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Bildung in Zahlen 2015/16

Akademikerquote - Gender-Mainstreaming - Sozialerhebung - Statistik

Statistik Austria Mai 2017

2015/16 lag die Zahl der ordentlichen Studierenden an öffentlichen Universitäten bei 280.445, zeigen die Schlüsselindikatoren aus Bildung in Zahlen 2015/16.

Die Zahl der Studierenden stieg vom Studienjahr 1980/81 bis zum Studienjahr 2015/16 um mehr als 140%. Die Zahl der Professorinnen und Professoren folgte dieser Entwicklung nicht: im selben Zeitraum war lediglich ein Anstieg um etwas mehr als 40% zu beobachten. Im Studienjahr 2015/16 umfasste der Personalstand 2.467 Professorinnen und Professoren.

55,7% der Studentinnen und Studenten an österreichischen Universitäten haben Eltern, die keine Akademiker sind, zeigen die Ergebnisse der im Mai 2017 veröffentlichten Erhebung über den Bildungsabschluss der Eltern von Statistik Austria

29,1% der Studierenden haben einen akademisch gebildeten Vater und in 60,8% dieser Fälle ist auch die Mutter Akademikerin. Insgesamt stammen 17,7% der Studierenden aus reinen Akademikerfamilien.

BildungsausländerInnen in Österreich

Mobilität - Sozialerhebung - Studien

Kernaussagen der Studierenden-Sozialerhebung 2011

Eine österreichische Sozialerhebung wurde im Jahr 2009 und im Jahr 2011 vom Institut für Höhere Studien im Auftrag des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung vorgelegt.

Die „Materialien zur sozialen Lage der Studierenden 2012“ enthalten einerseits eine umfangreiche Darstellung der Entwicklungen in der Studienförderung in den letzten Jahren und andererseits die zusammengefassten Ergebnisse der „Studierenden- Sozialerhebung 2011“.

Im Wintersemester 2010/11 studierten rund 65.000 AusländerInnen an Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen.

Im Wintersemester 2010/11 stammten die ausländischen Studierenden zu

  • 38% der aus Deutschland
  • 17% aus anderen osteuropäischen Ländern
  • 11% aus einem der jugoslawischen Nachfolgestaaten
  • 11% aus außereuropäischen Staaten
  • 9% der ausländischen Studierenden aus Südtirol
  • 9% aus westeuropäischen Ländern
  • 5% aus der Türkei

Über die Hälfte der deutschen BildungsausländerInnen in Österreich sind in Bayern (42%) oder Baden-Württemberg (16%) aufgewachsen. In Deutschland sind hingegen nur je 13% der Studierenden in diesen Bundesländern aufgewachsen. In Salzburgund Innsbruck bilden Studierende aus den beiden erstgenannten Bundesländern 69% bzw. 58% der deutschen Studierenden.

EUROSTUDENT IV. 2008 - 2011

EU - Sozialerhebung

Social and Economic Conditions of Student Life in Europe

Auf europäischer Ebene stellt der Eurostudent Report die Ergebnisse der Sozialerhebungen einzelner Länder zusammen und ermöglicht so einen Vergleich. Er wird vom deutschen HIS Hochschul-Informations-System erstellt.

Das Potential dieser Daten für die Lagebeurteilung des europäischen Hochschulraums wurde auch innerhalb des Bologna-Prozesses anerkannt. EUROSTUDENT war offizieller Datenlieferant für die Berichte "The Bologna Process in Higher Education in Europe" im Jahr 2009 und "The European Higher Education Area in 2012" im Jahr 2012.

Für die 4. Ausgabe des Eurostudent haben WissenschaftlerInnen des HIS Hochschul-Informations-System drei Jahre lang Zehntausende Studenten aus 25 europäischen Ländern befragt und die Ergebnisse analysiert. Entstanden ist ein Werk von 244 Seiten, das neue Trends aus der Hochschullandschaft Europa zeigt.

Die Ergebnisse belegen die differenzierte Realität der Studierenden in Europa. Hervorstechend ist die zunehmende Heterogenität der Studierenden. Diese Tatsache wird von der EU als eine der wichtigsten Herausforderungen für Hochschulen und Hochschulpolitik in der Zukunft angesehen.

EUROSTUDENT V. 2012-2015

EU - Internationale Studien - Sozialerhebung - Statistik - Studien

Social and Economic Conditions of Student Life in Europe

EUROSTUDENT ist ein länderübergreifendes Projekt, das Informationen zur wirtschaftlichen und sozialen Lage von Studierenden im europäischen Hochschulraum zur Verfügung stellt. Eine länderübergreifende, indikatorengestützte Analyse („Synopsis of Indicators“) ordnet die nationalen Befunde in einen internationalen Rahmen ein. An der fünften Ausgabe von EUROSTUDENT nahmen 29 europäische Länder teil, darunter auch Armenien, Georgien, Russland, Serbien und die Ukraine.

Vom 25. bis 27. Februar 2015 fand an der Wirtschaftsuniversität Wien die Konferenz The Social Dimension in European Higher Education statt. Auf dieser vom Institut für Höhere Studien IHS und dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung DZHW ausgerichteten Konferenz wurden die Ergebnisse der Projekte EUROSTUDENT V und Peer Learning Initiative for the Social Dimension PL4SD der europäischen Hochschulöffentlichkeit vorgestellt.

Modernisation of Higher Education in Europe

Drop Out - EU - Internationalisierung - Sozialerhebung - Statistik - Studien

Access, Retention and Employability 2014

Eurydice Report

Viele Länder sammeln Informationen über ihre Studierenden, die Auswertung der Daten ist dabei vielfach nicht auf konkrete Ziele bezogen, wie zum Beispiel die Förderung des Hochschulzugangs benachteiligter Studierender.

Der Eurydice Bericht Modernisation of Higher Education in Europe befasst sich mit nationalen und institutionellen Maßnahmen in den Bereichen Zugang, Abschluss und Beschäftigungsfähigkeit von HochschulabsolventInnen. Die Politik und Praxis im Zusammenhang mit den Erfahrungen der Studierenden im Hochschulwesen werden in drei verschiedenen Phasen untersucht:

  • Zugang zur Hochschulbildung, was voraussetzt, dass Studienwillige über das verfügbare Angebot, die Zulassungsvoraussetzungen und die Zulassungsverfahren informiert sind
  • Studienverlauf, einschließlich verfügbarer Unterstützungsangebote, wenn Probleme aufgetreten
  • Übergang von der Hochschule zum Arbeitsmarkt

Der Bericht deckt 36 Länder ab und basiert auf drei Informationsquellen: den nationalen Eurydice-Stellen, nationalen Qualitätsagenturen und Hochschulbesuchen vor Ort.

Nationale Strategie zur sozialen Dimension in der Hochschulbildung

Sozialerhebung

Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft
Jänner 2017

40% der Studierenden in Österreich kommen aus Haushalten, in denen weder Vater noch Mutter über eine Maturaverfügen. Österreich zählt im EUROSTUDENT-Vergleich neben Norwegen, Niederlande und Schweiz zu den Ländern, in denen die soziale Herkunft der Studentinnen und Studenten relativ repräsentativ zur Wohnbevölkerung zusammengesetzt ist. Die Studierwahrscheinlichkeit für Studierende aus „bildungsnahen“ Elternhäusern ist jedoch rund 2,38mal höher als für jene aus „bildungsfernen“.

Die „Nationale Strategie zur sozialen Dimension in der Hochschulbildung. Für einen integrativeren Zugang und eine breitere Teilhabe“ ist das Ergebnis eines einjährigen Diskussionsprozesses mit den Hochschulen und weiteren betroffenen Institutionen sowie Interessensvertretungen. Die ausgearbeiteten Handlungsfelder mit konkreten Maßnahmen sollen die soziale Inklusion schrittweise erhöhen.

ÖH Bericht zur Finanziellen Lage, Wohnsituation und Wohnqualität von Studierenden

Sozialerhebung

Österreichische Hochschülerschaft. Oktober 2013

Die Österreichische Hochschülerschaft ÖH hat im Oktober 2013 einen Bericht zur Finanziellen Lage, Wohnsituation und Wohnqualität von Studierenden in Österreich präsentiert. Die Erhebung basiert auf einer online Erhebung von Jänner 2013 von 4988 Studierenden aller öffentlichen österreichischen Universitäten. Der Verfasser der Studie ist Stephan Kratochwill.

Verglichen mit der Gesamtbevölkerung ist der Durchschnitt der Studierenden in Österreich nach dieser ÖH Erhebung bedeutend schlechter gestellt als der Durchschnittsösterreicher oder die Durchschnittsösterreicherin. Am stärksten depriviert sind Studierende aus Nicht EU-Staaten, in der Studie genannt „BildungsausländerInnen“.

Die matrielle Deprivation hängt jedoch nicht allein von der Einnahmensituation ab. Auch die Wohnsituation trägt wesentlich zur Deprivation bei; die Durchschnittseinnahmen von „stark deprivierten“ Studierenden, die einen eigenen Haushalt führen (7% aller eig. Haushalte), liegen mit rund 840€ weit höher als die Einnahmen von „nicht deprivierten“ Studierenden, die bei Eltern/Verwandten leben (45% aller „ElternwohnerInnen“, 670€). Setzt man den materiellen Deprivations-Index mit dem Wohnproblem-Index in Zusammenhang, so zeichnet sich deutlich eine gegenseitige Abhängigkeit ab.

Sozialbericht 2013-2014
Rot-Weiss-Rot-Karte

Fremdenrecht - Internationalisierung - Sozialerhebung - Studien

Ressortaktivitäten und sozialpolitische Analysen

Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz

Laut Sozialbericht 2013-2014 sind die AntragstellerInnen für eine Rot-Weiß-Rot-Karte qualifizierte Arbeitskräfte in unterschiedlichen Branchen, vor allem in der technischen Forschung und Entwicklung bzw. bei wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen und im Bereich Information und Kommunikation.

„TopmanagerInnen sowie SpitzenwissenschaftlerInnen und –forscherInnen samt ihrem Supportpersonal sind von vornherein von der Bewilligungspflicht des Ausländerbeschäftigungsgesetzes (AuslBG) ausgenommen und können außerhalb des Rot-Weiß-Rot-Karten-Systems zuwandern“.

 

Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks

Sozialerhebung

Studieren heute. Die Vielfalt der Studierenden.

 

Bildungsherkunft

Der „Bildungstrichter“ ist die bekannteste Grafik aus der 20. Sozialerhebung zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Studierenden in Deutschland. Er zeigt, wie ausgeprägt sozial selektiv das deutsche Hochschulsystem ist. Von 100 Kindern aus Akademikerfamilien studieren 77, von 100 Kindern aus Nicht-Akademikerfamilien schaffen nur 23 den Sprung an die Hochschule.

In dualen Studiengängen beträgt der Anteil Studierender mit zwei akademisch gebildeten Eltern 12 %. Unter den Teilzeitstudierenden gehören nur 9% zu jenen mit hoher Bildungsherkunft. Noch deutlicher vom Durchschnitt weicht die soziale Mischung der Studierenden bei einem berufsbegleitenden Studium ab. 75% von ihnen sind gemessen am Bildungsstand ihrer Eltern „Studierende der ersten Generation“.  

Studienverläufe und Studienzufriedenheit

Sozialerhebung

Zusatzbericht der Studierenden-Sozialerhebung 2015

Institut für Höhere Studien (IHS), Wien

Der Zusatzbericht der Studierenden-Sozialerhebung 2015 Studienverläufe und Studienzufriedenheit wurde vom IHS im Auftrag des BMWFW im Februar 2017 von Martin Unger, Bianca Thaler, Anna Dibiasi, David Binder und Julia Litofcenko erstellt und im Juli 2017 präsentiert.

„Ein näherer Blick auf die Erfolgsquote der Universitäts-DiplomanfängerInnen zeigt, dass nach 8 Semestern (Regelstudiendauer ohne Toleranzsemester der meisten Diplomstudien) „nur“ 3% ein Studium abgeschlossen haben. Drei Semester später (im 11. Semester, das entspricht der Regelstudiendauer plus drei Toleranzsemester bei drei Abschnitten) haben 17% ein Studium abgeschlossen. Im 12. Semester (Regelstudiendauer ohne Toleranzsemester für Medizin und z.B. einige Musikstudien) hat rund ein Viertel der DiplomanfängerInnen ein Universitätsstudium abgeschlossen. Die „50%-Marke“ wird im 17. Semester erreicht: nach 17 Semestern hat die Hälfte der DiplomanfängerInnen einen Abschluss erworben. Bis zum letzten beobachtbaren Semester kommen weitere 12%-Punkte dazu: im 24. Semester liegt die Erfolgsquote bei 62%. Es ist jedoch davon auszugehen, dass zumindest ein Teil der noch im System verbliebenen Personen noch einen Abschluss erwirbt, sodass sich die Erfolgsquote in Zukunft noch um ein paar Prozentpunkte erhöhen wird.“

Studierenden Sozialerhebung 2015

Sozialerhebung - Statistik - Studien

Der Bericht zur Umfrage stellt eine Informationsgrundlage für die österreichische und internationale Hochschulpolitik dar, da die erhobenen Informationen nicht über andere Datenquellen verfügbar sind.

Die Studierenden-Sozialerhebung 2015 wurde vom Institut für Höhere Studien im Auftrag des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft durchgeführt. 47.000 StudentInnen (ohne Doktoranden) an öffentlichen und privaten Universitäten, Fachhochschulen (FH) und Pädagogischen Hochschulen (PH) wurden online befragt.

Die Studie wird von einem Projektbeirat begleitet, in den die Österreichische Universitätenkonferenz (uniko), die Österreichische Fachhochschul-Konferenz (FHK), die Rektorenkonferenz der österreichischen Pädagogischen Hochschulen (RÖPH), die Österreichische Privatuniversitätenkonferenz (ÖPUK), die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH), die Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria (AQ Austria) und der Österreichische Wissenschaftsrat VertreterInnen entsendet haben.

Für den regelmäßig erscheinenden Bologna Process Implementation Report werden Daten aus 30 nationalen Sozialerhebungen aufbereitet. Die OECD und die EU verwenden Daten dieser nationalen Sozialerhebungen.

Studierenden-Sozialerhebung

Sozialerhebung - Statistik - Studien

Eine Sozialerhebung steht an der Schnittstelle zwischen Sozial- und Bildungsberichterstattung.

Die erste Studie zur wirtschaftlichen und sozialen Lage von Studenten und Studentinnen wurde in Österreich 1973 durchgeführt. Seither erfolgten Studien zu diesem Thema in unregelmäßigen Abständen und wurden von unterschiedlichen Institutionen durchgeführt. Eine österreichische Sozialerhebung wurde im Jahr 2009 und im Jahr 2011 vom Institut für Höhere Studien im Auftrag des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung vorgelegt.

Die „Materialien zur sozialen Lage der Studierenden 2012“ enthalten einerseits eine umfangreiche Darstellung der Entwicklungen in der Studienförderung in den letzten Jahren und andererseits die zusammengefassten Ergebnisse der „Studierenden- Sozialerhebung 2011“.

Entwicklung der Studierendenzahlen

In den Wintersemestern 2009/10 und 2010/11 haben erstmals mehr als 50.000 AnfängerInnen in allen österreichischen Hochschulsektoren ein Studium begonnen. Seit 2009 beginnen rund 36.000 in- und ausländische StudienanfängerInnen im Wintersemester ein Studium an einer Universität und etwa 1.000 ein Studium an einer Kunstuniversität. Sowohl die Zahl der inländischen als auch der ausländischen StudienanfängerInnen hat zwischen 2008 und 2010 um 14% zugenommen. Die stärksten Zuwächse gab es an Pädagogischen Hochschulen sowie in Lehramtsstudien an Universitäten.

Nach der Studierenden-Sozialerhebung stieg die Zahl der inländischen Studierenden in den letzten 10 Jahren um 50%. Die Zahl der die Zahl der ausländischen Studierenden hat sich in dieser Zeit auf etwa 65.000 mehr als verdoppelt. 79% aller Studierenden haben die Österreichische Staatsbürgerschaft, 8% haben eine deutsche Staatsbürgerschaft (ca. 25.000), 7% besitzen die Staatsbürgerschaft eines anderen EU- und 4% eines anderen europäischen Staates. Weniger als 1% der Studierenden besitzt eine Staatsbürgerschaft eines außereuropäischen Staates.

Der Frauenanteil aller inländischen Studierenden beträgt 53%. Unter den StudienanfängerInnen des Studienjahres 2010/11 sind 58% weiblich und 42% männlich. Einen besonders hohen Frauenanteil gibt es am Hochschulstandort Klagenfurt (70%) und einen besonders hohen Männeranteil in Leoben (78%).

Das Durchschnittsalter der inländischen Studierenden an österreichischen Universitäten lag im Wintersemester 2010/11 bei 26,7 Jahren. Der Anteil der über 30jährigen Studierenden beträgt an den Universitäten 21% und an den Kunstuniversitäten 25%. Im Vergleich dazu beträgt der Anteil an den Fachhochschulen 15%.

Studienfächer

Jeweils rund 20% aller belegten Studien im gesamten Hochschulsektor entfallen auf Geisteswissenschaften, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften oder Technik. Naturwissenschaften und Rechtswissenschaften machen je 11% aus, 8% aller Studien sind Lehramtsstudien und 4% entfallen auf Medizin und Gesundheitswissenschaften.

Studienverhalten und Durchlässigkeit

Von den DiplomstudienanfängerInnen des Wintersemesters 2003/04 an Universitäten haben acht Jahre nach Studienbeginn 44% ein Studium abgeschlossen, 29% ihr Studium ohne Abschluss ab-gebrochen und 27% sind noch ohne einen Abschluss weiterhin an einer Universität inskribiert. Studierende aus AkademikerInnenhaushalten brechen deutlich seltener ihr Universitätsstudium ab und haben deutlich höhere Erfolgsquoten als Studierende, deren Eltern lediglich über Pflichtschul- oder Lehrabschluss verfügen. Dies ist ganz besonders in rechtswissenschaftlichen Studien der Fall, aber auch in Medizin und sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Studien.

88% der BachelorabsolventInnen an Universitäten beginnen mit einem Masterstudium, 29% der Diplom- und 38% der MasterabsolventInnen beginnen mit einem Doktoratsstudium (durchschnittliche Übergangsquoten der Abschlusskohorten 2002/03 bis 2004/05). Bei allen Übergängen beginnen Männer häufiger ein postgraduales Studium als Frauen. Übertritte in ein Masterstudium sind kaum schichtspezifisch, in ein Doktoratsstudium treten dagegen Studierende aus bildungsfernen Schichten häufiger über.

Je 18% der inländischen Studierenden im Sommersemester 2011 stammen aus niedriger bzw. hoher Schicht, 64% aus den mittleren Schichten. Der Anteil Studierender aus niedriger Schicht sinkt über die Zeit v.a. aufgrund von Veränderungen in der Gesamtgesellschaft (z.B. gestiegenes Bildungsniveau der Elterngeneration).

82% aller Studierenden sind BildungsinländerInnen, haben also ihre Studienberechtigung in Österreich erworben. 7% der BildungsinländerInnen haben einen Migrationshintergrund. 18% aller Studierenden sind BildungsausländerInnen. Für drei Viertel von ihnen ist Deutsch die Erstsprache. 5% aller Studierenden haben weder eine inländische Studienberechtigung noch ist ihre Erstsprache Deutsch. Fast zwei Drittel der BildungsausländerInnen, deren Erstsprache nicht Deutsch ist, sind Kinder von AkademikerInnen.

Doktoratsstudium

Seit dem Wintersemester 2009/10 studieren rund 26.000 Studierende ein Doktoratsstudium an den öffentlichen Universitäten in Österreich. Davon weist ein Viertel eine ausländische Staatsbürgerschaft auf. Insgesamt beträgt der Frauenanteil im Dokorat 47%. Im Wintersemester 2011/12 haben 3.000 Studierende ein Doktoratsstudium aufgenommen.

71% der Doktoratsstudierenden streben eine Promotion an, weil sie in Wissenschaft und Forschung arbeiten wollen. 15% geben als Studienmotiv an, sie haben mit ihrem Erstabschluss keinen adäquaten Arbeitsplatz gefunden. Insgesamt zeigen sich 58% der Doktoratsstudierenden mit der Betreuung ihrer Dissertation sehr zufrieden. Am zufriedensten sind Studierende in technischen und naturwissenschaftlichen Fächern, am unzufriedensten dagegen jene in Geistes- und Kulturwissenschaften sowie in den Rechtswissenschaften.

  • 27% aller Doktoratsstudierenden studieren ein geistes- und kulturwissenschaftliches Fach
  • 21% ein ingenieurwissenschaftliches Studium
  • 16% ein rechtswissenschaftliches Doktoratsstudium

23% der Doktoratsstudierenden beziehen eine Studienförderung, 1% erhält das DOC-Stipendium der ÖAW. Für Doktoratsstudierende an Kunstuniversitäten stellen Stipendien häufiger die Haupt-einnahmequelle dar als für jene an wissenschaftlichen Universitäten. 85% der Doktoratsstudierenden sind erwerbstätig, und zwar mehrheitlich Vollzeit über 35 Wochenstunden. DissertantInnen sind bei Beginn ihres Studiums im Schnitt rund 31 Jahre alt.

38% der Studierenden im Doktorat sind in irgendeiner Form an ihrer Universität beschäftigt und dabei in Forschung oder Lehre eingebunden, dies am häufigsten in technischen Fächern. Für 55% von ihnen ist das Verfassen der Dissertation zumindest Teil ihrer universitären Erwerbstätigkeit.

 

Letzte Bearbeitung: 06.03.2014, 10:32 / a.scholz

Übertragung von Bildungsniveau

Sozialerhebung - Statistik

Intergenerationale Übertragung von Benachteiligungen. EUROSTAT, Dezember 2013

Für die Erhebung Intergenerationale Übertragung von Benachteiligungen wurden 2011 Erwachsene im Alter von 25 bis 59 Jahren zum Bildungsniveau ihrer Eltern befragt, welches dann mit dem Bildungsniveau der Befragten verglichen wurde. Die Informationen stammen von Daten aus der Erhebung zur EU Statistik über Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC).

Die EU-SILC Erhebung ist die Referenzquelle der EU für vergleichbare Statistiken über Einkommensverteilung, Armut und Lebensbedingungen.

Wirtschaftliche und soziale Lage der Studierenden in der Bundesrepublik

Sozialerhebung

Hochschul-Informations-System HIS

In Deutschland erscheint eine Studie über die wirtschaftliche und soziale Lage der Studierenden in der Bundesrepublik alle drei Jahre regelmäßig seit 1951. Die seit 60 Jahren existierende umfassende Dokumentation der Lebensbedingungen deutscher Studierender wird erarbeitet vom Hochschul-Informations-System HIS.

 

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