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Was der Budgetbeschluss der Bundesregierung für die Universitäten bedeutet

Erste absehbare Folgen der Einschnitte: Personalabbau, neues Center of Physics bleibt ohne Geräte, weniger Nutztierärzte, weniger EU-Förderungen, erste Absagen aus dem Ausland

OTS 19.10.2026

Die Bundesregierung hat beschlossen, den Universitäten in der Leistungsvereinbarungsperiode 2028-30 16 Milliarden zur Verfügung zu stellen. Diese Zahl ist aus Sicht der Universitätenkonferenz wie folgt zu lesen:

Die Sparbeiträge, die die Universitäten in der laufenden LV-Periode zur Konsolidierung des Bundeshaushalts bzw. zur Finanzierung des FTI-Pakts beigetragen haben, wurden ihnen nun strukturell abgezogen. Versprochen, auch öffentlich, war, dass diese Beiträge die Ausgangsbasis für die LV 28-30 nicht schmälern würden. Der Presseunterlage, die am vergangenen Samstag von der Regierung verteilt wurde, ist das Gegenteil zu entnehmen.

Die Finanzierung der IT:U (200 Millionen) und der Ärzt:innengehälter (270 Millionen) sind bei Abschluss der laufenden LV zu dem ursprünglich für die Universitäten vorgesehenen Budget extra hinzugekommen. Nunmehr sollen diese Ausgaben aus dem Universitätsbudget von 16 Milliarden Euro bezahlt werden.

Dieser Umstand läuft auf eine nominelle Kürzung des Universitätsbudgets in den Jahren 2028-2030 hinaus.

Zehn bis fünfzehn Prozent Kürzungsnotwendigkeit

Hinzu kommt, dass keinerlei Wertausgleich vorgesehen ist. Die Inflation beträgt auf Basis aktueller WIFO-Prognosen etwa zehn Prozent in den drei Jahren. Die Universitäten gehen also von einer Untergrenze von zehn Prozent Sparbedarf, im schlimmsten Fall von bis zu 15 Prozent Kürzungsnotwendigkeiten aus.

Etwaige Unschärfen in den Angaben sind darauf zurückzuführen, dass auch die uniko auf das Zahlenwerk aus den Ministerien angewiesen ist, und dass diese Informationen nicht immer verlässlich oder stimmig sind. So wurde den Universitäten z.B. bis Montagnachmittag nichts Schriftliches über den Budgetrahmen 2028-30 mitgeteilt, außer einer vagen und mit fragwürden Zahlen gespickten Presseunterlage.

Was bedeuten mindestens 10 Prozent Einsparungen?

Die Personalausgaben quer über alle Universitäten betragen knapp 70 Prozent. Der überwiegende Teil der Einsparungen wird daher zwangsläufig das Personal betreffen. Bei aktuell 68.000 Beschäftigten sind das bis zu 6800 Stellen. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass auch das Nicht-Nachbesetzen von Pensionierungen Auswirkungen hat – zwar für die, die bleiben. Sie müssen nämlich die Lücke füllen und die Arbeit der Pensionierten mitmachen. Treffen werden die Sparmaßnahmen vor allem den Nachwuchs, der nicht nachrücken, nicht verlängert oder nicht aufgenommen werden kann.

Auch beim Sachaufwand kann es zu dramatischen Einschnitten kommen: So wird das Center of Physics in Graz gerade neu errichtet, aber es wird das Geld fehlen, es mit modernem Forschungsgerät zu bestücken. Es wird ein schönes Haus ungenutzt bleiben müssen.

Welche Folgen der budgetären Einschnitte sind absehbar?

Die bevorstehenden Einschnitte werden sich bereits 2027 bemerkbar machen. Die Universitäten können kein Personal mehr aufnehmen in dem Wissen, dass dies Folgekosten für

die Jahre danach produziert. Sie können auch Investitionen, die Folgekosten verursachen, nicht tätigen.

Folgende Konsequenzen sind bereits absehbar:

Studiengänge werden geschlossen.

Gefragte – und daher teure – Wissenschafter:innen im Bereich Experimentalphysik und Quantenphysik können nicht wie geplant angeheuert werden.

Von ersten Absagen von Forscher:innen aus dem Ausland wird berichtet.

Geld für Geräte fehlt.

Absehbar ist ein Mangel an Nachwuchskräften für die Umsetzung der Industriestrategie der Bundesregierung.

Mit einem Nachwuchsmangel ist auch im Bereich der Kultur, der Blasmusik, generell der Orchestermusik sowie dem Lehramt zu rechnen.

Die Vetmed-Universität sieht sich gezwungen, Abstriche bei der Ausbildung im Nutztierbereich zu machen, das wird in der Landwirtschaft zu spüren sein.

Start-up-Systeme können nicht wie beabsichtigt unterstützt werden.

Das Einwerben von EU-Forschungsförderung wird nicht mehr wie derzeit erfolgen können, weil die Basisfinanzierung fehlt.

Die Exzellenzcluster stehen unter Druck.

Auch die Diskussion über digitale Souveränität wird ohne ausreichenden Nachwuchs und Forschungsmöglichkeiten obsolet.

Der Wissenschaftsstandort Österreich büßt insgesamt an Wettbewerbsfähigkeit ein.

Studienqualität: Mit weniger Geld die gleiche Menge an Studierenden ausbilden zu müssen, läuft zwangsläufig auf eine Verwässerung der Qualität und eine Verschlechterung der Betreuungsverhältnisse hinaus. Mit weniger Geld können die Universitäten einfach nicht dieselben Leistungen erbringen.

Die Universitäten fordern, dass der Hochschulstrategieprozess dazu genutzt wird, Effizienzen im gesamten Hochschulsystem zu heben. Die Rektorinnen und Rektoren sind für ihre einzelnen Häuser verantwortlich, aber Korrekturen im Gesamtsystem sind Aufgabe der Wissenschaftsministerin. Die uniko hat mehrfach Vorschläge auch dazu gemacht und fordert mit Nachdruck, dass diese auch gehört und in den Prozess aufgenommen werden.

uniko ruft zu Protest gemeinsam mit ÖH am Donnerstag auf

Angesichts dieses Katastrophenbudgets rufen die Universitäten dazu auf, sich am kommenden Donnerstag, 22. Oktober, den Protesten der ÖH anzuschließen.

Protestdemo gemeinsam mit ÖH: uniko fordert von Regierung eine "Kurskorrektur"

Was uniko-Präsidentin Hütter und die Rektoren Schütze, Schneider und Riedler zum Sparbudget und dessen Folgen sagen

OTS 19.10.2026

Mit der Entscheidung der Bundesregierung vom Samstag ist eine reale und massive Reduktion des Universitätsbudgets verbunden. uniko-Präsidentin Brigitte Hütter: „Wir haben die ganze Zeit auf die Dramatik der Folgen hingewiesen, sind aber nicht durchgedrungen. Wir erleben einen Vertrauensverlust zur Wissenschaftsministerin und zur Regierung. Es wird die Wahrheit über die Kürzungen verschleiert, es werden die Rektor:innen desavouiert, Zusagen nicht eingehalten. Einmal hieß es, die Inflationsabgeltung sei das Minimum, ein andermal wurde uns ein moderates Plus versprochen. Weder das eine noch das andere ist eingetreten. Es stellt sich die Frage: Hat sich die Wissenschaftsministerin nicht eingesetzt, oder hat sie sich nicht durchgesetzt?“

uniko will Lateinpflicht für die Lehramtsstudien, Medizin und Jus abschaffen

Hütter: „Ist auch als Erleichterung für die Studierenden gedacht“/Keine Geringschätzung von Latein, aber Universitäten "sensitiv gegenüber neuen Entwicklungen"

OTS 14.10.2026

Mit Oktober sind neue Studienpläne für das Lehramtsstudium Sekundarstufe Allgemeinbildung an den Universitäten und in den Verbünden mit den Pädagogischen Hochschulen in Kraft getreten. Das von vier auf drei Jahre verkürzte Bachelorstudium umfasst neuerdings 180 ECTS (zuvor 240 ECTS), das zweijährige Masterstudium 120 ECTS.

Neben der kürzeren Studiendauer bedeuten die neuen Curricula weitere Änderungen wie einen stärkeren Praxisanteil oder die Vermittlung von Grundlagen in Deutsch als Zweitsprache sowie inklusive Pädagogik für alle Lehramtsstudierenden.

„Mehr Unterrichtspraxis und neue Aufgaben im Curriculum bei gleichzeitig verkürztem Studium haben die uniko dazu bewogen, eine Erleichterung für die Studierenden zu befürworten“, sagt uniko-Präsidentin Brigitte Hütter. „Künftig soll Latein generell für Lehramtsstudien nicht mehr erforderlich sein – mit Ausnahme natürlich Latein als Lehramt.“

Universitätenkonferenz unterstützt die Proteste der Studierenden

uniko-Präsidentin Brigitte Hütter: „Kündigungen sind bei Budgeteinschnitten unvermeidbar. Das würde Forschung und Lehre um Jahrzehnte zurückwerfen“

OTS 13.10.2026

Die uniko ist bei der Protestaktion heute, 13. Oktober, auf der Wiener Ringstraße keine offizielle Mitveranstalterin. Dennoch erklären die Rektorinnen und Rektoren ihre Unterstützung für die Proteste der Studierenden. „Die Signale aus dem Umfeld der Regierung sind einfach zu alarmierend, als dass wir stillhalten und mögliche Regierungsbeschlüsse am kommenden Wochenende einfach abwarten könnten“, sagt uniko-Präsidentin Brigitte Hütter. „Wir hatten am Montag eine Plenarversammlung der Rektorinnen und Rektoren, und es herrscht bei allen der Eindruck, dass den politisch Verantwortlichen die dramatischen Folgen eines budgetären Einschnitts bei den Universitäten nicht ausreichend bewusst sind.“

Die Universitäten warnen die Regierung vor massiven Auswirkungen auf das Personal.

Uni-Budget - "Besorgte" Universitätenkonferenz will Klarheit

uniko-Präsidentin Brigitte Hütter zeigt sich in einer Aussendung "sehr besorgt über die Nonchalance bis hin zur Fahrlässigkeit, mit der die technologische Wettbewerbsfähigkeit des Landes und die Ausbildung der nächsten Generationen behandelt werden".

Die Universitätenkonferenz (uniko) fordert die Regierung auf, "ihre Verantwortung für die Universitäten wahrzunehmen". Bis 31. Oktober muss das Budget der Unis für 2028 bis 2030 feststehen, zuletzt waren Kürzungen im Gespräch. Uniko-Präsidentin Brigitte Hütter zeigte sich in einer Aussendung "sehr besorgt über die Nonchalance bis hin zur Fahrlässigkeit, mit der die technologische Wettbewerbsfähigkeit des Landes und die Ausbildung der nächsten Generationen behandelt werden". Nach Bekanntwerden der ersten Budgetpläne im Frühjahr gab es Proteste von Studierenden, Lehrenden und Rektoraten. Anschließend vertagte die Regierung die eigentlich für die Budgetrede geplante Entscheidung über das Uni-Budget in den Herbst - Ende Oktober läuft die gesetzliche Frist dafür aus. Gleichzeitig kündigte Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) eine Regierungsklausur davor an und wollte um ein "moderates Plus" kämpfen. Die Klausur hat bisher nicht stattgefunden, im Kanzleramt wollte man davon zuletzt nichts wissen und stellte nur "Sitzungsformate im kleinen Kreis mit den Parteispitzen" in Aussicht, bei denen die Unis sicher auch einmal dabei wären.

Universitäten legen Reformpläne vor: „Reformen notwendig, aber kein Ersatz für eine ausreichende Uni-Finanzierung“

uniko-Präsidentin Brigitte Hütter: Investitionen in Österreichs existenzielle Basis kommen letztlich auch dem Staatshaushalt zugute

OTS 4. September 2026

Im Herbst 2026 steht die Entscheidung über die Finanzierung der Universitäten an, bis 31. Oktober ist Zeit, den finanziellen Rahmen für die Leistungsvereinbarungen 2028 - 2030 festzulegen. „Die finanzielle Ausstattung der Universitäten ist von fundamentaler Bedeutung. Es geht um die Schubkraft, mit der Österreich in die Zukunft startet“, sagt uniko-Präsidentin Brigitte Hütter. „Ein falsch platzierter Sparkurs würde die Ausbildungschancen der jungen Generation aufs Spiel setzen, den Wirtschafts- und Innovationsstandort beschädigen und die wissenschaftliche Problemlösungskapazität bei drängenden Fragen wie dem Klimawandel und dem Einsatz künstlicher Intelligenz unterlaufen.“

Signale der Entspannung, aber weiterer Protest nicht vom Tisch

Nach den drastischen Kürzungsankündigungen im Frühjahr und der beeindruckenden Unterstützung aus der Zivilbevölkerung für den Protest der Universitäten hat es seitens der Politik zuletzt Entspannungssignale gegeben. Hütter appelliert an die Entscheidungsträger:innen, zu bedenken, dass der Einsatz von Steuergeld für die Universitäten keine verpuffende Konsumausgabe ist, sondern eine Investition in die existenzielle Basis Österreichs - was letztlich auch dem Staatshaushalt zugutekommt.

Holzleitner empfing uniko-Spitze zum Austausch

Arbeit an einem gemeinsamen Beitrag zur Regierungsklausur im Herbst / Budgetentscheidung fristgerecht vor 31. Oktober

OTS 25. Juni 2026

Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner empfing uniko-Präsidentin Brigitte Hütter, uniko-Vizepräsident Markus Müller und den Rektor der Universität Wien, Sebastian Schütze, zu einem Austausch.

Im Rahmen des Gesprächs betonte die Ministerin, wie wichtig es sei, gemeinsam an den zentralen Themen des Universitätsstandorts zu arbeiten.

"Wir nehmen es nicht hin": Rede von uniko-Präsidentin Brigitte Hütter auf der Großdemo gegen Sparpläne

Durch die Verschiebung der LV-Verhandlungen in den Herbst ist die Gefahr eines Rückbaus der Universitäten noch nicht gebannt

27. Mai 2026

Deutlich mehr als 20.000 Menschen sind am Mittwoch dem Aufruf der ÖH und der uniko gefolgt und haben gegen die Regierungspläne zur Kürzung der Universitätenfinanzierung demonstriert. uniko-Präsidentin Brigitte Hütter sprach - unter viel Applaus- auf der Demo-Bühne am Ballhausplatz vor dem Bundeskanzleramt.

#UnisRetten Warum es sich zu demonstrieren lohnt

uniko-Aufruf zur Teilnahme an der Protestkundgebung am 27. Mai in Wien

OTS 26. Mai 2026

Die Österreichische Hochschüler:innenschaft und die Universitäten rufen morgen, Mittwoch, gemeinsam zur Demonstration gegen Kürzungspläne bei der Universitätenfinanzierung auf. 

Das Vorhaben der Bundesregierung, den Universitäten auf Jahre hinaus keinen Cent Inflation abzugelten und zusätzlich die Substanz der Finanzierung zu kürzen, ist inakzeptabel.

"Österreich ist für die heimischen Universitäten kein sicherer Hafen mehr"

Bundesregierung will Unifinanzierung unverhältnismäßig kürzen/uniko informiert über die Auswirkungen

Aufzeichnung der Pressekonferenz unter https://www.youtube.com/live/_nitF6sldX8?si=0Ltlt7a-aBUOk-SO

OTS 20. Mai 2026

Die Bundesregierung hat die Universitätenkonferenz informiert, dass sie eine Kürzung der Universitätsbudgets plant. Die Kürzung soll in einer bisher beispiellosen Form erfolgen, nämlich nicht nur durch ein Einfrieren des derzeitigen Budgets und eine Nicht-Abgeltung von Kostensteigerungen. Es soll eine volle Milliarde vom derzeitigen Budget gekürzt werden.

Die Ausgangslage der laufenden Leistungsvereinbarungsperiode 2025 - 2027 sind 16,5 Milliarden inklusive Ärzt:innengehälter an den Universitätskliniken. Die Universitäten hatten moderat auf Basis der WIFO-Prognosen errechnet, dass es in der kommenden LV 2028-2030 einen Bedarf von 18 Milliarden gibt, nur um Kostensteigerungen abzufangen. Die Universitäten hatten auf Rücksicht auf die ernste Lage des Bundeshaushalts auf Offensivforderungen verzichtet.

Die Antwort der Bundesregierung ist, die Universitätenfinanzierung auf 15,5 Milliarden zu kürzen. Das bedeutet ein Minus von sechs Prozent gegenüber der Ausgangsbasis und ein Minus von 2,5 Milliarden oder 13,9 Prozent gegenüber dem tatsächlichen Finanzierungsbedarf. 

uniko zu Budgetverhandlungen: Universitäten sind Innovationslabors und Systempartner

uniko-Präsidentin Brigitte Hütter appelliert an die Verhandlungsteams, die zentrale Rolle der Universitäten für die gesellschaftliche Entwicklung im Blick zu behalten.

OTS 3. Mai 2026

Die Universitätenkonferenz (uniko) nimmt die laufenden Budgetverhandlungen zum Anlass und erinnert daran, dass die Universitäten von einem Bedarf von 18 Mrd. Euro für die dreijährige Leistungsvereinbarungsperiode 2028–2030 ausgehen. „Dies ist mit Blick auf die unsichere Inflationsprognose eine sehr moderate Schätzung“, betont uniko-Präsidentin Brigitte Hütter und appelliert an die Verhandlungsteams, die zentrale Rolle der Universitäten für die gesellschaftliche, wirtschaftliche und demokratische Entwicklung Österreichs im Blick zu behalten.

uniko zu FORWIT-Analyse: Wichtige Themen aufgegriffen, aber auch blinde Flecken im Bericht

Bessere Studierbarkeit und höhere Studienverbindlichkeit "können wir mittragen", sagt uniko-Präsidentin Brigitte Hütter

OTS 23. April 2026

Der FORWIT bringt einige wichtige Themen in die Debatte zur Hochschulstrategie 2040 ein, was die Universitätenkonferenz sehr begrüßt. uniko-Präsidentin Brigitte Hütter: „Wir müssen jedoch auch blinde Flecken in der FORWIT-Analyse konstatieren, und manche Schlussfolgerungen scheinen schwer nachvollziehbar und widersprüchlich.“

Bessere Studierbarkeit und höhere Studienverbindlichkeit, wie sie der FORWIT anspricht, sind auch aus uniko-Sicht drängende Themen. Die uniko hat dazu mehrfach die Einführung eines Grundstipendiums mit Leistungskomponente angeregt. „Ein faires Modell der Studienfinanzierung, das es allen Studierenden ermöglicht, ein Grundstudium ohne verzögernde Erwerbstätigkeit zu absolvieren, Hand in Hand mit einem Rechtsrahmen für eine höhere Studienverbindlichkeit können wir mittragen“, sagt Hütter.

Erfreulich ist auch, dass der FORWIT auf Schnittstellen zu anderen Politikfeldern aufmerksam macht.

Budget - Universitäten wollen 18 Mrd. Euro für 2028-2030

APA 24.03.2026

Die Universitäten gehen für die anstehenden Budgetverhandlungen über die Leistungsvereinbarungsperiode 2028 bis 2030 von einem Finanzbedarf von 18 Mrd. Euro aus. Das entspricht einem Plus von 1,5 Mrd. Euro gegenüber der laufenden dreijährigen Periode bzw. einer jährlichen Steigerung von knapp drei Prozent. "Wir haben konservativ geschätzt und wollen den Bogen nicht überspannen", so die Präsidentin der Universitätenkonferenz, Brigitte Hütter, zur APA.

Bildung / APA / 24.03.2026, 09:04

Schools of Education an den Universitäten: Für uniko-Präsidentin Brigitte Hütter „ein innovatives Modell, das auch umsetzbar ist“

Integration der Pädagog:innenbildung in die Universitäten verspricht schlankere Strukturen bei gleichzeitig steigender Qualität

OTS 19. Februar 2026

Die Universitätenkonferenz hat in ihrem im Juni 2024 beschlossenen Programm „Universitäten 2030: Was zu tun ist“ vorgeschlagen, die Pädagog:innenbildung schrittweise in die Universitäten zu integrieren. Als ein Ziel ist darin die „deutliche Reduktion der Hochschuleinrichtungen“ angegeben.

Vor einigen Wochen hat das Wissenschaftsministerium im Prozess für die Hochschulstrategie 2040 eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich „der großen Zahl und Vielfalt an Hochschuleinrichtungen“ widmen soll. Unter anderem soll die Frage geklärt werden, ob „große Einrichtungen bzw. Fusionierungen zweckmäßiger sind“.

Nun hat die Universitätenkonferenz den nächsten Schritt getan und ein konkretes Modell für die Integration der Pädagog:innenbildung in die Universitäten erarbeitet.

„Verzögerung unverständlich“: Universitäten fordern raschen Abschluss des FTI-Pakts

uniko-Präsidentin Hütter: „Universitäten haben beim Sparen geholfen, nun muss die Regierung liefern“

OTS 9. Jänner 2026

Mit Befremden regieren die Universitäten auf das Ausbleiben des FTI-Pakts. „Wir Universitäten sind in Vorleistung getreten und haben dem Wissenschaftsministerium geholfen, seinen Teil zur Finanzierung des FTI-Pakts beizutragen. Und das war nicht einfach“, sagt uniko-Präsidentin Brigitte Hütter. „Wir erwarten, dass nun auch die anderen beteiligten Ressorts, das Wirtschafts- und das Infrastrukturministerium, ihre Aufgabe erfüllen und die Regierung Ergebnisse liefert.“ Die Forschungsfinanzierung benötige Planungssicherheit und sei ein wesentliches Investment in die Zukunft des Landes, gerade auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.

Die Universitäten haben 121 Millionen aus ihren Budgets und weitere 25 Millionen aus einer Mietbremse beigesteuert.