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Medienecho

Unis wollen "heiße Eisen" anfassen und fordern gesichertes Budget

Bei der geplanten Hochschulstrategie 2040 dürfe man "heiße Eisen nicht aussparen", hat die Vorsitzende der Universitätenkonferenz, Brigitte Hütter, am Dienstagabend beim uniko-Neujahrsempfang in Wien gefordert. Sei der Prozess ernst gemeint, müsse man über Rahmenbedingungen und Profilschärfungen reden, so Hütter, die unter anderem erneut für die Verlagerung der kompletten Lehrerausbildung an die Unis warb. Beim Budget forderte sie von der Regierung "Verlass".

Von einem "weiteren unkoordinierten Ausbau des tertiären Bildungssektors" in Österreich riet Hütter mit Blick auf Qualität, Effizienz und Kosten ab, vielmehr bräuchte es eine "stringente Profilbildung unter den Sektoren".

Exzellente Forschung und Promotionsrecht gehören dabei für Hütter an die Unis, auch die Lehreraus- und auch -fortbildung sollten diese "Schritt für Schritt" übernehmen. Immerhin bekämen Fähigkeiten wie kritisches Denken und Quellenrecherche, die wesentliche Elemente des wissenschaftlichen Arbeitens sind, in den Schulen noch viel mehr Bedeutung. Derzeit sind für Fortbildung sowie für die Ausbildung der Volksschullehrkräfte die Pädagogischen Hochschulen (PH) verantwortlich, bei Mittelschulen, AHS und BMHS sind Unis und PH gemeinsam zuständig.

Hütter vermisst Studienrecht in Hochschulstrategie

Dass die Zukunft die Lehrerausbildung von der Hochschulstrategie explizit ausgenommen wurde, nannte Hütter "bedenklich". Auch Themen wie Zugangsregelungen, Studierbarkeit oder gemeinsame studienrechtliche Rahmenbedingungen für die gesamte Hochschullandschaft gehen der uniko-Chefin derzeit im Hochschulstrategie-Prozess ab. Sie schlug als Maßnahme gegen frühen Studienabbruch neue Modelle beim Studieneinstieg vor, etwa ein studienvorbereitendes Orientierungsjahr mit ausgewählten Kursen bzw. ein allgemeines fächerübergreifendes erstes Semester, dessen Credit Points später angerechnet werden können.

Auch bei der finanziellen Absicherung der Studierenden sieht die uniko wegen der vielen Studierenden, die neben dem Studium viel arbeiten müssen, weiter Handlungsbedarf. Hütter warb erneut für ein teilweise rückzahlbares Grundsicherungsstipendium unabhängig von der sozialen Herkunft. Gebe es finanzielle Sicherheit, könne man auch deutlich höhere Mindeststudienleistungen verlangen.

Verstimmung über FTI-Pakt

Beim Uni-Budget für die Leistungsvereinbarungen der Jahre 2028 bis 2030, das diesen Herbst fixiert werden muss, forderte Hütter eine "ausreichende Finanzierung" - und zwar inflationsgesichert, mit einem Wachstumspfad in Zukunftsthemen und Planungssicherheit für mindestens drei Jahre. 2025 hätten die Unis in Sachen Finanzierung aber keine guten Erfahrungen gemacht, verwies sie auf die 129 Mio. Euro "Solidarbeitrag" zur Budgetkonsolidierung und die Finanzspritze von 146 Mio. für den Wissenschaftsfonds FWF, um die Finanzierung des FTI-Pakts (Forschung, Technologie, Innovation) für die Jahre 2027 bis 2029 sicherzustellen. Beides sei ein Eingriff in das Finanzierungssystem der Unis gewesen, der deren unmittelbar deren Autonomie berühre. Zwar scheine gerade vieles ins Wanken zu geraten. Aber auf eine ausreichende Finanzierung von Lehre, Forschung und Kunst an den Unis "muss Verlass sein", forderte Hütter, die darüber hinaus die Verzögerungen beim eigentlich für Ende 2025 geplanten FTI-Pakt kritisierte.

Diesen Ball nahm Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) auf: Der Pakt sei derzeit in Endabstimmung - und sie sei "nicht zufrieden damit, dass wir ihn noch nicht auf den Weg bringen konnten". Dem Vernehmen nach fehlen noch die finanziellen Bedeckungen der Mittel aus dem Infrastruktur- und dem Wirtschaftsministerium dafür.

Bei den anstehenden Leistungsvereinbarungs-Verhandlungen verwies Holzleitner auf die derzeit laufende Periode, für die Abschlüsse weit über der Inflation erzielt wurden. Heute könne man dagegen die "Realität der öffentlichen Haushalte" nicht ausblenden. Einschnitte in der Wissenschaft wären aber ein schwerer Fehler. "Unis sind keine Kostenstellen im Budget, sie sind Investitionen in die Zukunft." Im Mai und Juni werde es "Trialoge" zwischen Unileitungen, Uniräten und dem Wissenschaftsressort geben. Dort soll etwa erörtert werden, wie die Profile der einzelnen Hochschulen geschärft werden können, welche Kooperationen ausgebaut werden bzw. welche Synergiepotenziale genutzt werden können.

Filtermöglichkeit

Wenn Politik wissenschaftliche Erkenntnisse negiert

DIE PRESSE 27.12.2018

Ein Alarmruf aus Wien von zehn europäischen Rektorenkonferenzen: Elisabeth Fiorioli, Generalsekretärin der Österreichischen Universitäten-konferenz (uniko), hält in einem Gastkommentar für DIE PRESSE fest: Was wir brauchen, ist eine Politik, die nicht Wissenschaft im Mund führt, wenn es ihr ins Konzept passt, sondern die deren Errungenschaften verteidigt.

Die Vernunft ruft zum Widerstand

WIENER ZEITUNG 14.12.2018

Zehn europäische Universitäten-Konferenzen fürchten um die Grundwerte der Aufklärung: Aus der Besorgnis zahlreicher europäischer Universitäten wächst nun Widerstand: Am Donnerstag unterzeichneten zehn Rektorenkonferenzen ein „Wiener Erklärung“ getauftes Papier, das den Austausch der Universitäten vorantreiben will und die jeweiligen Regierungen auffordert, jegliche Eingriffe in die Freiheit universitärer Lehre und Forschung zu verhindern. „Die Plattform UNIVERSITIES FOR ENLIGHTENMENT will in den kommenden zwei Jahren nicht nur als Austauschplattform für die Rektorenkonferenzen, sondern auch als Dialogangebot für die Gesellschaft fungieren“, sagtE die Gastgeberin und Vorsitzende der Österreichischen Universitätenkonferenz, Eva Blimlinger.

„Durchfallquoten über 50 Prozent sind absurd“

DIE PRESSE 3.10.2018

Semesterstart: Rektorin Eva Blimlinger, Präsidentin der Österreichischen Universitätenkonferenz, droht mit Aufstand, falls Oberösterreich per Intervention an mehr Geld kommt. Sie kritisiert Lehrende, die massenhaft Fünfer vergeben – dass die Studierenden immer blöder würden, sei Unsinn.

Ein Stamperl Wermut für die Universitäten

DER STANDARD 17.8.2018

Nach der Verteilung des Uni-Budgets will die Präsidentin der Universitätenkonferenz, Eva Blimlinger, über die hohen Mietkosten und ein neues Studienrecht diskutieren.

„Hallo, geht’s noch?“

PROFIL 13.8.2018

Eva Blimlinger, Präsidentin der Universitätenkonferenz, über den angeblichen Forschungsskandal, ihre Probleme mit der schwarz-blauen Regierung und Pseudowissenschaft im ORF-Programm.

Die Universitäten sind vorerst zufrieden

SALZBURGER NACHRICHTEN 9.8.2018

Eva Blimlinger, Rektorin der Akademie der bildenden Künste in Wien, ist seit Jänner Vorsitzende der Österreichischen Universitätenkonferenz (uniko). Obwohl sie dem grünen Lager zugerechnet wird, findet sie im SN-Gespräch mit Alexander Purger anerkennende Worte für die Universitätspolitik der schwarz-blauen Bundesregierung.

UNIS DRÄNGEN AUF SCHNELLERE STUDIENABSCHLÜSSE

SALZBURGER NACHRICHTEN 9.8.2018

Weniger Prüfungsantritte und bessere finanzielle Rahmenbedingungen für die Studenten sollen die Studienzeiten in Österreich verkürzen, fordert die Universitätenkonferenz.

Universitäten fordern neues Studienrecht

ÖH und uniko arbeiten gemeinsam an neuem Grundstipendium.

WIENER ZEITUNG 5.7.2018

„Ausgesprochen positiv“ laufe die jüngste Kooperation zwischen uniko und HochschülerInnenschaft (ÖH): Die regelmäßigen Gesprächsrunden sollen im Wintersemester fortgesetzt werden.Beide Seiten fordern vom Gesetzgeber ein neues Studienrecht. Dieses sei nach der Bologna-Reform und der Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen nicht wirklich angepasst worden, erklärt uniko-Präsidentin Eva Blimlinger.

Bachelor noch immer nicht akzeptiert

DIE PRESSE 28.3.2018

Bologna. Dass die größte Hochschulreform der vergangenen Jahre schon wieder 20 Jahre her ist, kann Rektorenchefin Eva Blimlinger selbst kaum glauben. In der Tat jährt sich im Mai die Sorbonne-Erklärung – jene Deklaration, die den europäischen Hochschulraum und den Bolognaprozess angestoßen hat, Stichwort Bachelor und Master. Die Bilanz der Universitäten fällt gemischt aus: von der (noch unvollendeten) Umstellung bis zu den Schwierigkeiten mit den (nicht mehr ganz so) neuen Abschlüssen.

Vitouch: Universitäten sind kein Ort der Verhetzung

KURIER-TV 1.2.2018

Warum eigentlich?" - der Talk mit KURIER-Chefredakteur Helmut Brandstätter. Heute im Interview: Der stellvertretende Vorsitzende der Universitätenkonferenz, Oliver Vitouch.

„Uni-Gebühren sind nie sozial verträglich“

WIENER ZEITUNG 27.1.2018

Die neue Rektoren-Chefin, Eva Blimlinger, spricht im Interview mit Bettina Figl über Studiengebühren, wenig sinnvolle gesonderte Deutschklassen und die #metoo-Debatte.

Studiengebühr von Steuer abschreiben: „Völliger Unsinn“

DIE PRESSE 10.1.2018

Univerisitäten. Die neue Präsidentin der Universitätenkonferenz, Rektorin Eva Blimlinger, über Ideologie im Regierungsprogramm, teure Uni-Fusionen und Ideen, die für die Universitäten allesnur noch komplizierter machen.