#UnisRetten Warum es sich zu demonstrieren lohnt
uniko-Aufruf zur Teilnahme an der Protestkundgebung am 27. Mai in Wien
OTS 26. Mai 2026
Die Österreichische Hochschüler:innenschaft und die Universitäten rufen morgen, Mittwoch, gemeinsam zur Demonstration gegen Kürzungspläne bei der Universitätenfinanzierung auf.
Das Vorhaben der Bundesregierung, den Universitäten auf Jahre hinaus keinen Cent Inflation abzugelten und zusätzlich die Substanz der Finanzierung zu kürzen, ist inakzeptabel.
Globaler Technologiewettlauf
Die Welt befindet sich in einem Technologiewettlauf, Europa muss alles daransetzen, um nicht abgehängt zu werden. Die EU-Kommission hat das erkannt und will die Finanzierung von Wissenschaft und Forschung massiv erhöhen. Vorherige österreichische Bundesregierungen haben das auch erkannt und die Finanzierung der Universitäten ausgebaut, um Österreichs Wettbewerbsfähigkeit als Industrie- und Exportland zu erhalten. Doch für diese Bundesregierung sind Forschung und Wissenschaft „keine Schwerpunkte“.
KI, Robotik, Quantencomputing: Wer nicht mithält, wird abgehängt
KI, Robotik, Quantencomputing, die Digitalisierung fast aller Lebensbereiche: Wir befinden uns inmitten einer technologischen Umwälzung, deren Chancen man nutzen, deren Gefahren (z.B. Cybersecurity) man aber auch rechtzeitig erkennen muss. Das erfordert bestausgebildete junge Menschen, Investitionen in oft teure Infrastruktur wie Rechenzentren und Labore, es erfordert begleitende Forschung und ständigen internationalen Austausch. Wenn Österreich hier nicht mithalten kann, wird es abgehängt.
Forschen für Energiewende und Ressourcenschonung
Der Klimawandel bedroht unsere Lebensgrundlagen, was eine weitere, fundamentale Umwälzung zur Folge hat: die dringend notwendige Abkehr von fossiler Energie. Wir brauchen Forschung, um die Folgen des Klimawandels zu beherrschen, um neue Technologien für leistbare Erneuerbare und Ressourcenschonung zu entwickeln.
Universitäten versorgen andere Sektoren
Staatsausgaben für Universitäten sind keine Konsumausgaben, sie kommen wieder zurück, und zwar in veredelter Form. Universitäten sind wie Pipelines, sie versorgen das Gesundheitssystem mit Ärzt:innen, den Rechtsstaat mit Jurist:innen, das Bildungssystem mit Pädagog:innen, die Wirtschaft mit Technologie und mit Fachkräften. Und das alles auf dem neuesten Stand der Forschung.
- Es ist für uns nicht hinnehmbar, den jüngeren Generationen Bildungschancen wegzukürzen.
- Es ist inakzeptabel, gerade in Zeiten wie diesen bei Forschung und Wissenschaft unverhältnismäßig den Sparstift anzusetzen.
- Die Universitäten leisten Enormes – für nur vier Prozent am Gesamtbudget. Es ist inakzeptabel, dass die Bundesregierung die Unis schlechtredet, weil sie selbst keine Strukturreformen zustande bringt und bei der Budgetkonsolidierung den leichtesten Weg nimmt.
Wir demonstrieren für die Jungen, für die Forschung und für unsere Universitäten
Es lohnt sich, dafür zu demonstrieren, dass die Jungen die besten Bildungschancen haben. Es lohnt sich, dafür zu demonstrieren, dass geforscht wird, um unsere Lebensgrundlagen und unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Und es lohnt sich, gegen eine Bundesregierung zu demonstrieren, die eine falsche Sparpolitik betreibt und dies auch noch mit wissenschaftsfeindlicher Propaganda gegen die eigenen Universitäten zu kaschieren versucht.
"Österreich ist für die heimischen Universitäten kein sicherer Hafen mehr"
Bundesregierung will Unifinanzierung unverhältnismäßig kürzen/uniko informiert über die Auswirkungen
Aufzeichnung der Pressekonferenz unter https://www.youtube.com/live/_nitF6sldX8?si=0Ltlt7a-aBUOk-SO
OTS 20. Mai 2026
Die Bundesregierung hat die Universitätenkonferenz informiert, dass sie eine Kürzung der Universitätsbudgets plant. Die Kürzung soll in einer bisher beispiellosen Form erfolgen, nämlich nicht nur durch ein Einfrieren des derzeitigen Budgets und eine Nicht-Abgeltung von Kostensteigerungen. Es soll eine volle Milliarde vom derzeitigen Budget gekürzt werden.
Die Ausgangslage der laufenden Leistungsvereinbarungsperiode 2025 - 2027 sind 16,5 Milliarden inklusive Ärzt:innengehälter an den Universitätskliniken. Die Universitäten hatten moderat auf Basis der WIFO-Prognosen errechnet, dass es in der kommenden LV 2028-2030 einen Bedarf von 18 Milliarden gibt, nur um Kostensteigerungen abzufangen. Die Universitäten hatten auf Rücksicht auf die ernste Lage des Bundeshaushalts auf Offensivforderungen verzichtet.
Die Antwort der Bundesregierung ist, die Universitätenfinanzierung auf 15,5 Milliarden zu kürzen. Das bedeutet ein Minus von sechs Prozent gegenüber der Ausgangsbasis und ein Minus von 2,5 Milliarden oder 13,9 Prozent gegenüber dem tatsächlichen Finanzierungsbedarf.
uniko zu Budgetverhandlungen: Universitäten sind Innovationslabors und Systempartner
uniko-Präsidentin Brigitte Hütter appelliert an die Verhandlungsteams, die zentrale Rolle der Universitäten für die gesellschaftliche Entwicklung im Blick zu behalten.
OTS 3. Mai 2026
Die Universitätenkonferenz (uniko) nimmt die laufenden Budgetverhandlungen zum Anlass und erinnert daran, dass die Universitäten von einem Bedarf von 18 Mrd. Euro für die dreijährige Leistungsvereinbarungsperiode 2028–2030 ausgehen. „Dies ist mit Blick auf die unsichere Inflationsprognose eine sehr moderate Schätzung“, betont uniko-Präsidentin Brigitte Hütter und appelliert an die Verhandlungsteams, die zentrale Rolle der Universitäten für die gesellschaftliche, wirtschaftliche und demokratische Entwicklung Österreichs im Blick zu behalten.
uniko zu FORWIT-Analyse: Wichtige Themen aufgegriffen, aber auch blinde Flecken im Bericht
Bessere Studierbarkeit und höhere Studienverbindlichkeit "können wir mittragen", sagt uniko-Präsidentin Brigitte Hütter
OTS 23. April 2026
Der FORWIT bringt einige wichtige Themen in die Debatte zur Hochschulstrategie 2040 ein, was die Universitätenkonferenz sehr begrüßt. uniko-Präsidentin Brigitte Hütter: „Wir müssen jedoch auch blinde Flecken in der FORWIT-Analyse konstatieren, und manche Schlussfolgerungen scheinen schwer nachvollziehbar und widersprüchlich.“
Bessere Studierbarkeit und höhere Studienverbindlichkeit, wie sie der FORWIT anspricht, sind auch aus uniko-Sicht drängende Themen. Die uniko hat dazu mehrfach die Einführung eines Grundstipendiums mit Leistungskomponente angeregt. „Ein faires Modell der Studienfinanzierung, das es allen Studierenden ermöglicht, ein Grundstudium ohne verzögernde Erwerbstätigkeit zu absolvieren, Hand in Hand mit einem Rechtsrahmen für eine höhere Studienverbindlichkeit können wir mittragen“, sagt Hütter.
Erfreulich ist auch, dass der FORWIT auf Schnittstellen zu anderen Politikfeldern aufmerksam macht.
Budget - Universitäten wollen 18 Mrd. Euro für 2028-2030
APA 24.03.2026
Die Universitäten gehen für die anstehenden Budgetverhandlungen über die Leistungsvereinbarungsperiode 2028 bis 2030 von einem Finanzbedarf von 18 Mrd. Euro aus. Das entspricht einem Plus von 1,5 Mrd. Euro gegenüber der laufenden dreijährigen Periode bzw. einer jährlichen Steigerung von knapp drei Prozent. "Wir haben konservativ geschätzt und wollen den Bogen nicht überspannen", so die Präsidentin der Universitätenkonferenz, Brigitte Hütter, zur APA.
Schools of Education an den Universitäten: Für uniko-Präsidentin Brigitte Hütter „ein innovatives Modell, das auch umsetzbar ist“
Integration der Pädagog:innenbildung in die Universitäten verspricht schlankere Strukturen bei gleichzeitig steigender Qualität
OTS 19. Februar 2026
Die Universitätenkonferenz hat in ihrem im Juni 2024 beschlossenen Programm „Universitäten 2030: Was zu tun ist“ vorgeschlagen, die Pädagog:innenbildung schrittweise in die Universitäten zu integrieren. Als ein Ziel ist darin die „deutliche Reduktion der Hochschuleinrichtungen“ angegeben.
Vor einigen Wochen hat das Wissenschaftsministerium im Prozess für die Hochschulstrategie 2040 eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich „der großen Zahl und Vielfalt an Hochschuleinrichtungen“ widmen soll. Unter anderem soll die Frage geklärt werden, ob „große Einrichtungen bzw. Fusionierungen zweckmäßiger sind“.
Nun hat die Universitätenkonferenz den nächsten Schritt getan und ein konkretes Modell für die Integration der Pädagog:innenbildung in die Universitäten erarbeitet.
„Verzögerung unverständlich“: Universitäten fordern raschen Abschluss des FTI-Pakts
uniko-Präsidentin Hütter: „Universitäten haben beim Sparen geholfen, nun muss die Regierung liefern“
OTS 9. Jänner 2026
Mit Befremden regieren die Universitäten auf das Ausbleiben des FTI-Pakts. „Wir Universitäten sind in Vorleistung getreten und haben dem Wissenschaftsministerium geholfen, seinen Teil zur Finanzierung des FTI-Pakts beizutragen. Und das war nicht einfach“, sagt uniko-Präsidentin Brigitte Hütter. „Wir erwarten, dass nun auch die anderen beteiligten Ressorts, das Wirtschafts- und das Infrastrukturministerium, ihre Aufgabe erfüllen und die Regierung Ergebnisse liefert.“ Die Forschungsfinanzierung benötige Planungssicherheit und sei ein wesentliches Investment in die Zukunft des Landes, gerade auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.
Die Universitäten haben 121 Millionen aus ihren Budgets und weitere 25 Millionen aus einer Mietbremse beigesteuert.