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Autonomie der europäischen Universitäten

Autonomy-Scorecard Projekt EUA

Auf einer Website hat die EUA die Ergebnisse des Autonomy-Scorecard Projekts online zur Verfügung gestellt.

Dieses Online-Tool ermöglicht einen Vergleich des Grades an universitärer Autonomie in 29 europäischen Staaten im Hinblick auf vier Dimensionen und 38 Indikatoren. Die Dimensionen sind dabei nach Organisation, Finanzen, Personalangelegenheiten und Lehre aufgeschlüsselt. Der direkte Ländervergleich ist in allen Untergruppen der einzelnen Dimensionen auf einen Blick zu finden.

Cost-Sharing

Do changes in cost-sharing have an impact on the behaviour of students and higher education institutions?

Evidence from nine case studies

Die Studie „Do changes in cost-sharing have an impact on the behaviour of students and higher education institutions?“ wurde im Auftrag der Europäischen Kommission vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung DZHW in Hannover und von Higher Education Strategy Associates HESA in Toronto, Kanada, durchgeführt. Untersucht wurden die Auswirkungen von Änderungen in der Studiengebührenpolitik auf Studienbewerber, Studierende und Hochschulen.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, wie sich in den letzten 15 Jahren Änderungen der Studiengebühren in neun Ländern mit verschiedenen Finanzierungsmodellen ausgewirkt haben. Zu den Vergleichs-Ländern zählen neben Österreich auch Deutschland, Vereinigtes Königreich (nur England), Finnland, Kanada, Polen, Portugal, Ungarn und Südkorea.

Studiengebühren bewirken laut des vorliegenden Berichts nicht, dass sich öffentliche Hochschulen besser auf veränderte Anforderungen einstellen. Andere Faktoren wie Tradition, Prestige und Zulassungsvorschriften beeinflussen, welchen Spielraum die Universitäten haben und wie sie ihn nutzen.

National Student Fee and Support Systems in European Higher Education. 2014/15

Eurydice – Facts and Figures

Dieser Eurydice-Bericht enthält Informationen über die nationalen Studiengebühren und Fördersysteme einschließlich der Studienzuschüsse und -kredite in den europäischen Ländern. und umfasst insgesamt 33 Staaten. Neben den EU-Mitgliedsstaaten sind auch Island, Norwegen, Montenegro und Türkei berücksichtigt.

Die Höhe von Studiengebühren, Studienförderung und Studiendarlehen variiert europaweit beträchtlich. Viele Länder – Zypern, Dänemark, Deutschland, Griechenland, Malta, Finnland, Schweden, Schottland, Norwegen und die Türkei– erheben überhaupt keine Studiengebühren. Umgekehrt müssen in neun Ländern (Tschechische Republik, Niederlande, Portugal, Slowakei, England, Wales und Nordirland, Island und Liechtenstein) alle Bachelor-Studierenden Studiengebühren zahlen.

OECD Empfehlung

Education at a Glance 2013. OECD Indicators

Die Einhebung von Studienbeiträgen wurde für Österreich in mehreren Wirtschaftsberichten der OECD empfohlen, wie im Bericht von 2011 und 2013.

Die Ländernotiz für Österreich der Studie "Bildung auf einen Blick. OECD 2013" betont in diesem Zusammenhang die Bedeutung von Studiendarlehen und Beihilfen und verweist auf den geringen Anteil von nur 16% der Studierenden die 2011 ein Stipendium oder eine Beihilfe erhalten haben. Es wird in der Studie festgehalten, dass Österreich über kein öffentliches Darlehenssystem für Studierende verfügt.

Der Anteil der privaten Bildungsausgaben in Österreich ist laut des OECD Berichts 2013 einer der geringsten unter den OECD-Ländern. Im Durchschnitt der OECD-Länder kommen 32% der Ausgaben für Einrichtungen des Tertiärbereichs aus privaten Quellen, in Österreich sind es 12%.

Die österreichischen privaten Haushalte tragen auch weniger als 3% zu den privaten Ausgaben für die tertiäre Bildung bei; 10% stammen aus anderen privaten Quellen, z.B. von Unternehmen.

Österreich ist eines von nur wenigen Ländern, darunter Belgien, Schweden, die Slowakische Republik und die Tschechische Republik, in denen die Ausgaben der privaten Akteure, bei denen es sich nicht um private Haushalte handelt, höher sind als die Ausgaben der privaten Haushalte. Das sei größtenteils auf die geringen Studienbeiträge zurückzuführen, die in Österreich für den Tertiärbereich erhoben würden. (Tabellen B3.2a und B3.2b)

 

Student Fees and Support System in Austria

Eurydice – Facts and Figures

The federal student grants can systematically be divided into two sections:

direct study financing received in cash, and indirect study financing which the student may receive by a transfer payment to the students’ parents, or through non-cash benefits.

  • Direct student support is paid out in monthly instalments up to EUR 8 952 per year. The amount is assessed on the basis of income and number of family members of the student, his/her parents and his/her spouse.
  • The grants need not be paid back except when proof of academic achievement is missing after the first two semesters.
  •  Students' parents can receive family allowances (EUR 158.90 per month per child) and tax relief (EUR 58.40 per month per child) if the student is under 24 (in exceptional cases till 25 years of age) and is studying.
  • No student loans.

 

Studienbeiträge

 

Die Einführung von Studienbeiträgen an Österreichischen Universitäten wurde am 15. September 2000 beschlossen. Die erstmalige Einhebung erfolgte im Oktober 2001.

Rechtlicher Rahmen

Studienbeiträge gemäß § 91 Abs. 1 bis 3 in der Fassung BGBl. I Nr. 18/2013 sind seit dem Sommersemester 2013 zu entrichten. Kommt es bis 1. Juni 2014 zu keiner Neuerung der Studienbeitragsregelung, so bleibt die vorliegende Fassung in Geltung.

Studienbeiträge und ERASMUS

Im Rahmen des Erasmus-Programms darf die Gastinstitution keine Studienbeiträge einheben.

Erasmus Outgoing-Studierende österreichischer Universitäten sind für die Dauer ihres Erasmus-Aufenthaltes auch von den Studienbeiträgen an der Heimathochschule befreit, sofern diese andernfalls anfallen würden.

Im FH-Bereich und an einigen sonstigen Institutionen bleibt es den Erhaltern überlassen, ob Outgoing-Studierende von den Studienbeiträgen befreit werden. Falls die Studierenden dieser Institutionen während ihres Erasmus-Studienaufenthalts weiterhin Studienbeiträge an der Heimathochschule zu zahlen haben, sind sie bei der Bewerbung darüber zu informieren. Kleinere Ausgaben, welche die Gastinstitution für gewisse Dienstleistungen (wie z. B. Versicherungen, Hochschülerschaftsbeiträge, etc) und Unterrichtsmaterialien (wie z. B. Fotokopien, Laborbedarf, etc.) auch von Studierenden der Gastinstitution einhebt, gelten nicht als Studienbeitrag. Nach den Vorgaben der Europäischen Kommission darf die Heimathochschule jedoch bei den Outgoing-Studierenden keinerlei Gebühren für die Organisation oder Verwaltung der Erasmus-Mobilität einheben.

Studierenden-Sozialerhebung 2011

Finanzielle Situation der Studierenden

Eine österreichische Sozialerhebung wurde im Jahr 2009 und im Jahr 2011 vom Institut für Höhere Studien im Auftrag des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung vorgelegt.

Die „Materialien zur sozialen Lage der Studierenden 2012“ enthalten einerseits eine umfangreiche Darstellung der Entwicklungen in der Studienförderung in den letzten Jahren und andererseits die zusammengefassten Ergebnisse der „Studierenden- Sozialerhebung 2011“.

Finanzielle Situation

Die Hälfte der Studierenden lebte 2011 von einem Gesamtbudget (inklusive Naturalleistungen) in der Höhe von 870€ pro Monat, wobei die Hälfte der männlichen Studierenden 890€, die Hälfte der weiblichen Studierenden 850€ pro Monat zur Verfügung hat. Im Durchschnitt setzt sich das Gesamtbudget der Studierenden zu je 40% aus Einkommen aus eigener Erwerbstätigkeit und Zuwendungen der Familie zusammen, sowie zu je 10% aus Studienbeihilfen und sonstigen Quellen.

Die am häufigsten genannten Gründe für finanzielle Schwierigkeiten sind finanzschwache Eltern und unerwartet hohe Ausgaben, sowie der Verlust oder die Verringerung der Erwerbstätigkeit und der Wegfall von staatlichen Transferleistungen wie Familien- oder Studienbeihilfe.

Beihilfen

Die konventionelle Studienbeihilfe beträgt im Schnitt 272€ pro Monat. Ein Drittel der BezieherInnen erhält weniger als 200€, 27% erhalten mehr als 400€, die Höchststudienbeihilfe für auswärtig Studierende (674€) erhält kaum jemand (v.a. da die Familienbeihilfe abgezogen wird). Das Selbsterhalterstipendium beläuft sich ungefähr auf 632€ pro Monat, Zuschüsse inkludiert.

Zum Erhebungszeitpunkt 2011 bezogen 53% der BildungsinländerInnen oder deren Eltern Familienbeihilfe und 22% Studienbeihilfe. Seit 2009 ist der Bezug von Leistungsstipendien um 30% gestiegen.

43% der studierenden Kinder von Land- bzw. Forstwirten und 26% der studierenden Arbeiterkinder beziehen eine konventionelle Studienbeihilfe. 5-8% der studierenden Kinder von Freiberuflern bzw. Angestellten/Beamten mit Leitungsfunktion sind Beihilfeempfänger. Ein Selbsterhalterstipendium wird überdurchschnittlich von 12% Arbeiterkindern und 9% Kindern von Land- bzw. Forstwirten bezogen.

Zeitaufwand und  Erwerbstätigkeit

Der durchschnittliche Gesamtaufwand für Studium und Erwerbstätigkeit beträgt 43,5 Stunden pro Woche, davon entfallen durchschnittlich 12,5 Stunden auf Anwesenheit in Lehrveranstaltungen, 19 Stunden auf sonstige studienbezogene Tätigkeiten und 12 Stunden auf Erwerbstätigkeit. Dabei zeigen sich je nach Studienrichtung große Unterschiede.

Die Hälfte aller befragten Studierenden betreibt ihr Studium mit hoher Intensität (mehr als 30 Wochenstunden), 42% mit mittlerer (10 bis 30 Stunden) und 8% mit geringer Intensität (0 bis 10 Stunden).

Das Hauptmotiv für studentische Erwerbstätigkeit liegt in der finanziellen Notwendigkeit (80%). Knapp zwei Drittel der erwerbstätigen Studierenden (62%) geben an, dass sie auch aus berufsorientierten Motiven erwerbstätig sind.

63% der Studierenden waren im SS 2011 erwerbstätig, und zwar mehrheitlich durchgehend während des Semesters. Jede/r Zehnte ist durchgehend über 35 Wochenstunden erwerbstätig, knapp ein Viertel bis zu 10 Stunden. Unter Frauen ist ein höherer Anteil erwerbstätig, Männer weisen ein höheres Erwerbsausmaß auf.

30% der erwerbstätigen Studierenden sind in einem „regulären“ Dienstverhältnis als ArbeiterInnen oder Angestellte beschäftigt, 22% geringfügig beschäftigt und 9% sind auf Basis von freien Dienstverträgen oder Werkverträgen beschäftigt. Knapp jede/r dritte erwerbstätige Studierende ist während des Semesters in unterschiedlichen Beschäftigungsverhältnissen tätig.

Krankenversicherung

Nur 1,9% der Studierenden verfügen über keinen Versicherungsschutz. Das Überschreiten der Altersgrenze für die Mitversicherung bei Eltern wird mit einer Rate von 21% als häufigster Grund für den Verlust des Versicherungsschutzes angegeben. 16% haben den erforderlichen Leistungsnachweis nicht zeitgerecht eingereicht und 12% konnten sich nach eigenen Angaben die studentische Selbstversicherung nicht leisten.

Praktika während des Studiums

Für Studierende an österreichischen Universitäten dominieren freiwillige Praktika und Universitätsstudierende machen deutlich weniger Praktika als Studierende an Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen, für die mehrheitlich Pflichtpraktika bestehen.

Studierende haben im Schnitt dreieinhalb Wochen nach einem Pflichtpraktikumsplatz gesucht. Ein Praktikum (ob verpflichtend oder freiwillig) dauerte durchschnittlich drei Monate, Auslandspraktika etwa um einen halben Monat kürzer. Studentinnen weisen häufiger Erfahrung mit Praktika auf als Studenten, insbesondere mit Pflichtpraktika, was auf die geschlechtsspezifische Fächerwahl zurückzuführen ist.

43% aller Studierenden haben während ihrer bisherigen Studienzeit schon mindestens ein Praktikum absolviert. Davon hat ein Fünftel bisher ausschließlich freiwillige Praktika, weitere 15% aus-schließlich Pflichtpraktika im Rahmen des Studiums und 8% bereits Erfahrung mit beiden Arten von Praktika gemacht. 14% aller Studierenden (das ist ungefähr ein Drittel aller PraktikantInnen) haben ein Praktikum im Ausland absolviert.

 

Letzte Bearbeitung: 06.03.2014, 10:47 / a.scholz

Wien: Stadt, die Wissen schafft

Finanzen, AkteurInnen, Visionen einer europäischen Forschungsmetropole

Vierter Bericht des Beauftragten der Stadt Wien für Universitäten und Forschung. Februar 2015

Der Bericht zeigt eine Wertschöpfung ausgelöst durch die Hochschulen in Wien von fast drei Milliarden Euro jährlich auf. Wien sei nicht nur die größte deutschsprachige Universitätsstadt der Welt, sie sei auch Kulturhauptstadt und verfüge über eine sehr gute Lebensqualität.

Rund 190.000 Studierende sind eine enorme Bereicherung für die Stadt, sowohl kulturell als auch finanziell. Daraus leitet sich die Verantwortung ab, das vorhandene Potenzial auszuschöpfen, was sich auch in den Budgetzahlen der Stadt widerspiegeln muss. Es ist im Interesse Wiens, in Zukunftsbereiche zu investieren und das auch ausreichend zu kommunizieren.“