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Die Bedeutung von Hochschulrankings für die österreichischen Universitäten

Hochschulrankings werden international stark wahrgenommen und von verschiedensten Stakeholdern als Hinweis auf das Standing der Institutionen herangezogen. Für Studierende bieten Rankings im Idealfall Orientierungshilfe bei der Auswahl von Universitäten, darüber hinaus werden gute Positionierungen vielfach auch als „Qualitätssiegel“ für Universitätsabschlüsse und die Forschungsleistung der Universitäten erachtet.

Eine hohe Rankingpräsenz kann die Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Universitäten und außeruniversitären Einrichtungen verbessern, da die durch Rankings gewonnene Reputation auch auf die WissenschafterInnen und Studierenden übertragen wird. Dies ist von besonderer Bedeutung, da sich die österreichischen Universitäten, ihre MitarbeiterInnen wie auch ihre Studierenden und AbsolventInnen zunehmend im internationalen Umfeld und Wettbewerb bewegen.

Die Aussagekraft von Rankings darf nicht überschätzt werden. Insbesondere internationale Hochschulrankings lassen nur beschränkte und teilweise verzerrte Aussagen über die akademische Leistung zu und liefern nur einen Teilaspekt des Leistungsspektrums einer Universität. Die zum Einsatz kommenden quantitativ messbaren Indikatoren werden unabhängig von der zugrundeliegenden Datenqualität zur Erstellung der Ranglisten noch so weit vereinfacht, dass zumindest ein kleinster gemeinsamer Nenner unter den unterschiedlichen Hochschulen mit verschiedenen Ausrichtungen und Kulturen resultiert.

Auch nationale Rahmenbedingungen werden in Rankings nicht berücksichtigt. So stellt der weitgehend offene Hochschulzugang in Österreich mit den daraus resultierenden ungünstigen Betreuungsrelationen einen Nachteil für die österreichischen Universitäten dar. Damit bilden Rankings komplexe und vielfältige Einrichtungen, wie es Universitäten sind, nur mangelhaft ab, eine Ableitung fundierter Handlungsempfehlungen für Universitätsleitungen aus den Ergebnissen ist nur beschränkt möglich. Nichtsdestotrotz werden Hochschulrankings aufgrund ihrer hohen medialen Sichtbarkeit Teil des akademischen Diskurses bleiben. Dieser Herausforderung begegnen die Universitäten unterschiedlich. Unabhängig davon, welche Bedeutung die einzelne Institution den verschiedenen Hochschulrankings zumisst und welche individuellen Schlüsse aus den Ergebnissen abgeleitet werden, kann allgemein festgehalten werden:

Fünf Schlussfolgerungen

  • Hochschulrankings bilden die Leistungen der österreichischen Universitäten und ihrer MitarbeiterInnen beschränkt und teilweise verzerrt ab, trotzdem werden sie von den Stakeholdern beachtet und fördern die internationale Sichtbarkeit.
  • Die österreichischen Universitäten betrachten Rankings nicht als geeignetes internes Steuerungs- oder Leistungsevaluierungsinstrument und orientieren sich im Rahmen ihrer universitären Aufgaben und Strategien explizit nicht an den Ergebnissen einzelner Rankings.
  • Die österreichischen Universitäten analysieren die Hintergründe der jeweiligen Ergebnisse und Veränderungen innerhalb eines Rankings und legen besonderen Wert auf hohe Qualitätsstandards bei den zu übermittelnden Daten.
  • Die österreichischen Universitäten nehmen, sofern vom Rankinganbieter ermöglicht, aktiv an den für die jeweilige Institution relevanten Hochschulrankings teil und versuchen, soweit möglich, direkt an der Gestaltung und Verbesserung von Indikatoren mitzuarbeiten.
  • Die österreichischen Universitäten tauschen sich über das Thema Rankings aus und verfolgen eine aktive Öffentlichkeitsarbeit, mit dem Ziel, die tatsächliche Qualität und Bedeutung von Rankings adäquat darzustellen und eine angemessene Interpretation der Ergebnisse durch die Stakeholder wie z.B. Medien, Universitätsräte, Industrie und Kooperationspartner zu unterstützen.

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Mag. Petra Wejwar
Forschung und uniko-PEDIA Redaktion
Tel.: +43(0)1-3105656-21
petra.wejwar@uniko.ac.at

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