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Bundesregierung will Unifinanzierung unverhältnismäßig kürzen/uniko informiert über die Auswirkungen
Aufzeichnung der Pressekonferenz unter https://www.youtube.com/live/_nitF6sldX8?si=0Ltlt7a-aBUOk-SO
OTS 20. Mai 2026
Die Bundesregierung hat die Universitätenkonferenz informiert, dass sie eine Kürzung der Universitätsbudgets plant. Die Kürzung soll in einer bisher beispiellosen Form erfolgen, nämlich nicht nur durch ein Einfrieren des derzeitigen Budgets und eine Nicht-Abgeltung von Kostensteigerungen. Es soll eine volle Milliarde vom derzeitigen Budget gekürzt werden.
Die Ausgangslage der laufenden Leistungsvereinbarungsperiode 2025 - 2027 sind 16,5 Milliarden inklusive Ärzt:innengehälter an den Universitätskliniken. Die Universitäten hatten moderat auf Basis der WIFO-Prognosen errechnet, dass es in der kommenden LV 2028-2030 einen Bedarf von 18 Milliarden gibt, nur um Kostensteigerungen abzufangen. Die Universitäten hatten auf Rücksicht auf die ernste Lage des Bundeshaushalts auf Offensivforderungen verzichtet.
Die Antwort der Bundesregierung ist, die Universitätenfinanzierung auf 15,5 Milliarden zu kürzen. Das bedeutet ein Minus von sechs Prozent gegenüber der Ausgangsbasis und ein Minus von 2,5 Milliarden oder 13,9 Prozent gegenüber dem tatsächlichen Finanzierungsbedarf.
uniko-Präsidentin Brigitte Hütter appelliert an die Verhandlungsteams, die zentrale Rolle der Universitäten für die gesellschaftliche Entwicklung im Blick zu behalten.
OTS 3. Mai 2026
Die Universitätenkonferenz (uniko) nimmt die laufenden Budgetverhandlungen zum Anlass und erinnert daran, dass die Universitäten von einem Bedarf von 18 Mrd. Euro für die dreijährige Leistungsvereinbarungsperiode 2028–2030 ausgehen. „Dies ist mit Blick auf die unsichere Inflationsprognose eine sehr moderate Schätzung“, betont uniko-Präsidentin Brigitte Hütter und appelliert an die Verhandlungsteams, die zentrale Rolle der Universitäten für die gesellschaftliche, wirtschaftliche und demokratische Entwicklung Österreichs im Blick zu behalten.
Bessere Studierbarkeit und höhere Studienverbindlichkeit "können wir mittragen", sagt uniko-Präsidentin Brigitte Hütter
OTS 23. April 2026
Der FORWIT bringt einige wichtige Themen in die Debatte zur Hochschulstrategie 2040 ein, was die Universitätenkonferenz sehr begrüßt. uniko-Präsidentin Brigitte Hütter: „Wir müssen jedoch auch blinde Flecken in der FORWIT-Analyse konstatieren, und manche Schlussfolgerungen scheinen schwer nachvollziehbar und widersprüchlich.“
Bessere Studierbarkeit und höhere Studienverbindlichkeit, wie sie der FORWIT anspricht, sind auch aus uniko-Sicht drängende Themen. Die uniko hat dazu mehrfach die Einführung eines Grundstipendiums mit Leistungskomponente angeregt. „Ein faires Modell der Studienfinanzierung, das es allen Studierenden ermöglicht, ein Grundstudium ohne verzögernde Erwerbstätigkeit zu absolvieren, Hand in Hand mit einem Rechtsrahmen für eine höhere Studienverbindlichkeit können wir mittragen“, sagt Hütter.
Erfreulich ist auch, dass der FORWIT auf Schnittstellen zu anderen Politikfeldern aufmerksam macht.
Integration der Pädagog:innenbildung in die Universitäten verspricht schlankere Strukturen bei gleichzeitig steigender Qualität
OTS 19. Februar 2026
Die Universitätenkonferenz hat in ihrem im Juni 2024 beschlossenen Programm „Universitäten 2030: Was zu tun ist“ vorgeschlagen, die Pädagog:innenbildung schrittweise in die Universitäten zu integrieren. Als ein Ziel ist darin die „deutliche Reduktion der Hochschuleinrichtungen“ angegeben.
Vor einigen Wochen hat das Wissenschaftsministerium im Prozess für die Hochschulstrategie 2040 eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich „der großen Zahl und Vielfalt an Hochschuleinrichtungen“ widmen soll. Unter anderem soll die Frage geklärt werden, ob „große Einrichtungen bzw. Fusionierungen zweckmäßiger sind“.
Nun hat die Universitätenkonferenz den nächsten Schritt getan und ein konkretes Modell für die Integration der Pädagog:innenbildung in die Universitäten erarbeitet.