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Aktuelles

Seidler zu finanziellem Mehrbedarf: „Bisher keine Zweifel an Notwendigkeit“

uniko weist vor Budgetstichtag auf Chancen und Risken der Berufungspolitik hin

OTS 15.9.2020

Spätestens am 31. Oktober 2020 muss laut Universitätsgesetz das Budget für die Leistungsvereinbarungsperiode 2022 bis 2024 fixiert sein. Die Präsidentin der Universitätenkonferenz (uniko) Sabine Seidler nahm bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Rektor der Universität Wien, Heinz Engl, heute, Dienstag, den Countdown zum Budgetstichtag zum Anlass, um schon jetzt die politisch Verantwortlichen darauf hinzuweisen: Nur weil Corona die Agenda dominiere, dürfe das Kernthema für die Universitäten, die mittelfristige Finanzierung, nicht aus dem Blickfeld geraten. Die uniko habe wiederholt den Mehrbedarf für die nächste Budgetperiode, nämlich 2,1 Milliarden Euro, öffentlich deponiert. Aus dem bisher fehlenden Widerhall der zuständigen Ministerien ziehe sie den Schluss, „dass die Notwendigkeit nicht angezweifelt wird“, erklärte die Präsidentin. 

Die Corona-Krise habe eindrücklich die Relevanz von Wissenschaft und Forschung gezeigt, so die uniko-Präsidentin, und den eingeschlagenen Pfad der Universitätsfinanzierung NEU bestätigt: Ob ein Wachstumsbudget in Zeiten der Pandemie realistisch sei, müsse allerdings die Bundesregierung beantworten. Die Universitäten könnten nur auf ihren Bedarf aufmerksam machen. Seidler verwies in diesem Zusammenhang auf die Chancen und Risken, die sich bei einem nicht gesicherten Universitätsbudget für die Berufungspolitik der einzelnen Häuser ergeben. So habe eine Reihe von Rektoraten im Vertrauen auf die Fortsetzung der ersten Etappe der Universitätsfinanzierung NEU, sprich der laufenden Periode 2019 bis 2021, verbunden mit 360 zusätzlichen Professuren, diese ausgeschrieben und teilweise schon in den Lehr- und Forschungsbetrieb integriert. Es wäre ein „Schildbürgerstreich“, so Seidler, würde bis Ende 2020 Personal aufgebaut und – als Folge allfälliger Budgetreduktion – mit Jahresbeginn 2021 wieder abgebaut.

Seitens der Universität Wien stellte Rektor Heinz Engl fest, dass die qualitative und quantitative Investition geglückt sei: „Die Universitätsfinanzierung NEU brachte die größte Expansion der Universität Wien seit ihrem Aufschwung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.“ Mit mehr als 70 neuen Professuren, größtenteils internationalen Berufungen „nicht nach dem Gießkannenprinzip“, sondern in strategische Zukunftsfelder, wie Data Science, Molekular- und Mikrobiologie oder Klimaforschung, aber auch deren Verbindung in Geistes- und Sozialwissenschaften, schaffe die Universität vielfältige Impulse und wirke so in die Gesellschaft. Es gelte, die Expansion zu stabilisieren, denn: „Wenn wir jetzt wieder einen Schritt zurückgehen, ist auf Jahre hinaus unsere Reputation geschädigt“, fügte Engl hinzu.

Andreas Stohl, seit Februar 2020 Professor für Allgemeine Meteorologie an der Universität Wien, ist einer jener zahlreichen Professoren, die durch die Universitätsfinanzierung NEU an die Universität Wien gekommen ist. Ausschlaggebend für seine Wahl war – nach 23 Jahren im Ausland mit Stationen in den USA, in Deutschland, und zuletzt in Norwegen – ein international konkurrenzfähiges Angebot. Stohl machte bei der Pressekonferenz darauf aufmerksam, dass er jetzt die Chance habe, Wien zu einem Zentrum der Atmosphärenforschung auszubauen, ein höchst relevanter Aspekt angesichts der Klimakrise. „Das gelingt allerdings nur dann, wenn in Ergänzung zum Unibudget die Projektförderung für Grundlagenforschung – und damit das Budget des Wissenschaftsfonds – so dotiert ist, dass sie der veränderten Forschungslandschaft mit den zahlreichen neuen Professorinnen und Professoren gerecht wird.“

Dringender Appell von sechs europäischen Rektorenkonferenzen an Ungarns Regierung

Solidarität mit der Budapester Universität für Theater- und Filmkunst (SZFE) / Rektorenkonferenzen sehen mit großer Sorge die Bedrohung der universitären Autonomie

OTS 14.9.2020

Die sechs Rektorenkonferenzen von Deutschland (HRK), Österreich (uniko und FHK), Polen (CRASP), Slowenien (RKRS) und Tschechien (CRC) drücken ihre Besorgnis über das Vorgehen der ungarischen Regierung aus, mit dem sämtliche Leitungsbefugnisse der Budapester Universität für Theater- und Filmkunst (SZFE) auf ein neues, direkt von der Regierung besetztes Kuratorium übertragen wurden. Die Maßnahmen sind - nach dem erzwungenen Umzug der Central European University (CEU) und dem Entzug der Autonomie der Ungarischen Akademie der Wissenschaften im Vorjahr - ein weiterer Schritt, um durch den Abbau der politischen Unabhängigkeit von Kunst, Kultur und Wissenschaft kritische Positionen zum Schweigen zu bringen.

"Joint Statement of National Rectors’ Conferences to the Members of the European Parliament on the budgetary decisions of the European Council of 21 July 2020", 18. August 2020

Horizon Europe

The undersigning National Rectors’ Conferences regret that, in the Council’s conclusions of 21 July 2020 on the European budget for the next seven years, higher education, research and innovation are for the first time in decline compared to the current period, far from the ambitions of European resilience and sovereignty, which depend on a growing investment in education, research and innovation.

Termine

Filtermöglichkeit
14.01.20, 13:00 bis 17:00 Uhr

Sitzung Forum Forschung & EEK

11.03.20 bis 12.03.20, 10:30 - 16:30 Uhr

Exkursion der ERA-Korrespondent_innen der Universitäten nach Brüssel inkl. Sitzung des Forums Forschung & EEK

Der genaue Zeitrahmen wird noch festgelegt. 

Kontakt: felix.schroepfer@uniko.ac.at

20.04.20, 11:00 bis 14:00 Uhr

Sitzung Forum Forschung & EEK

14.05.20 bis 15.05.20, 12:00 - 14:00 Uhr

Klausur Forum Forschung & EEK - abgesagt

Die Klausur am 14./15. Mai 2020 kann unter den aktuellen Beschränkungen und aufgrund der Risiken bzw. Unsicherheit nicht in Krems durchgeführt werden. Es wird in der Sitzung vom 20. April 2020 vereinbart, die Klausur abzusagen und auf Herbst 2020 zu verschieben.

Kontakt: felix.schroepfer@uniko.ac.at

08.06.20, 11:00 bis 15:00 Uhr

Sitzung Forum Forschung & EEK

Die nächste Sitzung findet wie geplant am Montag 8. Juni 2020 wieder als Videokonferenz (GoToMeeting – GTM) und nicht wie geplant an der WU Wien statt.

Kontakt: felix.schroepfer@uniko.ac.at

05.10.20, 11:00 bis 15:00 Uhr

Sitzung Forum Forschung & EEK

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25.11.20, 10:30 bis 16:30 Uhr

Geschlechtervielfalt an Universitäten - Repräsentationen, Strategien und Handlungsmöglichkeiten

Vorstellungen von Geschlecht und Geschlechternormen prägen und strukturieren unser Denken und Handeln und ziehen sich durch Wissenschaft, Bildung und universitäre Strukturen. Mit der Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs (VfGH) zum Personenstandsgesetz („3. Geschlecht“) gibt es nun eine rechtliche Grundlage, die auch Universitäten verpflichtet diese Entscheidung umzusetzen. Welche Chancen, Auswirkungen und Perspektiven gehen damit für Universitäten einher? Wie kann Ausschlüssen und Benachteiligungen von trans, inter* und nicht-binären Personen aktiv entgegengewirkt werden?

Ziel der Tagung ist es, Handlungsmöglichkeiten für Universitäten und Universitätsangehörige aufzuzeigen, institutionelle Zwischenräume ausfindig zu machen und zur Vernetzung untereinander anzuregen. In moderierten Arbeitsgruppen zu den Themen Recht, Lehre & Forschung, Ressourcen & Infrastruktur, Kommunikation sowie Allianzenbildung werden Strategien und Erfahrungen aus der Praxis diskutiert und Empfehlungen erarbeitet, die in einer Abschlussdiskussion zusammengeführt werden.

Eine Veranstaltung der Task Force Gender & Diversity der österreichischen Universitätenkonferenz in Kooperation mit der Stabstelle Gleichstellung, Gender Studies und Diversität der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. 

Das vollständige Programm sowie die Anmeldung zur Tagung ist ab Anfang Oktober online.