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Newsletter 6/2022

04.11.2022

#zukunftsichern

Krisengipfel und Aktionstag nach "Schwarzem Tag für die Unis"

Dass die österreichischen Universitäten trotz wiederholter Hilferufe weniger als die Hälfte der dringend benötigten Zusatzfinanzierung von rund 1,2 Mrd. Euro für die aktuelle Leistungsvereinbarungsperiode (2022-24) vom Finanzministerium erhalten – es sind nunmehr 500 Mio. Euro für diesen Zeitraum – kommentierte uniko-Präsidentin Sabine Seidler als einen „schwarzen Tag für die Wissenschaft in Österreich“ und forderte die Abhaltung eines Krisengipfels. Obwohl es zwischenzeitlich Gespräche mit dem Ministerium und politischen Akteur:innen gab, bei denen zugesagt wurde, Entlastungsmöglichkeiten außerhalb des Budgets im Bereich der Mieten, Energie- und Personalkosten zu prüfen, ist die Lage nach wie vor äußert prekär. Neben der Universität Wien, die einen Ausschreibungsstopp bis Februar verhängt hat, veranstaltete die TU Wien heute einen Aktionstag, bei dem Rektorin Seidler vor der Zahlungsunfähigkeit ihrer Uni warnte. Nun sei der Minister gefordert, wie es in einem heute erschienen Artikel in der Kronen Zeitung heißt: „Es braucht ein klares Bekenntnis der Politik zur Förderung der Wissenschaft. Die gesamte Bundesregierung ist hier gefragt. Vom Bundeskanzler bis zum Wissenschaftsminister“, so Seidler.

Bildung ist in jederlei Hinsicht ein Gewinn – individuell, gesellschaftlich und volkswirtschaftlich. Das belegt einmal mehr die von der uniko zusammen mit dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) in Auftrag gegebenen Studie „Wirtschaftliche Effekte von Universitäten“. Bei der vom WIFO durchgeführten Erhebung handelt es sich um eine Aktualisierung einer Studie aus dem Jahr 2017, die erstmals bestätigt hat, dass Universitäten mehr Steuergeld einbringen, als sie kosten.

INTERNATIONALES

Die uniko zeigte sich in einer Aussendung erschüttert über die anhaltende Gewalt, mit der das iranische Regime gegen Studierende, Professor:innen und die Zivilgesellschaft brutal vorgeht und versucht, jeglichen Protest im Keim zu ersticken: „Der tragische Tod der Kunststudentin Mahsa Amini, der eine Welle des Protests ausgelöst hat, muss lückenlos aufgeklärt werden und darf nicht ohne Folgen bleiben“, so uniko-Präsidentin Sabine Seidler.

Die Interaktion von Wissenschaft und Politik war eines der zentralen Themen beim jährlichen Treffen der Spitzen der Rektor:innenkonferenzen aus der Schweiz, Deutschland und Österreich, das Ende September in Bonn stattfand. Es wurden Methoden ausgelotet, wie Wissenschaft und ihre komplexe Meinungsvielfalt einwirken kann auf Politik, die Komplexität notwendigerweise reduzieren muss. 

Wissenschaft und Forschung

Stellungnahme der uniko zum FWIT-Rat

Im Regierungsprogramm von ÖVP und Grünen wurde beschlossen, den Wissenschaftsrat, den Rat für Forschung und Technologieentwicklung (RFTE) und das ausgelaufene ERA Council Forum zu einem neuen Beratungsgremium zusammenzufassen. Die uniko begrüßt in einer Stellungnahme zum FWIT-Rat-Errichtungsgesetz (FREG) die Reform, mit der das bisherigen System verschlankt und das Verfügbarmachen von Expert:innenwissen und Handlungsempfehlungen für die gesamte Bundesregierung institutionalisiert werden soll. Für ein Gelingen des neuen Konzepts müssen aus Sicht der uniko vor allem die Unabhängigkeit und die ausgewiesen hohe Qualifikation der Mitglieder der Ratsversammlung unbedingt gewährleistet sein.

Unangetastet beiben soll zudem die „Entwicklung der wissenschaftlichen, wissenschaftlich-künstlerischen und künstlerischen Disziplinen“, da diese die ureigenste Aufgabe der Wissenschaft ist und nur von den Forscher:innen und Künstler:innen selbst geleistet werden kann.

PERSONALIA

Durch die vorzeitig beendete Amtsperiode von Rektor Heinz Engl (Universität Wien, 30.9.22) und Tilmann Märk (Universität Innsbruck, 28.2.23) hat das uniko-Plenum in einer Wahl am 17. Oktober die frei werdenden Positionen neu besetzt. Ab sofort wird das Präsidium durch den neuen Rektor der Universität Wien, Sebastian Schütze, und ab März 2023 durch den ebenfalls neu gewählten Rektor der Universität Graz, Peter Riedler, verstärkt.

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