kommission gelten und die Mitgliedstaaten für nationale Zwecke andere Regelungen treffen könnten. Wenn sich ein Mitgliedstaat für eine frühere nationale Veröffentlichung von ESVG 2010 entscheidet, ist jedenfalls eine Doppelberichterstattung im Ausmaß des ESVG‐Lieferprogramms sicherzustellen.

Mögliche Auswirkungen der ESVG-Revision

Die derzeitige Einschätzung der Datenlage gibt laut Statistik Austria Anlass zur Vermutung, dass sich das Niveau des österreichischen Bruttoinlandsprodukts für das Berichtsjahr 2011 um rund 3% erhöhen könnte. Für ungefähr 3/4 dieser Erhöhung ist die Neubehandlung von Forschung & Entwicklung als Investition und nicht mehr als laufender Aufwand verantwortlich. Allerdings ist davon auszugehen, dass es im Laufe des Implementierungsprozesses zu weiteren Erkenntnissen kommen wird. Außerdem ist derzeit noch nicht abzusehen, welchen Einfluss die methodischen Überarbeitungen auf das Niveau der gesamten Zeitreihe der VGR‐Aggregate haben werden, und in welchem Ausmaß diese Änderungen das Wirtschaftswachstum und andere reale Entwicklungen beeinflussen werden.

European Crowdfunding Network

Crowdfunding - EU - Finanzierung - Forschung

Forschergehälter im internationalen Vergleich

Finanzierung - Forschung - Studien

Forschergehälter an Universitäten nach Karrierestufen im internationalen Vergleich

WIFO-Monatsberichte 1/2014, Andreas Reinstaller, Fabian Unterlass, 1/2014

Die WIFO Studie „Forschergehälter an Universitäten nach Karrierestufen im internationalen Vergleich“ wertete Daten einer im Auftrag der Europäischen Kommission durchgeführten Studie aus und wurde erstellt im Rahmen des Projekts MORE2 - Support for Continued Data Collection and Analysis concerning Mobility Patterns and Career Paths of Researchers.

Das Ziel von MORE2 war es, international vergleichbare Daten, Indikatoren und Analysen anzubieten, mittels derer die wissenschaftspolitischen Akteure auf europäischer und nationaler Ebene bessere Entscheidungen zur Weiterentwicklung des Wissenschaftlerberufs treffen können. Untersucht wurden Mobilitätsmuster sowie die Motive und Einflussfaktoren für internationale Mobilitätsentscheidungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

Forschung in der Steiermark

Finanzierung - Forschung - Studien - Wertschöpfung

Wissenschaftsbericht 2011/12

Amt der Steiermärkischen Landesregierung

Forschungs- und Technologiebericht 2014

Finanzierung - Forschung - Statistik

Der Hochschulsektor erhöhte im Berichtsjahr 2013 die Ausgaben seit der Vollerhebung 2009 um 8,5 % auf rund 2,2 Milliarden Euro. Die Anzahl der Beschäftigten in Forschung und Entwicklung betrug 2011 in Summe 61.170 (plus 8,4 % gegenüber 2009 im Vollzeitäquivalent), davon entfielen auf den Hochschulsektor 16.096, das bedeutet einen Zuwachs von 6,7%).

Der Forschungs- und Technologiebericht 2014 widmet sich als Lagebericht gemäß § 8 (1) Forschungsorganisationsgesetz (FOG) über die aus Bundesmitteln geförderte Forschung, Technologie und Innovation in Österreich den aktuellen nationalen und internationalen forschungs- und technologiepolitischen Herausforderungen. Er wird erstellt im Auftrag von BMWFW und BMVIT. Die Beiträge werden koordiniert und verfasst in enger Abstimmung mit den Ressorts, dem Joanneum Research und in Zusammenarbeit mit WIFO, AIT (Austrian Institute of Technology) und dem Zentrum für Europäischen Wirtschaftsforschung (ZEW) sowie unter Mitarbeit von Statistik Austria.

 

Forschungs- und Technologiebericht 2016

Finanzierung - Forschung - Internationalisierung - Statistik

Österreich erzielt 2016 eine F&E-Quote von über 3% des Bruttoinlandproduktes (BIP) und liegt damit über dem EU-Durchschnitt. Insgesamt belaufen sich in Österreich 2016 die Ausgaben für F&E auf rund 10,7 Milliarden Euro – das bedeutet einen Zuwachs von + 2,9% gegenüber dem Vorjahr.“

Ein Schwerpunkt des Österreichischen Forschungs- und Technologieberichts 2016 ist eine Zwischenbilanz der Strategie für Forschung, Technologie und Innovation (FTI-Strategie) der Österreichischen Bundesregierung.

Im Jahr 2016 wird zum dritten Mal in Folge eine Forschungsquote von über 3% – dem europäischen Zielwert für 2020 – erreicht (2016: 3,07%). Im EU-Vergleich liegt Österreich mit seiner Forschungsquote mit Stand Dezember 2016 an dritter Stelle hinter Finnland und Schweden, und hat nun neben Deutschland auch Dänemark überholt.

Funding Challenge for Universities

Finanzierung - Studien

Universities UK hat am 7. November 2013 den Report „The funding challenge for universities“ veröffentlicht.  Die Studie ist eine weiterführende Publikation zum Report 'The funding environment for universities: an assessment' von Mai 2013.

Eine Erhöhung der Anzahl der MitarbeiterInnen mit Universitätsabschluss um nur 1% bedeutet langfristig eine Produktionssteigerung bis zu 0,5%. Das bedeutete für Großbritannien eine Steigerung der durchschnittlichen Produktivität durch höhere Ausbildung der Arbeitskräfte um ein Drittel während des Zeitraums von 1994 bis 2005. Für 2020 geht Großbritannien von einer Rate von 80% neuer Beschäftigter mit einem Hochschulabschluss aus.

Funding for Excellence

EU - Finanzierung - Governance - Lebenslanges Lernen - Studien

Define Thematic Report

EUA Publikation

Der am 12. Dezember 2014 von der EUA European University Association veröffentlichte Define Thematic Report Funding for Excellence analysiert Finanzierungsmodelle für Exzellenzprogrammean Hochschulen.

Für Österreich ist als einzige Maßnahme die Finanzierung des IST Institute of Science and Technology Austria angeführt.

Der Report betont die Notwendigkeit zusätzlicher Finanzierung und warnt vor Umverteilung der Geldmittel innerhalb der Universitäten als Maßnahme zur Exzellenzförderung. Empfohlen werden klare Zielvorgaben, Transparenz und geringer Verwaltungsaufwand.

Funding of Education in Europe 2000-2012

EU - Finanzierung - Studien

The Impact of the Economic Crisis

Dieser Bericht untersucht die Ausgaben für Bildung in der EU für den Zeitraum von 2000 bis 2012. Die durch die Finanz- und Wirtschaftskrise hervorgerufenen Auswirkungen auf Europäische Bildungsbudgets werden ausgewertet.

Die Studie wurde im Auftrag der Kommission vom Eurydice-Netzwerk erstellt, dem 40 nationale Stellen in 36 Ländern angehören (27 Mitgliedstaaten, Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz als Mitglieder der Europäischen Freihandelszone (EFTA), Kroatien, Serbien, Montenegro und die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien sowie die Türkei). Eurydice wird von der Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur koordiniert.

Fundraising

EU - Finanzierung - Studien

Philanthropy at research-intensive Universities

LERU 2014

Die League of European Research Universities LERU hat im Juni 2014 ein Positionspapier zum Thema Philanthropie im Sinne von Großspenden für Forschungsuniversitäten veröffentlicht. Diese Veröffentlichung basiert auf Diskussionsbeiträgen der LERU charitable funding working group und verfolgt das Ziel, Universitäten verstärkt zu Investitionen im Fundraising-Bereich anzuregen.

LERU strongly recommends that its members and other ambitious research-intensive universities in Europe should invest in fundraising from philanthropic sources. Successful fundraising requires financial investment, institutional development plans, the active involvement of university leadership.

Gender Budgeting

Finanzierung - Gender-Mainstreaming

Rechtlicher Rahmen

Bundes-Verfassungsgesetz, Artikel 13, Absatz 3

Bund, Länder und Gemeinden haben bei der Haushaltsführung die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern anzustreben.“

Bundes-Verfassungsgesetz, Artikel 51, Absatz 8

Bei der Haushaltsführung des Bundes sind die Grundsätze der Wirkungsorientierung insbesondere auch unter Berücksichtigung des Ziels der tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern, der Transparenz, der Effizienz und der möglichst getreuen Darstellung der finanziellen Lage des Bundes zu beachten.“

Das Haushaltsrecht des Bundes fordert ab 1. Jänner 2013 jedes Bundesministerium und die Obersten Organe auf, Gleichstellungsziele in allen gesellschaftlichen Handlungs- und Wirkungsfeldern zu erarbeiten. Dafür sind insbesondere geschlechtsspezifische Daten notwendig. In weiterer Folge sind Gleichstellungsmaßnahmen zur Erreichung des Gleichstellungsziels und geeignete Indikatoren zur Überprüfung der Zielerreichung festzulegen. Die näheren Details sind in § 41 BHG 2013 und in der Verordnung über die Darstellung der Angaben zur Wirkungsorientierung im Bundesvoranschlagsentwurf und in den Teilheften geregelt.

 

Globalbudget und Leistungsvereinbarungen

Finanzierung - Governance

Das Konzept der Leistungsvereinbarungen wurde in den 1950er Jahren in den USA unter dem Begriff „Management by Objectives“, kurz MBO, von dem österreichisch-amerikanischen Managementtheoretiker Peter F. Drucker entwickelt. Ziel des Verfahrens von Leistungsvereinbarungen ist es, die strategischen Ziele des Gesamtunternehmens und der Mitarbeiter umzusetzen, indem Ziele für jede Organisationseinheit und auch für die Mitarbeiter gemeinsam festgelegt werden.

Das Universitätsgesetz 2002 regelt das Verhältnis zwischen Staat und Universität neu: Leistungsvereinbarungen ersetzen detaillierte Regelungen wie Gesetze, Verordnungen und Erlässe. Die Verpflichtung zur Finanzierung der Universitäten hat aber weiterhin der Bund.

 

Heads of University Management & Administration Network in Europe

EU - Finanzierung - Governance

HUMANE

HUMANE wurde 1997 gegründet um den administrativen Universitäts-Leiterinnen und Leitern der EU (inklusive Schweiz und Norwegen) ein Netzwerk zu bieten. Heute verfügt HUMANE über 200 Mitglieder aus 26 Staaten.

Von HUMANE veranstaltete Seminare decken u.a. folgende Themenbereiche ab:

  • Benchmarking
  • Funding & Fundraising
  • Beziehung zwischen Staat und Institution
  • Strategieentwicklung
  • Nachhaltigkeit

Industrie 4.0

Finanzierung - Forschung

Nach der Mechanisierung, der Elektrifizierung und der Digitalisierung der Industrie folgt der nächste Entwicklungsschritt der industriellen Revolution. Diese „Vierte Revolution“ steht für ad-hoc vernetzte, dezentrale, echtzeitfähige und selbstoptimierende Produktions- und Logistiksysteme. Das Internet der Dinge und Dienste wird unter dem Begriff "Industrie 4.0" zusammengefasst. Die Bezeichnung Industrie 4.0 wurde in Deutschland geprägt. 

Leistungsvereinbarungen

European Research Area ERA - Finanzierung - Governance

Stellungnahme des ERA Council Forum Austria

Alpbach August 2014

Das ERA Council Forum Austria hat im August 2014 auf einer Tagung in Alpbach eine Stellungnahme und Empfehlung betreffend Leistungsvereinbarungen 2016-2018 abgeben.

Der ERA Council konzentriert sich bei seinen Empfehlungen auf die europarelevanten Forschungsaspekte der Leistungsvereinbarungen. Er empfiehlt eine solche Vorgangsweise auch in anderen Bereichen, insbesondere in der Lehre.

National Student Fee and Support Systems in European Higher Education. 2014/15

EU - Finanzierung - Studien - Studienbeiträge

Eurydice – Facts and Figures

Dieser Eurydice-Bericht enthält Informationen über die nationalen Studiengebühren und Fördersysteme einschließlich der Studienzuschüsse und -kredite in den europäischen Ländern. und umfasst insgesamt 33 Staaten. Neben den EU-Mitgliedsstaaten sind auch Island, Norwegen, Montenegro und Türkei berücksichtigt.

Die Höhe von Studiengebühren, Studienförderung und Studiendarlehen variiert europaweit beträchtlich. Viele Länder – Zypern, Dänemark, Deutschland, Griechenland, Malta, Finnland, Schweden, Schottland, Norwegen und die Türkei– erheben überhaupt keine Studiengebühren. Umgekehrt müssen in neun Ländern (Tschechische Republik, Niederlande, Portugal, Slowakei, England, Wales und Nordirland, Island und Liechtenstein) alle Bachelor-Studierenden Studiengebühren zahlen.

OECD Ländervergleich Forschungsausgaben. 2016

Finanzierung - Forschung - Gender-Mainstreaming - Internationale Studien - Statistik

OECD Science and Technology. Compare your Country. 2016

Bei einem OECD-Vergleich nimmt Österreich betreffend Forschungsausgaben Platz 7 von 34 OECD-Ländern ein. Österreich weist dabei mit den Zahlen von 2015 eine Forschungsquote von 3% des BIP auf.

An erster Stelle rangiert Südkorea mit 4,29%, Platz 2 belegt Israel mit 4,11%, Platz 3 nimmt Japan ein mit 3,58%.

Als erstes EU-Land platziert sich Finnland an vierter Stelle mit 3,2%. Vor Österreich liegen Schweden mit 3,6% und ganz knapp Dänemark mit 3,05%.

In Österreich sind 9,4 Personen pro 1.000 Einwohner in Forschung und Entwicklung beschäftigt, damit belegt Österreich im OECD-Vergleich Rang 11. Führend in der Auswertung ist Israel mit 17,6 Forschern pro 1.000 Einwohnern.

OECD Ländervergleich Forschungsausgaben. 2017

Finanzierung - Forschung - Internationale Studien - Statistik

Latest estimates of R&D investment in OECD and major economies

Die Gesamtausgaben für Forschung und Entwicklung machen in Österreich 3,07% des Bruttoinlandsproduktes aus. Damit belegt Österreich Platz 5 im OECD-Vergleich, der im Februar 2017 veröffentlicht wurde.

Der OECD-Schnitt liegt bei 2,4%. Vor Österreich liegen Israel, Südkorea, Japan und Schweden.

Österreich 2025 – Die "Frontier" in Wissenschaft, Technologie, Innovationen und Wirtschaft

Akademikerquote - Finanzierung - Governance - Studien

WIFO 2017

Jürgen Janger, Agnes Kügler, Andreas Reinstaller, Fabian Unterlass

In Österreich „…scheinen aber die Anstrengungen, technologisches Wissen zu produzieren, näher an die Fähigkeit führender Länder heranzureichen als im wissenschaftlichen Bereich.“

Als Frontier wird die höchste Leistungsgrenze bezeichnet. Der internationalen Rankings wie European Innovation Scoreboard (EIS) oder den Global Innovation Index (GII )zugrundeliegende "Frontier"-Begriff ist in der wissenschaftlichen Literatur ohne Definition und wird empirisch unterschiedlich gehandhabt. Die AutorInnen von Österreich 2025 – Die "Frontier" in Wissenschaft, Technologie, Innovationen und Wirtschaft sehen es problematisch, dass inkonsistente Frontier-Konzepte und -Indikatoren Benchmarking- Analysen und darauf beruhende Politikempfehlungen verzerren und schlagen eine konsistente Messung in vier unterschiedlichen Bereichen vor:

  • Wissenschafts-Frontier
  • Technologie-Frontier
  • Innovations-Frontier
  • Wirtschafts-Frontier

Ein Beitrag, der die Ergebnisse von Teilprojekten des WIFO-Forschungsprogrammes "Österreich 2025" zusammenfasst ist als Download zu erwerben.

http://www.wifo.ac.at/publikationen?detail-view=yes&publikation_id=59296

 

Performance-Based Funding of Universities in Europe

EU - Finanzierung - Governance - Internationale Studien

Define Thematic Report. Juli 2015

Only in eight out of 29 systems covered by the EUA autonomy scorecard universities are allowed to sell their buildings without restrictions. Universities can freely decide on salaries of senior academics in only five systems and only in 10 systems for senior administrative staff.“

Der European University Association EUA Bericht Performance-Based Funding of Universities in Europe untersucht Formelbudgets und Verträge oder Vereinbarungen zwischen Universitäten und Ministerien und versucht, Elemente von auf Leistung basierenden Finanzierungen zu identifizieren. Leistung ist dabei definiert als „the output (at different stages) of a process of learning/teaching, research or interaction with external stakeholders (e.g. business, industry, society).“

Als Grundvoraussetzung für eine funktionierende leistungsabhängige Finanzierung sieht der Bericht eine klare Definition von Verfahren und warnt vor zu komplexen Zielen. Ein echter Dialog könne nur stattfinden, wenn Universitäten und Ministerium als gleichberechtigter Partner verhandeln. Leistungsabhängige Finanzierung trägt dem Bericht nach das Risiko eines Rückgangs der Qualität in Lehre und Forschung.

Public Funding Observatory 2015

EU - Finanzierung - Statistik

European University Association

Das auf Zahlen der jeweiligen Rektorenkonferenzen basierende jährliche Public Funding Observatory der European University Association EUA vergleicht die Entwicklung der öffentlichen Finanzierung von Universitäten in den einzelnen Mitgliedsstaaten.

Ein interaktives Portal bietet dazu Vergleichsmöglichkeiten: EUA Public Funding Observatory interactive online tool

Zu den Effizienzielen bemerkt der Report:

„Austrian universities are pressed by the government to achieve 300 million EUR in savings through efficiency measures.“ 

Public Funding Observatory 2016

EU - Finanzierung - Statistik

European University Association

Österreich hat die öffentliche Finanzierung der Universitäten seit 2008 um 16,5% erhöht. Die Anzahl der Studierenden stieg seit 2008 um 24%.

Die Ergebnisse des EUA Public Funding Observatory 2016 weisen einen Anstieg der öffentlichen Finanzierung nicht nur für Österreich, sondern auch für Skandinavien, die Benelux Staaten, Frankreich, Deutschland und die Türkei aus. „A more than 5% increase in nominal terms can be observed in four countries: Austria (9.3%), Croatia (6.5%), Iceland (7.3%) and Norway (5.6%)." Gleichzeitig ist in genau diesen Ländern ein Anstieg der Studenten und Studentinnen zu verzeichnen.

Von 2014-2015 sind die Studierendenzahlen in Österreich im Vergleich zu 2008-2009 um mehr als 10% angestiegen. Der Personalstand österreichischer Universitäten konnte im selben Vergleichsrahmen nur unter 10% erhöht werden.

Der Report spricht die schwindende Erfolgsrate von HORIZON 2020 an: „EUR 2.2 billion were taken away from Horizon 2020 last year to set up the European Fund for Strategic Investments (EFSI)." Die europäischen Universitäten konnten davon nicht profitieren. Weiterführende Informationen finden sich unter www.eua.be/activities-services/eua-campaigns/eu-funding-for-universities

Stärkefelder im Innovationssystem: Wissenschaftliche Profilbildung und wirtschaftliche Synergien

Finanzierung - Forschung - Governance - Studien

AIT-IS-Report, Vol. 103. Jänner 2015

Endbericht zum Projekt im Auftrag des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft

Eine konkrete Zielsetzung der Studie Stärkefelder im Innovationssystem war die Analyse der Stärken und Schwächen sowie der Wettbewerbsfähigkeit des österreichischen Forschungsraums bestehend aus Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Fachhochschulen und Unternehmen.

"Wesentliche Eckpunkte für eine weitere Steigerung des potenziellen Impacts von Hochschulen auf Wirtschaft und Gesellschaft können in der Stärkung der Kernaufgaben Forschung und Lehre von Hochschulen gesehen werden", lautet eines der Ergebnisse.

FWF-Statistiken von 2014 dokumentieren folgende Anteile von Wissenschaftsdisziplinen an den Bewilligungen (Durchschnitt 2008-2012):  
  • Naturwissenschaft und Technik 42%
  • Life Sciences 38,7%
  • Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften 19,3%

Personalausgaben

Die Personalausgaben für F&E im Jahr 2011 verteilten sich im Hochschul- und staatlichen Forschungsbereich wie folgt:

  • Geistes-, Sozial und Kulturwissenschaften 27,4%
  • Naturwissenschaften 26,8%
  • Humanmedizin und Gesundheitswissenschaften 25,3%
  • Technische Wissenschaften 15,4%
  • Agrarwissenschaften und Veterinärmedizin 5,1%

Publikationen

Österreich ist über Publikationsnetzwerke international gut vernetzt, vor allem was die Nachbarstaaten angeht. Die Beziehungen zum deutschen Wissenschaftsraum sind besonders eng, sie weisen hinter Deutschland-Schweiz die dichteste Verbindung europaweit aus. Aber auch über den deutschsprachigen Raum hinaus steigt der Anteil der Ko-Publikationen mit Drittstaaten gemessen an Österreichs Gesamtoutput.

Österreich liegt betreffend der Publikationen und Zitationen pro Einwohner im Mittelfeld. Der Anteil Österreichs an den wissenschaftlichen Publikationen weltweit stieg von rund 0,7% im Jahr 2000 auf 0,8% im Jahr 2013 (Scimago 2014).

Im europäischen Vergleich ist festzuhalten, dass das Themenportfolio des österreichischen Publikationsoutputs jenem der Innovation Leader Deutschland und Schweden gleicht. Im globalen Vergleich wies Österreich in den 2000er Jahren eine klare Spezialisierung im Bereich der Medizin auf.

Der in Zitationszahlen gemessene Impact österreichischer Publikationen liegt in allen Wissenschaftsfeldern über dem Weltdurchschnitt an Zitationen pro Paper. Bei der Anzahl der 10 % weltweit meistzitierten Publikationen liegt Österreich im internationalen Vergleich im vorderen Spitzenfeld, aber deutlich hinter der Schweiz, Schweden, den Niederlanden, Finnland oder Dänemark.

Grundlagenforschung

Die Ausgaben für Grundlagenforschung beliefen sich im Jahr 2011 laut F&E-Erhebung der Statistik Austria auf knapp 1,58 Mrd. Euro, was einem Anteil von 19,4% an den gesamten F&E-Ausgaben Österreichs entspricht. Der Anteil der Grundlagenforschung am BIP liegt derzeit bei 0,53% (2011) und ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen (2002: 0,37%). Damit liegt er mittlerweile über jenem der USA (0,48%), aber unter dem Niveau von einigen anderen forschungsintensiven Ländern (z.B. Schweiz: 0,77% oder Korea: 0,73%).

Dem Hochschulsektor kommt mit 1,14 Mrd. Euro das größte Gewicht für die Grundlagenforschung zu. Er weist einen Anteil von 72,4% an den Ausgaben für Grundlagenforschung auf. Der Unternehmenssektor spielt mit 325,8 Mio. Euro im Gegensatz dazu eine vergleichsweise geringe Rolle, ebenso jene öffentlichen Institutionen (100,6 Mio. Euro), die nicht dem Hochschulsektor zugeordnet werden.

Die internationale Vernetzung Österreichs hat sich in den letzten Jahren positiv entwickelt. Österreich ist mit dem europäischen Forschungsraum eng und intensiv verflochten.

Als eine Schwäche nennt die Studie:

Österreichs Hochschullandschaft fehlt derzeit eine international sichtbare, als solche wahrgenommene Spitzenuniversität, was sich nicht zuletzt auch in den sich verschlechternden Positionen der österreichischen Universitäten in den üblichen Hochschul-Rankings niederschlägt. Mittel- und langfristig birgt dies die Gefahr, dass österreichische Universitäten bei Berufungsverhandlungen von renommierten ProfessorInnen sowie bei der Rekrutierung von international mobilen, hochqualifizierten NachwuchswissenschaftlerInnen einen Wettbewerbsnachteil haben.

Forschungsfinanzierung

Der Beitrag des Unternehmenssektors an der Finanzierung von F&E an österreichischen Hochschulen hat sich zwischen 1998 und 2011 von 17,5 Mio. Euro auf 109,1 Mio. Euro mehr als versechsfacht. Mit rund 51 Mio. Euro im Jahr 2011 entfällt fast die Hälfte der durch den Unternehmenssektor finanzierten F&E im Hochschulsektor auf die technischen Wissenschaften. Im Gegensatz dazu entfallen nur weniger als 10% der aus dem Unternehmenssektor finanzierten F&E-Ausgaben auf die Sozialwissenschaften (7 Mio. Euro 2011) und Geisteswissenschaften (1 Mio. Euro 2011).

Die Universitätsfinanzierung liegt deutlich unter dem 2%-Ziel, wobei die öffentliche Finanzierung nahe dem OECD-Schnitt liegt, der private Finanzierungsanteil allerdings noch erheblich zu steigern ist.

Die Studie dazu:
"Des Weiteren werden eine substanzielle Steigerung des Budgets des FWF und eine Ausweitung der Vergütung der Overheadkosten empfohlen. Beide Maßnahmen wären sofort wirksam."
 

Soziale Innovation

Der Begriff Soziale Innovation ist seit 2011 in der FTI-Strategie der Bundesregierung und in diversen Erklärungen des BMVIT und BMWFW enthalten, also in Strategie- und Programmdiskussionen verwendet. Es existiert eine Dotation für Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften im Rahmen des 2013 initiierten Programms "Wissenstransferzentren und IPR Verwertung" des BMWFW, das auch zum Ziel hat, soziale Innovationen zu fördern.

Die Studie gibt an:

"Erforderlich ist eine Professionalisierung von SI: Es braucht einerseits eine Ausbildung im Bereich „SI-Management“, andererseits Training und Weiterbildung in den diversen Teilsystemen der entstehenden SI-Community: Endbegünstigte/Nutznießer, private und öffentliche Bedarfs- und Projektträger, Verwaltung, Fördereinrichtungen, Politik, Wissenschaft und Forschung."

Es mangle insbesondere an Messtheorien und Messmethoden, Indikatorik und statistisch validen Datengrundlagen. Die Verbesserung der Anschlussfähigkeit von SI-Forschung an die etablierte Innovationsforschung sei daher unmittelbar und dringend erforderlich. Insgesamt bedürfe es einer neuen Innovationskultur, in der gesellschaftlich relevante Themen gleichberechtigt neben den Erfordernissen wirtschaftlicher Entwicklung adressiert und ebenso systematisch Gegenstand der FTI-Politik und Innovationsförderung werden.

Drittmittel an Universitäten

"Mit der zunehmenden Forcierung von Drittmitteln als zusätzliches Instrument der Hochschulfinanzierung darf der Aspekt der Overheadkosten, die durch diese Einnahmen-Kategorie verursacht werden, nicht vernachlässigt werden."

Das Ausmaß dieser Kosten für die Universitäten in Österreich sowie mögliche Instrumente für deren Abgeltung bedürfen in Österreich einer vertieften Analyse und Diskussion. Auch gelte es geeignete Abgeltungs- bzw. Finanzierungsinstrumente auf Bundesebene zu entwickeln, beispielsweise am Vorbild der deutschen Projektpauschale.

Karriereperspektiven für ForscherInnen

Laut Studie weist Österreich einen zu hohen Anteil an befristeten Arbeitsverträgen relativ zum gesamten angestellten wissenschaftlichen Personal aus. In den vergangenen Jahren ist es an Österreichs Universitäten zu einem massiven Ausbau der Drittmittelbeschäftigung gekommen. So sind in 2013 bereits 30% des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals (in VZÄ) über Drittmittel finanziert (BMWFW 2014).

"Angesichts der unausgewogenen Personalstruktur an Österreichs Universitäten sind auch Spannungen zwischen den einzelnen Statusgruppen des universitären Personals evident, die sich nicht nur auf die unsichere Karriereplanung (aufgrund des Fehlens eines echten Tenure Tracks) zurückführen lassen, sondern auch auf ein ungeklärtes Verhältnis zwischen Stammpersonal (Planstellen) und anderen Beschäftigungsverhältnissen (z.B. LektorInnen, Drittmittelbeschäftigte, Postdocs) sowie auf eine fehlende institutionelle Verankerung des Drittmittelpersonals hinweisen."

Laut Studie gilt in Österreich als besonders verbesserungswürdig die Durchlässigkeit von wissenschaftlichen Karrierewegen zwischen den einzelnen Sektoren. Dies betreffe nicht nur die Achse Wissenschaft-Wirtschaft sondern auch die Verschränkung außeruniversitärer Sektor, Fachhochschule und Universität.

Internationalisierung

Die Internationalisierung Österreichs in Form von Beteiligungen an den EU-Rahmenprogrammen ist positiv zu bewerten. So ist die Beteiligung seit dem 4. RP steigend. Im 7. RP liegt Österreich hinsichtlich der Beteiligungsintensität (Beteiligungen pro 1.000 ForscherInnen) im oberen Drittel der EU Länder. Die Rückflussquote gemessen am österreichischen Beitrag zum EU Haushalt ist im 7. RP auf 125% gestiegen (6. RP: 117%), d.h., es konnten signifikant mehr Fördermittel von österreichischen Organisationen lukriert werden als vom österreichischen Bundeshaushalt für das EU-Gesamtbudget aufgebracht wird.

Eine der Empfehlungen der Studie lautet:

"Des Weiteren sollte die Attraktivität Österreichs für ausländische Studierende (aus Drittländern) und ausländische Arbeitskräfte durch entsprechende finanzielle Anreize (Bsp. Kosten für Rot-Weiß-Rot-Karte, Steueranreize für ausländische Dienstnehmer) verbessert werden. Auch die Arbeitsbedingungen für ausländische AbsolventInnen (z.B. MedizinerInnen) in Österreich sollten verbessert werden, um einen höheren Anteil an ausgebildeten Fachkräften im Land zu behalten."  

  

Letzte Bearbeitung: 04.03.2015, 11:01 / a.scholz

Vision 2050 - Chancen für Österreich

Finanzierung - Studien

Die zentralen Voraussetzungen für eine Spitzenstellung Österreichs in der Welt von 2050 sind Bildung, Innovation und Strukturwandel. So lautet das Ergebnis der Studie „Vision 2050“ des Instituts für Höhere Studien IHS im Auftrag des Rates für Forschung und Technologieentwicklung und des Austrian Institute of Technology AIT, die am 15. Mai 2014 präsentiert wurde.

Wien: Stadt, die Wissen schafft

Finanzierung - Studienbeiträge - Wertschöpfung

Finanzen, AkteurInnen, Visionen einer europäischen Forschungsmetropole

Vierter Bericht des Beauftragten der Stadt Wien für Universitäten und Forschung. Februar 2015

Der Bericht zeigt eine Wertschöpfung ausgelöst durch die Hochschulen in Wien von fast drei Milliarden Euro jährlich auf. Wien sei nicht nur die größte deutschsprachige Universitätsstadt der Welt, sie sei auch Kulturhauptstadt und verfüge über eine sehr gute Lebensqualität.

Rund 190.000 Studierende sind eine enorme Bereicherung für die Stadt, sowohl kulturell als auch finanziell. Daraus leitet sich die Verantwortung ab, das vorhandene Potenzial auszuschöpfen, was sich auch in den Budgetzahlen der Stadt widerspiegeln muss. Es ist im Interesse Wiens, in Zukunftsbereiche zu investieren und das auch ausreichend zu kommunizieren.“

Wissen schafft Wert. Hochschulen und Forschung als wichtiger Standortfaktor

Finanzierung - Forschung - Studien - Wertschöpfung

Dritter Bericht des Beauftragten der Stadt Wien für Universitäten und Forschung

Alexander van der Bellen. Dezember 2013

Wissensbilanz

Finanzierung - Forschung

Die Wissensbilanz von Universitäten orientiert sich am Grundmodell der Austrian Research Centers, das 1999 entwickelt wurde. 

Die größte österreichische Forschungsorganisation, die Austrian Research Centers, waren aufgrund ihrer schwierigen Finanzlage gezwungen öffentlich darzulegen, welchen Wert die Forschungseinrichtung für das Land und für seine Steuerzahler hatte. Die klassische Finanzbilanz bot dazu wenige Argumente, sodass die Idee geboren wurde, eine komplementäre Bilanz zu schaffen und sichtbar zu machen und möglichst auch zu bewerten, was sich nicht einfach in  Geldwert messen lässt. 
 
Dieses erste Modell der Wissensbilanz wurde 1999 von den ProfessorInnen Ursula Schneider (Graz) und Günter Koch (Wien) unter Mitwirkung ihrer Assistenten Karl-Heinz Leitner (Austrian Research Centers) und Manfred Bornemann (Graz) entwickelt und an den Austrian Research Centers (Seibersdorf) eingeführt. 

Wissenstransferzentren

Finanzierung - Forschung

Vier Wissenstransferzentren sollen in Österreich eröffnet werden. Diese bis zum Jahr 2018 mit 11,25 Millionen Euro geförderten sogenannten "Scouting"-Einrichtungen sollen die patentmäßige Verwertung von an Universitäten bereits vorhandenem Wissen koordinieren.

Im Westen ist die Universität Innsbruck dabei federführend, im Osten die Medizin-Universität Wien und im Süden die Technische Universität Graz. Außerdem gibt es ein überregionales Zentrum für den Life Science Bereich an der Universität Wien.

Als Begleitmaßnahme werden außerdem die Patentkosten der Universitäten seit Dezember 2013 bis zum Jahr 2018 mit fünf Millionen Euro gefördert. Drei Millionen Euro stehen seit Ende 2013 für Prototypenförderungen zur Verfügung.

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